SW-Negative scannen und drucken

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Reiner2

SW-Negative scannen und drucken

Beitrag von Reiner2 »


Hallo !
Meine Frage richtet sich haupsächlich an SW-Fotografen.
Ich plane mir einen Coolscan V zu kaufen.
Wer hat Erfahrung mit einscannen und ausdrucken von SW-Negativen?
Wie ist hinterher die Qualität?
Kann ein "Tintenpislerausdruck" mit RC oder Barytpapier mithalten?
Reiner
Sonja

Re: SW-Negative scannen und drucken

Beitrag von Sonja »


Die Qualität der Ausdrucke hängt neben der Dateibeschaffenheit vom Drucker, der Tinte und dem Papier ab. Epson, HP und Canon haben entsprechende Geräte, die mit den richtigen Materialien sensationelle Bilder drucken. Ob die Haltbarkeit der Drucke an die eines gut fixierten, mit Hypo Clearing behandeltem und ausreichend gewässertem Barytpapieres herankommt, weiß natürlich bis jetzt noch keiner. Die Zeitraffertest bescheinigen einigen Materialien eine sehr lange Haltbarkeit.
Laß dir mal den Katalog von Monochrom schicken. Dort werden Tintensysteme vorgestellt, die teuer aber gut sind. Bei Ebay findet man dann die entsprechenen Alternativen.
Ich drucke Schwarzweissbilder mit einem i865 Canondrucker mit der billigsten Ebaytinte (1-Euro-Patronen) auf teueres Ilfordpapier. Die Bilder werden klasse. Es gibt aber noch Steigerungsmöglichkeiten.
Für Schwarzweissnegative sind die Nikons nicht so richtig gut. Sie kommen mit den sehr hellen Partien der Negative, die noch ein wenig Zeichnung haben, oft nicht gut zurecht. Das führt zu Tonwertabrissen in den tiefen Schatten. Ein leichter und wenig Licht schluckender Diffusor zwischen Beleuchtung und Film kann diesen Effekt dramatisch verringern.

Fredl

Re: SW-Negative scannen und drucken

Beitrag von Fredl »


Hallo Sonja!
Dein Beitrag zum SW-Scannen ist ja interessantund kommt
gerade recht für meine derzeitige Problematik.
Wie sieht bei Dir das Montieren vom Diffusor in der
Praxis aus? Wo kann man so eine Folie bekommen und wo
befestigt man diese dann?
Ich arbeite mit dem Filmstreifenhalter FH3 und muss
mich oft mit kontrastmäßig katastrophalen SW-Negativen
ärgern.
schöne Grüße
Fredl.
sonja

diffusor

Beitrag von sonja »


Der Diffusor ist eine dünne Folie, die sehr leicht mattiert ist. Das kann eine simple Secol Polyesterhülle sein oder nicht ganz so gut aber brauchbar ein Stück von einer matten Acetathülle, in die Dias eingelegt werden. Man klebt sie mit Tesa über den Lichschacht des SA-21 oder der anderen Filmadapter. Probiere es aus. Einige Folien, die keine schlechten Ergebnise bringen, irritieren den Filmtransport, der eine Lichtschranke zum Feststellen der unbelichteten Stege zwischen den Bildern hat.
Reiner2

Re: SW-Negative scannen und drucken

Beitrag von Reiner2 »


Hallo Sonja
Danke für die guten Tips!
Welchen Scanner würdest du mir empfehlen?
Reiner
Sonja

Re: SW-Negative scannen und drucken

Beitrag von Sonja »


Ein Nikon mit Diffusor ist ok; ich nehme für SW gerne den Polaroid Sprintscan 35+ (2700dpi). Möglicherweise ist der neue Scanner von Minolta das richtige. Er hat einen Diffusor integriert.
Ogando

Re: diffusor

Beitrag von Ogando »


Mal ne dumme Frage Sonja:
wie rum montierst du die Acetatfolie für Diahüllen?
a) glänzend nach unten, matt nach oben (-Newton-Risiko nach unten)?
oder
b) glänzend nach oben, matt nach unten - kein Newton-Risiko aber Reflex-Risiko durch unebene Oberfläche Richtung Lichtquelle?
Hast du auch schon mal das Panoptikum von Lee Lampenfolienfiltern Typ Frost etc. durchprobiert?
Da hat´s alle möglichen diffusorähnlichen Folien. Wahrscheinlich reicht für KB-Film schon ein Ausriss aus dem Testmusterheft.
Übrigens die gleichen Filter gibts auch von Gam-Filter in der temperatur-feuerfesten Variante.
Mir fällt noch ein: Wie wirkt sich dein Folien-Sandwich auf die Filmplanlage und die schmale Nikon-Schärfentiefe aus?
Gruß Ogando
P.S.: wegen dieser LED-Lichtcharakteristik habe ich das Scannen meiner schulmäßig entwickelten SW-Negs mit dem Nikon verschoben. Aber du hast Recht. So könnte es gehen... prima Idee... und so günstig - dafür kann man auch beim Dosierungs-Tuning etwas Liebe zum Detail investieren.
Sonja

Re: diffusor

Beitrag von Sonja »


Der Diffusor ist viel zu weit vom Film weg, um zu stören. Er wird auf die Oberseite des Filmadapters (nicht Filmstreifenhalter!!) befestigt. Von da bis zum Film hat man mindestens 1 cm Luft. Die stark gerichtete Beleuchtung des Nikon projiziert eine grobe Körnung. Der Diffusor darf daher nur leicht milchig sein. Den Spielraum eines Scanhancers, wie er für Minolta Scanner verwendet wird, bietet der Nikon leider nicht. Die Mustermappe mit den von dir genannten Diffusorn ist mir unbekannt.
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