Tonwertkorrektur - Zeitpunkt

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Bernd

Tonwertkorrektur - Zeitpunkt

Beitrag von Bernd »


Liebe Forumgemeinde, ich habe eine Frage bezüglich des Zeitpunktes der Tonwertkorrektur. Bis jetzt hatte ich diese grundsätzlich immer zuerst am Rohscan vorgenommen. Nun bemerkte ich gestern eher zufällig, als ich zuerst meine Farbkorrekturen machte (meist verwende ich AutoFarbe im Photoshop), daß damit auch die Tonwerte beinahe richtig angepaßt werden. Wie macht man dieses Prozedere richtig? Zuerst Tonwert dann Farbe oder umgekehrt?
Ich freu mich über jeden Tip. Viele Gruüße, Bernd
01af

Re: Tonwertkorrektur - Zeitpunkt

Beitrag von 01af »


Wenn man's geschickt macht, kann man Tonwerte und Farben (letztere zumindest annähernd) zugleich korrigieren. Wichtig ist, daß man dabei die Farbintegrität bewahrt. Die Farben sind integer, wenn das Bild korrekte Farben hat oder einen Farbstich, der über alle Tonwerte (Schatten, Mitteltöne und Lichter) konsistent ist. Die Farbintegrität ist gestört, wenn in den Lichtern ein anderer Farbstich vorliegt als in den Schatten. Eine gestörte Farbintegrität ist deswegen so problematisch, weil die Ermittlung -- und damit die Korrektur -- eines Farbstiches umso schwieriger ist, je dunkler die betroffenen Tonwerte sind. Denn das Auge neigt dazu, Farbstiche anhand der Lichter zu beurteilen und Farbstiche in den Schatten zu übersehen.
Einige Bildbearbeitungswerkzeuge, die Tonwerte, Helligkeit, Gradation und Farbbalance beeinflussen, erhalten die Farbintegrität, andere zerstören sie. Zu diesem Thema sowie zur Frage nach dem besten Workflow zur Tonwert- und Farbkorrektur empfehle ich folgende Links:
http://www.c-f-systems.com/ColorIntegrity.html
http://www.c-f-systems.com/ColorNegs.html
http://www.c-f-systems.com/Phototips.html
http://www.c-f-systems.com/index.html
Achtung -- das ist furchtbar viel zu lesen, selbst wenn man sich auf die praktisch orientierten Seiten beschränkt (es gibt dort auch viel Theorie zu finden, für die unerschrockenen Akademiker unter uns)! Das Thema ist nun einmal komplex. Doch wer sich da durchkämpft, wird viel lernen. Ich fand es jedenfalls äußerst hilfreich.
Olaf
Björn

Re: Tonwertkorrektur - Zeitpunkt

Beitrag von Björn »


Um nicht viel Worte zu verlieren:
Es ist egal, da man bei einer Farbkorrektur (Auto-Farbe in PS) auch Tonwerte verändert. Es ist nur die Frage wie!
Grundsätzlich ist es aber sinnvoll zuerst den Tonwertbereich auf die vorhandenen FArben einzuschränken, um dann an die anderen Korrekturen zu gehen. Ich empfehle hier den Einsatz von Korrekturebenen, da man sie rückgängig machen kann.
Ric

Re: Tonwertkorrektur - Zeitpunkt

Beitrag von Ric »


Hallo Björn,
was meinst Du mit "auf die Farben einzuschränken" ?
Gruß,
Ric
Björn

Re: Tonwertkorrektur - Zeitpunkt

Beitrag von Björn »


wenn Du Dir ds Histogramm eines Rohscans anschaust, dann wirst Du in den hellen und dunklen Bereichen einfach eine Nulllinie finden. Dies bedeutet, dass dort keine Pixel mit der besagten Farbe vorhanden sind. Wenn es sich nicht um ein spezielles Motiv (High-Key oder Low-Key) handelt, dann sollte man die Tonwerte auf 255 (oder 250) und 0 spreizen. Dies macht z.B. der auto-Kontrast von PS. So kann man das ganze Spektrum ausnützen.
michah

Re: Tonwertkorrektur - Zeitpunkt

Beitrag von michah »


Verstehe ich dich richtig:
mit "Tonwerte auf 255 und 0 spreizen" meinst du:
die vorhandenen Leerbereiche am Anfang und Ende der Kurven abschneiden
(also die Spreizung zunächst THEORETISCH VERRINGERN)
sodass danach sowohl in RGB als auch in jeder einzelnen Farbe das ganze Spektrum zwischen 255 und 0 "ausgefüllt" ist
???
Grüße von M.
Micha

Einstellen der Photoshop Automatik

Beitrag von Micha »


Wenn man mit der Photoshop Tonwertautomatik arbeitet, sollte man das nur nach dem Setzen der Weiss- und Schwarzpunkte auf 0,01 als Standardwerte machen. Mit der ursprünglichen Grundeinstellung ist der Beschnitt vor allem in den Schattenpartien zu stark.
Björn

Re: Tonwertkorrektur - Zeitpunkt

Beitrag von Björn »


JA, genau das ist gemeint. Aber bitte die Standardeinstellungen des BEschnitts je nach Motiv ändern. Ich verwende 0,01 oder 0,02
Björn
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