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Tiff mit JPEG-Komprimierung (beihnah) verlustfrei????

Verfasst: Sonntag 15. Mai 2005, 15:10
von Christian

Hallo,
ich bin heute durch Zufall auf eine relativ neue Funktion der Tiff-Dateien gestoßen. Man kann nun neben der bekannten Komprimierung mit LZW JPEG auswählen. So weit so gut. Völlig erstaunt war ich aber, als ich diese Datei dann wieder eingelesen habe und als unkomprimiertes Tiff wieder gespeichert habe: Das Ergebnis entsprach bis auf das letzte Bit dem Original ???! Wie ist das denn möglich??
Das tolle daran ist, dass die Dateigröße nur etwa 1/6 der Originalgröße entspricht. Ich habe danach beide Dateien geöffnet und auf 300% vergrößert. Es waren keine Unterschiede zu erkennen.
Kann das überhaupt sein?? Wäre ja toll...
Hat jemand Erfahrung mit dem Format?
Vielen Dank für Eure Hilfe,
Christian

Re: Tiff mit JPEG-Komprimierung (beihnah) verlustfrei????

Verfasst: Sonntag 15. Mai 2005, 17:12
von Christian

Soeben habe ich beide Bilder in PaintShopPro übereinandergelegt, um die Unterschiede technisch zu überüfen. Die Ebenen habe ich so miteinander verbunden, dass die Unterschiede sichtbar werden. Das irre ist nur: Es gab keine????
Ist mir ein Rätsel. Wie kann das sein?!
Christian

Re: Tiff mit JPEG-Komprimierung (beihnah) verlustfrei????

Verfasst: Sonntag 15. Mai 2005, 17:36
von Christian

Kleine Ergänzung:
Es gibt kleine Unterschiede. Die sind aber erst ab ca. 600% zu erkennen. Und auch nur wage. Wenn man in normaler Größe mit dem Radiergummi in einer Ebene herummalt, bemerkt man nichts, da die darunterliegende Ebene fast identisch ist.
Das Rätsel bleibt aber... Wie ist das möglich?
Dateigröße vorher: ca. 67Mbyte
Gateigräße hinterher: ca. 10Mbyte
Christian

fast verlustfrei

Verfasst: Sonntag 15. Mai 2005, 17:51
von Hein

So ist das mit jpg. Es ist gar nicht so schlecht, wie man gerne behauptet. Ein Komprimierungsfaktor bis zu 1 : 10 ist für Archivzwecke in der Regel tragbar. Die Tagespresse ist in dieser Hinsicht gar nicht zimperlich. Das kann schon mal bis zum Faktor 1 : 50 gehen. Jedes jpg wird vor der Bildbearbeitung dekomprimiert. Dann hat es wieder die ursprüngliche Größe. Aber das birgt auf Gefahren. Nach jeder Bearbeitung wird die Komprimierung neu berechnet und das kann sichtbar auf die Qualität gehen. jpg speichert keinen 16 Bit Modus. Daher sollte man die Tonwertberabeitung nach dem Scannen oder digital Fotografieren im RAW oder Tif Modus einigermaßen vernünftig abschließen, bevor die Dateien als schwach komprimierte jpg's gespeichert werden. Wenn du mit deinen Ergebnissen zufrieden bist, versehe die jpg's mit einem Schreibschutz. Damit kann man unbeabsichtigtes Neuberechnen der Dateien vermeiden. Bei diesem Thema kann man unter Archivleuten harte Streitigkeiten auslösen, weil die einen nur Tif's akzeptieren und andere mit Jpg's völlig glücklich sind.