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farbmanagement

Verfasst: Freitag 2. September 2005, 09:12
von Steffi Kalcher

mein printer canon 865i druckt die fotos mit einem grünstich aus. kann ich dies durch eine druckerprofilierung mit der colorvision-software in griff bekommen?

Re: farbmanagement

Verfasst: Freitag 2. September 2005, 09:29
von Eva

Je nach Tintenherkunft und Papiersorte können die Druckergebnisse des Canon i865 oder Pixma i4000 & Co. mit einem deutlichen Rot- bis Grünstich abweichen. Das betrifft eigentlich alle Tintenstrhldrucker. Dem kann man mit einer Profilierung gegenwirken. Aber es ist auch möglich über die manuelle Farb-Regelung im Druckermenue eine Einstellung zu finden, die zu deinem Papier/Tinte/Drucker-Mix paßt. Alternativ kann man im Photoshop über die Gradationskurve ein Farbtonveränderung und ev. eine Gradationsbearbeitung einstellen die ebenfalls paßt. Diese Einstellung kann man speichern und mit einem deutlichen Namen versehen: i865-GehaTinte-IlfordGalerie.xxx. Man darf diese Veränderung des Bildes natürlich nicht speichern. Sie dient lediglich zur Korrektur des Drucks unter den konkreten Bedingungen. Geht man so vor, sollte man die Urdateien vorab mit einem Schreibschutz versehen, damit sie nicht verändert werden.

Re: farbmanagement

Verfasst: Freitag 2. September 2005, 11:54
von Björn

Hallo,
das von Eva beschriebene Verfahren ist gängig, jedoch bringt es bei den meisten FArbstichen, die Tintenstrahler verursachen nur wenig. Wenn Du es nicht binnen 5 TEstdrucke schaffst "Dein" Ergebnis zu erzielen, dann würde ich eine Profilierung des Druckers vornehmen. Weiterhin sind bei dem von Eva beschriebenen VErfahren nur sehr leichte FArbstiche und schwache Gradationsprobleme zu lösen. Normalerweise ist das PRobieren sehr aufwändig.
Wenn Du zu einer Profilierungslösung greifst (was sicher der einfachere und qualitativ viel bessere Weg ist), dann denke daran, dass Du für jede PApier/Tinten Kombination ein anderes Profil brauchst.Wichtig ist dann nur im gleichen Modus zu drucken, wie das Profil erstellt wurde; also keine Automatiken verwenden.
Von Zeit zu ZEit ist auch eine NEukalibrierung notwendig, was jedoch aufgrund der inzwischen geringen Schwankungen bei der Tintenherstellung für den Hobbyanwender eher seltener der FAll sein wird. Wer es genau nimmt müsste bei jedem Patronenwechsel neu kalibrieren.
Björn

Re: farbmanagement

Verfasst: Freitag 2. September 2005, 12:58
von Eva

Du hast grundsätzlich recht. Die anderen Methode sind brauchbar, wenn man ohne Profilierungsmöglichkeiten auskommen muß oder im Officebereich mit dem einen oder anderen Drucker einen vorzeigbaren Druck erzeugen muß. Dazu gehört etwas Erfahrung. Natürlich ist es besser einen Arbeitsplatz, an dem das aus dem Drucker rauskommen soll, was der Bildschirm verspricht, von A-Z zu profilieren. Dazu gehört aber auch die notwendige Technikkette. Seltsamerweise sehe ich an vielen Arbeitsplätzen, an denen irgendjemand sein Farbmanagement-Einstiegswissen ausprobiert hat, die schrecklichsten Drucke. Das gilt natürlich nicht für den gehobenen Profibereich, beginnt aber schon bei vielen Pressefotografen.

Re: farbmanagement

Verfasst: Freitag 2. September 2005, 13:14
von Johannes Winzer

schade, schade aber Printfix von Colovision unterstützt zur Zeit noch nicht deinen Drucker. So ging es mir auch mit meinem i990 und ich habe mir ProfilerPlus von der selben Firma geholt. Das ist eine Scanner basierte Profilierung deines Drucker und wahrscheinlich nicht ganz so doll wie Printfix, dafür günstiger. Für ProfilerPlus brauchst du einen kalibrierten Flachbettscanner, die canons gehen definitiv nicht, da man sie nicht kalibrieren kann. Epson, da gehen schon die preiswerteren.
Meine Erfahrung: die Arbeit lohnt sich.
Johannes

Re: farbmanagement

Verfasst: Samstag 3. September 2005, 11:56
von Björn

Hallo Eva,
ja diese Beobachtung habe ich auch gemacht, als ich noch in der Beratung tätig war. Leider glauben sehr viele (auch Profis), dass man keine Spezialisten bräuchte. Dies istjedoch gerade im Presse und Bildagenturmarkt ganz und garnicht der Fall. Viele Leute (dort) glauben eben, dass sie Profi sind und keine Hilfe brauchen, da es ja entsprechende Software gibt. Nur haben eben genau diese Leute nicht die Zeit sich damit zu beschäftigen.
Für "Hobby"-Anwender sollte man jedoch etwas unterscheiden. Denn (wie ich hier im Forum gelernt habe) bedeutet Hobby nicht gleich dumm oder unwissend. Ganz im Gegenteil! Die meisten hier haben die Zeit bzw. nehmen sie sich, um einen guten Arbeitsplatz zu haben. Genau damit meine ich natürlich die Profilierungskette. Wenn hier jemand davon redet, dass er seinen Drucker exakte Farben "beibringen" möchte, dann ist das mit Sicherheit mehr, als "Pi mal Daumen" stimmende Farben, denn die bekommt man schon mit den Standardtreibern hin, oder eben mit der von Dir vorgeschlagenen Methode, dir aber nur bei geringen (eindeutig zu identifizierenden) Farbstichen zum Erfolg führt.

Viele Grüße

Björn