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KB-Panorama-Dias mit Coolscan 9000 scannen?

Verfasst: Montag 12. September 2005, 12:47
von Nikolaus S.

Hallo,
wie scannt man KB-Panorama-Dias (Horizon 24x55, Noblex 24x66) mit dem Nikon Coolscan 8000/9000?
1) o.k. mit Glasbühne drehbar, FH-869GR, mit Maskensatz für Panorama. Ist aber nicht im Standard-Lieferumfang, als Zubehör sehr, sehr teuer!
2) In die Glasbühne FH-869G einfach in die Mitte legen?
Habe gehöhrt, dass Scan-Software bei automatischer Bilderkennung nicht klar kommt und diese nicht abschaltbar ist (andere Software?).
3) beim FH-835S KB-Filmstreifenhalter ist der 1.Steg unterbrochen; könnte man den Steg ganz entfernen wäre für ein 24x66 Platz. Würde die Sofware dann das Panorama erkennen???
Bitte um Vorschläge und Erfahrungsausstausch.
Vielen Dank
Nikolaus

Re: KB-Panorama-Dias mit Coolscan 9000 scannen?

Verfasst: Montag 12. September 2005, 23:05
von Helmut Stoepfgeshoff

Hallo Nikolaus,
Die Glasbühne FH-869G ist doch geringfügig billiger als die "..GR". Dafür aber leider so gut wie gar nicht auf dem Gebrauchtmarkt zu bekommen. Auch ich habe schon über ein Jahr diverse "Dauer-Such-Anfragen" auf diese Bühne am laufen da ich mir immer eine zweite zulegen wollte. Leider bisher ohne Erfolg.
Zum scannen mit diesen Bühnen:
Bei der ..GR ist eine Maske für diese Formate dabei, wodurch sich alle weiteren Fragen dazu erübrigen.
Bei der ....G ist diese Maske nicht vorhanden und es kann auch nicht die Maske des ..GR's verwendet werden da der Scanner die Kombination dieser "zwei" Masken (Bühne selber und darin wieder Maske) nicht angenommen wird.
Aber - bei der ..G sind sogenannte "wieder ablösbare Befestigungen" dabei welche für dieses Format verwendet werden können.
Das heißt: es können zwei Bilder dieses Formates auf der Glasbühne positioniert werden und der restliche, verbleibende Bühnenanteil wird dann durch diese schwarzen Streifen abgedeckt. Jetzt erkennt der Scanner "die" Bühne durch die unterschiedlich angebrachten Viereckigen Durchbrüche am Adapapter-Anfang und findet dann keine weiteren (codierten) Durchbrüche mehr "innerhalb" des "scannbaren Bereiches" (welche von einer eingelegten Maske herrühren müssten). Dadurch erkennt der Scanner das es sich um "keine" Maske handelt und versucht nun den scannbaren Bereich per Software in Bilder aufzulösen, was in der Regel auch sehr gut funktioniert, wenn man den Scanner ein wenig dabei unterstützt.
Man sollte also tunlichst zwei Bilder einlegen welche erstens: einen guten Kontrast zu einander (bzw. zum Filmrand) aufweisen und zweitens: dafür sorgen das die Bilder einen deutlichen Kontrast zu den Schwarzen Streifen bilden.
Bei Bildern welche einen sehr hohen Schwarzanteil haben kann die Software nicht mehr die Bilderkennung einwandfrei durchführen. Für solche Sonderfälle empfehle ich, nur immer ein Bild einzulegen dieses dann aber auch mit den Schwarzen Streifen zu fixieren und nach einem Vorscann einen auf das Format zugeschnittenen Rahmen per Hand genau zu positionieren. Dabei kommt es aber unter Umständen zu ungewollten Farbverschiebungen da hierbei der Tonwertumfang der Schwarzen Streifen dem Bild hinzugerechnet worden sind. Diese Verschiebungen lassen sich aber mit ein wenig Übung sehr gut kompensieren.
Eine Verwendung des 835S kommt für dieses Format nicht in Frage da dieser Adapter über die Lochmaske (viereckigen Löcher am Anfang des Adapters) fest mit dem Format 24x36 verknüpft ist. Bei diesem Adapter wird die Bild Erkennung der Software darauf beschränkt fehlende Bilder (durch eingelegt Schwarze Streifen) zu übergehen. Alle anderen Bild-Grössen-Parameter sind durch die Software vorgegeben. Dadurch wird ein eingelegtes Panorama Negativ in zwei einzelne Bilder zerlegt und dummer Weise auch noch ein Teil des Bildes abgeschnitten da es eigentlich "Steg" sein müsste.
Gruß Helmut