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Mittelformat Scans mit Canon 9950F oder Epson Perfection

Verfasst: Sonntag 4. September 2005, 12:32
von Dirk

Hallo,
ich steige gerade in die MF Fotografie ein, will aber nicht selbst entwicklen und ausbelichten. Filmscanner >2000€ kommt auch nicht in Frage, dafür würde ich mir lieber eine Hassi holen ;-).
Hat jemand von Euch Erfahrungen mit einem der Scanner und scannt S/W Mittelformat Negative? Was empfehlt ihr mir???
danke im voraus!
Dirk

Re: Mittelformat Scans mit Canon 9950F oder Epson Perfection

Verfasst: Sonntag 4. September 2005, 14:00
von Björn

Hallo,
ich habe eine Zeit lang mit Rollei gearbeitet und kann aus eigenen Erfahrungen sagen, dass weder der eine noch der andere Scanner geeignet ist, um MF Material zu digitalisieren (siehe auch Thread gleich darunter). Die Qualität ist relativ schlecht (geringe Auflösung und unscharf), so dass man sich gleich das MF fotografieren sparen kann, da man mit einem durchschnittlichen KB-Diascanner mehr Inofs aus dem Dia/Negativ holen kann, als mit einem normalen Scanner aus MF Material. Wenn man MF richtig einscannen will, dann führt kein Weg an einem dedizierten Scanner vorbei.
Björn

Re: Mittelformat Scans mit Canon 9950F oder Epson Perfection

Verfasst: Sonntag 4. September 2005, 14:12
von Dirk N

Was bedeutet für Dich "dedizierten Scanner", meinst Du einen Filmscanner? Was kannst Du empfehlen? Ich habe eine Rollei ;-)


Re: Mittelformat Scans mit Canon 9950F oder Epson Perfection

Verfasst: Sonntag 4. September 2005, 14:23
von Björn

Hallo Dirk,
mit dediziert meine ich natürlich im weitesten Sinn einen Scanner, der primär für das Scannen von Filmen gedacht ist. Leider haben alle Scanner ohne Optik eine relativ geringe tatsächliche Auflösung gemein. Darunter fallen auch solche Geräte, die eine zweite Schublade für das Filmmaterial besitzen. Erst Geräte, die eine Optik (sprich ein Objektiv) vor der CCD haben, liefern höhere Auflösungen. Siher hast Du schon Testberichte zu den beiden vorgeschlagenen Scannern gelsen. Die Auflösungen sind bescheiden, nicht nur wenn man die nominale Auflösung der CCd berücksichtigt. Hier liegt mehr als ein Faktor 2 bis 3 vor.
Ich würde zu zwei Arten von Scannern tendieren, wenn man auch den Preis berücksichtigt. Zum einen richtige MF Diascanner (siehe filmscanner.info für gute tests) oder zu Scannern mit einer Schublade für Filme, dann aber einen mit Optik. Seit AGFA keine mehr Baut, muss man sich direkt an den Hersteller dieser Geräte wenden, der auch unter eigenem Namen verkauft: Microtek. Allerdings bekommt man für den Preis der Modelle mit Optik auch einen MF-Diascanner. Wenn man also kein Großformatmaterial hat, dann kauft man besser einen Diascanner, der etwas besser ist.
Wenn man zuviel Geld hat, dann sollte man natürlich zu einem Imacon greifen, diese Geräte sind erheblich besser, als das was man von Diascanner kennt. Allerdings auch zu einem deutlich höheren Preis.
Björn

Re: Mittelformat Scans mit Canon 9950F oder Epson Perfection

Verfasst: Sonntag 4. September 2005, 14:53
von Dirk

danke für die Infos Bjorn, eine richtige Idee habe ich aber noch nicht. Die von Dir vorgeschlagenen Scanner sind doch bestimmt sau teuer oder? Habe auch Deinen Tipp befolgt und hier nachgelesen http://filmscanner.info/CanonCanoScan9900F.html gerade im MF Bereich scheint er aber doch ganz gut zu sein. Ok, 1600dpi ist wenig - 2700 wäre besser, aber kann ich mit 1600 nicht schon bis 50x70 ausbelichten?

Re: Mittelformat Scans mit Canon 9950F oder Epson Perfection

Verfasst: Sonntag 4. September 2005, 16:40
von Björn

Hallo,
bei besonders großen Ausbelichtungen muss die Auflösung der Bilddatei nicht bei 300 ppi liegen, da man i.A. weiter weg ist (Dezails zu dieser Tatsache, die mit dem Blickwinkel und der Auflösung des Auges zu tun hat, ahbe ich schon vor einigen Wochn hier einmal erklärt, suche einfach mal im Forum). Dennoch sollte die Auflösung der Bilddaten nicht niedirger als 200 ppi sein, wenn man auch von der Nähe das Bild betrachten möchte, dann müssen es aber schon 300 ppi sein.
Wenn man nun einmal 200 ppi zu Gunde legt (ein guter Kompromiss, dann kannst Du Dir selbst ausrechnen welche Ausbelichtungsgröße mit 1600 ppi möglich ist. Bei 6x6 MF Film (5,6 x 5,6 cm Größe des eigentlichen Bildausschnitts) also (Auflösung Scan)/(Auflösung Belichtung)*(lange Kantenlänge Vorlage); also 1600/200*5,6 = ca. 45 cm. Dies reicht also nicht. Auch musst Du die Schärfe berücksichtigen, die bei einem solchen Scanner relativ schlecht ist, damit erhält man natürlich auch nur unscharfe (im Vergleich richtigen Belichtungen oder besseren Scannern) Belichtungen.
Um auf 75 cm lange Kante zu kommen brauchst Du folglichbei 200 ppi Printauflösung ca. 2700 ppi. Für 300 ppi (besser), sind es schon: 4000 ppi. Somit kann man realistisch alle Lösungen, die nciht 2500 ppi bietn vergessen.
Zu den Preisen: Wie teuer die Scanner sind würde ich hier im Filmscanner-Shop nachschlagen (Link oben links). Als "Flachbettscanner" mit Optik kommt der ArtixScan 2500f in Frage. Er kostet von 2000 bis 3000 Euro (info bei goolge mit scannername + "preis" gefunden).
Ein Imacon ist viel teurer!
Viele Grüße
Björn

Gebrauchtmarkt

Verfasst: Sonntag 4. September 2005, 23:44
von Hein

Wenn das Geld für ein neues Gerät nicht reicht, gibt es noch den Gebrauchtmarkt. Polaroid hat sehr nette Mittelformat und Planfilmscanner hergestellt, die ganz brauchbare Ergebnisse bringen. Bei Ebay findet man sie zwischen 250 bis 750 Euro. Man muß aber aufpassen, daß das komplette Zubehör wie Filmhalter dabei ist und eine Testphase mit Rückgaberecht zugestanden wird. Sonst wird das frustig. Vielleicht bekommt man auch einen wenig gebrauchten Agfa T2500. Es gibt weitere Alternativen von Umax, Linotype etc.

Re: Gebrauchtmarkt

Verfasst: Montag 5. September 2005, 11:13
von Dirk

Re: Gebrauchtmarkt

Verfasst: Montag 5. September 2005, 17:51
von Björn

Hallo,
habe mir das angebot jetzt nicht angeschaut, aber der Dimage Scan Multi war ganz ok. Jedenfalls in der "pro"-Version. Ich hab mich allerdings damals gegen eines dieser Geräte entschieden und einen Nikon gekauft.
Björn