Filmeinzug / Versatz beim Reflecta RPS 7200

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Armin

Filmeinzug / Versatz beim Reflecta RPS 7200

Beitrag von Armin »


Hallo liebe Scan-Gemeinde!
Jetzt habe ich zwischenzeitlich im vierten Austausch das dritte Gerät RPS-7200, dazu die Standard-Cyberview-Software und - endlich - auch Silverfast 6 Ai zusammen mit einem IT-8-Target.
Die Scanergebnisse sind im wesentlichen ziemlich gut, mit Silverfast noch besser als mit CyberView, was aber im wesentlichen an den wesentlich umfangreicheren Einstell- und Korrekturmöglichkeiten liegt.
Nur zwei Punkte bringen mich nach wie vor zur Verzweiflung:
1) Der Scanner, so gut er auch scannen mag, entwickelt ein nicht reproduzierbares Eigenleben, sobald er warmgelaufen ist (nach ca. 2 Stunden Einschaltzeit, nicht zwingend Betriebszeit). Dies äußert sich beispielsweise in doppelten Initialisierungen bzw. darin, daß er sich eben gerade nicht mehr initialisieren läßt, auch mit Abschalten und Neueinschalten nicht.
2) Der Filmeinzug ist eine Katastrophe. Weder Cyberview noch Silverfast sind in der Lage, Frames korrekt zu erkennen (was darauf schließen läßt, daß es sich um ein hardware-, nicht um ein Softwareprobem handelt).
Bereits beim ersten Frame tritt ein merklicher Versatz auf. Der kann zwar korrgiert werden (manuell bzw. über die entsprechenden Software-Versatz-Regler), aber beim zweiten, dritten usw. ist er wieder da, und ich habe den Eindruck, daß das Gerät schlicht nicht erkennt, wo ein Frame anfängt bzw. endet.
Das geht soweit, daß der Zwischenbalken miten durch den gescannen Frame läuft.
Damit ist ein Hauptvorzug des Geräts, nämlich das Batch-Scannen ganzer Rollen, schlicht weg. Schlimmer noch ist, daß sich Silverfast aberwitzig bockig anstellt, wenn man ohne Job-Manager bzw. Stapelvorschau ein Bild aus der Mitte des Films scannen will. Da fährt der Film komplett vor, komplett zurück, und gescannt wird immer der erste Frame, egal, was man Hand am Arm eingestellt hat.
Es spielt dabei keine Rolle, welche Filmart verwendet wird (Dia, Farbnegativ, S/W-Negativ etc.). Es spielt auch keine Rolle, wie hoch der Dichteunterschied zwischen "Trennbalken" und Frame ist. Der Fehler tritt kontinuierlich auf.
Hat jemand Erfahrungen hierzu, bzw. Rückmeldungen von Reflecta zu eben diesem Problem?
Danke!
Armin
Mike

Re: Filmeinzug / Versatz beim Reflecta RPS 7200

Beitrag von Mike »


Bei bestimmten Filmen, z.B. helle Positive oder dunkle Negative kann kein Scanner erkennen, wo das Bild aufhört und das nächste anfängt. hast du solches Filmmaterial? Das wäre eine Erklärung für den Filmstreifeneinzug.
Armin

Re: Filmeinzug / Versatz beim Reflecta RPS 7200

Beitrag von Armin »


Hallo Mike,
das mit den nicht ausreichend differenzierten Trennstegen ist mir schon klar. Das Problem tritt aber bei jeder Art von Filmmaterial auf, also bei Diafilmen mit ausreichender und mit geringerer Dichte im Vergleich zum Trennsteg, bei Negativfilm, bei S/W-Material.
Ich habe eher den Eindruck, daß zum einen die Erkennung nicht ausreichend genau arbeitet, und zum anderen der Transportmechanismus Schlupf aufweist.
Ich habe bereits versuchsweise die Ecken der Filmanfänge "verrundet", also etwa einen halben Millimeter des Ecks weggeschnitten (nicht mehr, damit eine evtl. hier stattfindende Positionsbestimmung "Anfang" nicht zu Fehlern führt). Nutzt aber praktisch nichts.

Jaggy

Re: Filmeinzug / Versatz beim Reflecta RPS 7200

Beitrag von Jaggy »


Auch der teure Nikon Coolscan 5000 hat Probleme, die Grenzen auf dem Filmstreifen zu finden, auch bei ganz normalen Bildern. Das ist halt ein schwerer Job für eine Scansosftware. Am Besten immer einen maximalen Bildausschnitt wählen und dann hinterher in Paint Shop o.ä. freischneiden. Niemals den Scanbereich zu klein wählen, denn sonst verliert man durch die Ungenauigkeit des Scaneinzuges wirklich Bildfläche.
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