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Einscannen 6*6 Mittelformat Dias
Verfasst: Samstag 3. September 2005, 20:23
von Schermuly, Rainer
Würde gerne für meinen Vater ca. 1800 6*6 Mittelformat Dias einscannen (gerahmt).
Der Kauf eines Nikom 8000D ist für mich nicht finanzierbar.
Wer kann mir Tipps geben wo man ein solches Gerät ausleihen kann oder wer dieses Format einscann.
Was ist von Scannern wie Epson Perfection 4990 Photo, oder Canon Scan 9950F oder Microtek ScanMaker i700 mit SilverFast SE9950 in den Preissegmenten (200-500Euro) zu halten.Gibt es zu diesen Scannern Testberichte
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Re: Einscannen 6*6 Mittelformat Dias
Verfasst: Sonntag 4. September 2005, 12:06
von Björn
Hallo,
normale Flachbettscanner (auch solche mit separater Durchlichschublade) produzieren mist nur eine geringe Qualität. Gerade bei Geräten, die durch Glas scannen (also solche mit Durchlicheinheit) haben nur eine maxiamle Auflösung von ca. 1600 ppi, also weit hinter dem, was man von der CCD-Einheit erwarten könnte. Darüber hinaus kann man die Schärfe nicht mit der eines Diascanners vergleichen!
Ich bin der Ansicht, dass man für MF Filem einen sehr gten scanner verwenden sollte, da man sich anderenfalls auch den teuren MF Film hätte sparen können. Wenn der Kauf eines dedizierten MF-Diascanners nicht n Frage kommt, dann würde ich mir als Priestrend die Preise von Patrick Wagner anschauen. Viel billiger geht es kaum.
Leihgeräte gibt es ebenfalls so gut wie nicht, vielleicht weiß hier jemand mehr.
Ich würde mir an Deiner Stelle entweder den Scanservice überlegen oder nach einem guten gebrauchten Ls 8000 suchen, aber das ist auf jeden Fall mehr als € 500,-.
Björn
Re: Einscannen 6*6 Mittelformat Dias
Verfasst: Sonntag 4. September 2005, 12:15
von Andreas Bender
Hallo Rainer,
ich hatte vor meinem Nikon 9000 mal Versuche mit einem Epson 3200 gestartet...
Ein Unterschied wie Tag und Nacht. Mit dem Epson war es, als ob Du von den 6x6 Dias beim Schlecker 9x13 Abzüge machen lässt. Der Nikon 9000 ist dann das Handlabor auf 20x30 oder größer

Wichtig: DU mußt wissen welche Qualität Du haben willst. Soll ja Leute geben, die finden Schlecker 9x13 ganz klasse.
Lasse doch mal ein paar Dias beim hiesigen Forenbetreiber
http://www.filmscanner.info/Preise.html scannen und finde wen, der Dir die gleichen Dias auf einem Flachbettscanner scannt. Und dann vergleiche selbst... lasse auch mal Abzüge bei
www.fotokabinett.de machen.
Einen Möglichkeit wäre, einen Nikon zu kaufen und bei Ebay zu versteigern, wenn Du fertig bist. Oder von der Leinwand abfotografieren (keine Ahnung, ob das was taugt)
Gruß
Andreas
- - -
www.bild-und-karte.de - - -
Re: Einscannen 6*6 Mittelformat Dias
Verfasst: Sonntag 4. September 2005, 12:26
von Björn
Hallo,
die Idee von der Leinwand abzufotografieren bringt wenig, die Qualität ist relativ schlecht. Auch das Digitalisieren mti einer Digicam ist nicht wirklich gut, erst ab einer D2X oder 1DsMkII ist die Auflösung hoch genug, aber da ist der Diascanner billiger...
Björn
Re: Einscannen 6*6 Mittelformat Dias
Verfasst: Montag 5. September 2005, 10:21
von Matthias Klusch
Kauf dir einen gebrauchten Nikon 9000 oder lass die Bilder scannen. Bei der Menge bekommst du bei Patrick Wagner (Link siehe oben) sicher einen guten Preis.
Mit Mittelformaten kommst du aus dem Profibereich und da scannt man seine Bilder nicht mit Billigstscannern, die ursprünglich gar keine Filmscanner sind.
Um dir das mal zu verdeutlichen: Nehmen wir an, du hast aus irgendeinem Grunde einen Ferrari für 500.000 Euro geerbt. Und jetzt fragst du, ob du den Ölwechsel besser bei ATU oder bei Pit Stop oder bei der Tankstelle um die Ecke machen sollst. Geht dir ein Licht auf?
Gruß von einem MF-Enthusiasten
Matse
Re: Einscannen 6*6 Mittelformat Dias
Verfasst: Mittwoch 7. September 2005, 19:07
von pawel
hallo reiner,
nach meiner erfahrungen mit geerbten filmen/dias, kann ich dir gerne etwas davon vermitteln. ich dachte mir auch, wie du, man muß sie mit der besten qualität scannen (archivieren). es sind überwiegen 6x4,5 cm negative (120 sorte), s/w, aus der zeit von 1949 bis 1970. ein paar davon habe ich meinem arbeitskollege gegeben um die proben mit dem nikon ls-8000 zu machen. die waren grausam. dann habe ich mit meinem alten agfa 1236s (600x1200 dpi) gescannt, die waren schon eine ganze ecke besser. jetzt hat mir mein schwager den negelneuen agfa arcus 1200 (1200x2400 dpi aber echte) geschenkt, damit habe ich auch die gleichen negative gescannt und kann ich nur sagen, der hat auch nicht viel mehr aus dem alten film rausgeholt, es ist einfach in diesem alten schrott nich mehr drin. der hochvertiger scanner wie der nikon mach alles sichtbar, vor allem auch alle mechanische schäden sind da extrem unangenehm. der agfa 1236 hat zum teil zu wenig auflösung (wenn die aufnahmen gut waren), aber der agfa arcus 1200 hat das beste herrausgeholt und gleichzeitig mit seinem weichen licht die kratzer fast völlig unterdrückt. wenn ich so ein bild von nikon ls-8000 mit dem von arcus1200 vergleiche, dann versteht man auf einmal, daß der scanner nur von der qualität und typ der zu gescannten vorlagen zu wählen ist. besser ist manchmal viel schlechter! ich habe auch mit dem epson 3200 perfection versuche gemacht. der ist viel besser als die nachfolgermodelle. die bilder sind super wenn man durchschnittliches filmmaterial hat und die fotoausrüstung auch nicht die beste war. der arcus 1200 liefert schon bei einem 6x4,5 cm negativ/sleid ca. 22 mil pixel. das ist eine menge, die keine digi-cam liefert.
also ich kann dir nur empfehlen, daß du den scanner an die reelle qualität der dias anpasst. ich kann auch anbieten, daß du für den vergleich mir ein paar dias zukommen lässt und ich mache dir scanns mit dem agfa arcus1200. der kannes ohne scheibe, aus einem halter scannen und im gegenteil zu dem daß einer hier sagt, hat es auch richtigen ojektiv. (sehe mal den link)
http://www.medienarchiv.com/Fotografie/scanner.htm
viel geld herrausschmeißen ist leicht.
gruß,
pawel