Digit Dia 4000
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andreas
Digit Dia 4000
Nachdem auch ich schon viel von diesem Forum profitiert habe möchte auch ich meinen Erfahrungsbericht abgeben.
Den größten Teil meiner derzeit 18000 Dias habe ich bereits vor Jahren mit einem Nikon Coolscan III (mit ICE) digitalisiert. Teilweise nur mit 1200 dpi wegen begrenzter Speicherkapazität. Eigentlich hätte ich die Scans aber gerne mit höherer Auflösung.
Hinzukommt das der Coolscan nur unter SCSI läuft und der Anschluss unter W2K eine Qual ist.
Auf den Digit Dia 4000 habe ich daher schon einige Zeit gewartet und mir dann vor etwa 2 Monaten zugelegt. der Digit Dia 3600 ist für mich wegen fehlendem ICE keine Alternative.
Nach einigen Anfangsschwierigkeiten läuft der Scanner jetzt super. Gescannt wird mit 3000 dpi, 8 bit Farbtiefe und ICE. ROC und GEM sind aus. Als Software verwende ich Cyberview 1.16 neu mit Firmware 1.0.2
Der Rechner ist ein P4 3,2 GHz unter W2K mit 1GB Ram und insgesamt 400 GB HDD. Angeschlossen ist der Sanner über Firewire.
USB hat sich bei mir nicht bewährt. Der Scanner wurde bisweilen sehr langsam und hat dann bis zu 10 Minuten pro Dia gebraucht. Außerdem hat der Scanner die Arbeit eingestellt wenn ich ein anderes USB Gerät ohne zu deaktivieren entfernt habe (soll man ja auch nicht tun).
Bei den Dias handelt es sich ausschließlich um CS gerahmte Dias (andere Dias habe ich bereits vor Jahren aus Platzgründen umgerahmt). Die Scanzeit liegt jetzt bei 4 - 5 Stunden pro 100er Magazin, wobei ich immer noch hohe Schwankungen in der Zeit pro Dia habe (2-6 Minuten).
Der Rechner ist nebenbei voll nutzbar, wird bei der Übertragung der Bilddaten allerdings etwas langsamer.
Klemmende Dias gibt es selten, dann auch meisten bei den ersten 2-3 oder dem letzten Dia. Der Scanner läuft fast immer unbeaufsichtigt nachts (bis auf den Diawechsel ist das Scangeräusch eher gering) oder tagsüber und scannt in der Regel ein ganzes Magazin sauber durch. Der Rechner läuft im Moment Tag und Nacht und auch nach mehreren Tagen läuft Cyberview stabil und zieht nicht den Hauptspeicher zu.
Die Scans sind alle etwas schief, so als wäre das Bild um etwa 0,2-0,3 Grad gedreht, das lässt sich durch beschneiden des Randes fast immer ausgleichen.
Bisweilen schreibt der Scanner große RAW (90 MB pro Bild) Dateien ins TEMP Verzeichnis und müllt die Platte voll.
Wovon abhängt ob er das tut habe ich noch nicht herausgefunden. Mit dem Virenscanner oder der Firewall hängt es jedenfalls nicht zusammen. Ein kleiner Script bereinigt die Dateien von Zeit zu Zeit. Ist die Platte voll bricht der Scan ohne Fehlermeldung ab und man sucht nach der Ursache.
Speichern tue ich die Dias als TIF da JPG auch bei geringer Komprimierung nicht verlustfrei ist. Der Platzbedarf ist allerdings sehr hoch, ein Dia mit o.g. Auflösung verschlingt 20 -25 MB auf der Platte.
Die Speicherung scheint ohne Komprimierung zu erfolgen, da die Bilder nach dem Scan alle etwa gleich groß sind, Batch Konvertierung verringert die Größe dann von 32 MB auf die 20 - 25 MB, damit gehen dann 200 auf eine DVD.
Die Scans sind deutlich schärfer als beim alten Coolscan, die Farben allerdings bisweilen etwas schwach. Verschiedene Versuche mit anderen Einstellungen waren bislang nicht zufrieden stellend. Die passen dann vielleicht für manche Dias besser, für andere aber wieder nicht. Vermutlich werde ich die Dias die sich als nicht so toll zeigen nachbearbeiten oder mit anderen Farbseinstellungen noch mal scannen.
Insgesamt bin ich zufrieden und werde wohl so nach und nach alle Dias mit hoher Auflösung noch mal nachscannen.
Einen Punkt habe ich noch nicht verstanden. vielleicht kann mir jemand weiterhelfen:
Wenn ich ein gescanntes Dia sehr stark vergrößere, so daß einzelne Pixel sichtbar werden zeigt sich das an starken Farbübergängen
immer Blöcke von 5x5 Pixel existieren in denen der Farbübergang erfolgt. Ohne diesen Effekt wäre die Bilder nochmal deutlich schärfer.
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Joe
Re: Digit Dia 4000
Ich bearbeite einige Dias ggf. mit IrfanView nach, da sich hier auch sehr komfortabel im Batch: Helligkeit, Kontrast, Schärfe und Farbsättigung ändern lassen. Man kann das im Batch auf ein komplettes Verzeichnis anwenden. Ebenso hat man hier die Möglichkeit die Scans noch mal komfortabel zu beschneiden.
Ich speichere im JPG Format (da es für meine Anwendungszwecke ausreicht) hier kann ich den von Dir beschriebenen 5x5 Pixel Effekt nicht feststellen.