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Tonwertumfang
Verfasst: Montag 29. August 2005, 22:13
von Bernd Gerhardter
Liebe Forumgemeinde!
Ich hab folgendes Zitat aus der Bildanleitung einer Bildagentur gefunden:
"Nach dem Scannen die Helligkeits- und Farbwerte anpassen. Dabei sollen die dunkelsten Bildbereiche nicht dunkler als 10/10/10 im RGB-Modus sein. Die hellsten Bereiche dürfen keine helleren Werte als 244/244/244 aufweisen. Werte unter 10/10/10 und über 244/244/244 werden im Druck tief schwarz bzw. rein Weiss wiedergegeben und können keine Details mehr darstellen. Infos zum Einstellen des Weiss- und Schwarzpunktes entnehmen Sie der Dokumentation Ihrer Bildbearbeitungssoftware."
Die Beschreibung leuchtet mir grundsätzlich ein - ist diese Vorgehensweise nur beim Drucken erforderlich oder auch bei einem fotografisch ausbelichtetem Papierbild? Soll man grundsätzlich den Tonwertumfang etwas verringern oder nur in jenem Fall wenn gedruckt wird?
Vielen Dank für Eure Hinweise!
Bernd
Re: Tonwertumfang
Verfasst: Dienstag 30. August 2005, 13:51
von Eva
Deine Archivdateien sollten den Tonwertumfang möglichst voll ausnutzen. Wenn eine Bilderagentur eine Tonwertkompression wünscht, kann man das mit den Kopien, welche an sie weitergereicht werden, machen. Es gibt diverse Agenturen, die auf 5 bis 10 Stufen neben den Schwarz- und Weißpunkten wegen der Druckergebnisse verzichten.
Re: Tonwertumfang
Verfasst: Dienstag 30. August 2005, 14:23
von Björn
Hallo,
dieses vorgehen ist bei Bildagenturen leider immer noch üblich, aber vollkommen unnötig. Heute (eigentlich schon seit langem) biegen sich die Layout-Leute der Redaktionen, die das Bild geordert haben den Bildumfang so hin, dass der Druck optimal ist. Denn nur diese wissen welches Druckverfahren und Güte später verwendet wird. A priori macht eine solche Kompression keinen Sinn. Heute werden solche Infos auch meist beim Belichter bzw. durch die Software der Druckmaschne berücksichtigt.
-> Schick der Agentur was sie will und behalte die richtigen Archivdaten.
Björn
Re: Tonwertumfang
Verfasst: Dienstag 30. August 2005, 22:20
von Hans-Peter Rieger
Hi,
die Informationen von Eva und Björn sind zwar korrekt, man hat (früher) den Tonwertumfang in Richtung der Farbe "Weiß" gerne mal eingeschränkt, weil es subjektiv angenehm ist, einen Kontrast zwischen "Bild" und "Rand" zu sehen. Früher hatten die Fotos gerne mal einen weißen Rand und wenn ein weißer Inhalt mit dem weißen Rand optisch zusammenfiel, dann war der Rand kein Rand mehr.
Gruß
Hans-Peter