Dia scannen vom Stapel: DigitDia 4000 oder Coolscan 5000?

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ms

Dia scannen vom Stapel: DigitDia 4000 oder Coolscan 5000?

Beitrag von ms »


Bin neu in der Scannerwelt und stehe vor einer Kaufentscheidung zwischen dem Reflecta DigitDia 4000 und dem Nikon Coolscan 5000 ED. Habe mich bereits auf der website informiert, aber noch ein paar offene Fragen.
Vielleicht kann mir jemand weiterhelfen. Bin dankbar für jede Hilfestellung!
Zu scannen sind 20.000 Dias in Hama DSR quer Rahmen und Universalmagazinen DIN 108.
1)Da der DigitDia angeblich mit Universalmagazin und 1,6mm Rähmchen öfters hängen bleiben soll: Ist hier der Slide feeder von Nikon im Vorteil?
2)Beim DigitDia gibt es mit Silverfast keine IT8-Kalibrierung. Ist dies ein Nachteil für den Coolscan, oder gibt es hier noch was anderes?
3)Welche Software ist besser: Silverfast oder Nikon? Wer hat Erfahrung mit beiden?
4)Wer stand möglicherweise vor einer ähnlichen Entscheidung? Welcher ist dann der Auserwählte geworden? Zufrieden? Oder gibt es noch weitere Alternativen?
5)Plane digitale Überblendshows mit den Scans. Was ist hierfür besser geeignet: TIF-Format oder JPG in hoher Qualität?

Klaus Bratz

Re: Dia scannen vom Stapel: DigitDia 4000 oder Coolscan 5000?

Beitrag von Klaus Bratz »


Zu Deiner Kaufentscheidung kann ich nichts beitragen, weil ich den Nikon besitze und den Reflekta nicht kenne.
Zu den 20.000 Dias sage ich, dass du dir keinen größeren Gefallen tun kannst, als mindestens 50% auszusortieren (bei mir waren es 75% - oft schmerzlich). Du brauchst sie ja nicht gleich wegzuschmeißen! Du darftst trotz aller Stapeljobs und Automatiken den Zeitfaktor nicht aus den Augen verlieren.
zu 1: Bei mir arbeitet der Feeder einwandfrei. Allerdings müssen die Dias erst aus dem Magazin raus und dann wieder rein. Max. jeweils 50. (das wären bei dir 800 Vorgänge!)
zu 3: Ich arbeite zur Zeit nur mit der Nikonsoftware. Dort kann ich alles machen, was ICH brauche. Im Forum gibt es dazu unterschiedliche Meinungen. Der Rest läuft über Photoshop.
zu 5: TIF mit 48 Bit Farbtiefe bei höchster Auflösung so lange, bis der geamte Nachbearbeitungsprozess abgeschlossen ist. Erst dann auf 24 Bit, die geforderte Bildgröße und leichte Kompression in JPG runterrechnen.
Ich wünsche dir langen Atem und anhaltende Freude an deinen Bildern.
mb277

Re: Dia scannen vom Stapel: DigitDia 4000 oder Coolscan 5000?

Beitrag von mb277 »



Hallo,
ich habe 30.000 Dias zu scannen, ebenfalls Hama und Din Magazin.
Tendiere allerdings stark zum Reflecta, weil billiger und ich habe die Hoffnung, damit den Scan mehr "nebenher" laufen lassen zu können.
Morgens mal eben mit der Zahnbürste die 50 Dias aus dem Magazin zu kippen und in den Nikon Slidefeeder zu legen kann ich mir nicht besonders gut vorstellen - ein Magazin reinzuschieben und ein paar Clicks zu machen schon eher.
Auf das letzte Quäntchen Qualität kann ich gut verzichten, meine Dias sind alle Privat und sollen nicht für Hauswandgroße Werbekampagnen verwendet werden... die werden höchstens in Albumgröße oder am Beamer gebraucht.
Und fürs Scannen lange brauchen tut man so oder so, finde aber den Automatisierungsgrad beim Reflecta definitiv höher weil man die Dias nicht aus dem Kasten nehmen muss.
Ich warte nun allerdings noch ein paar Wochen mit dem Kauf des Reflecta, da die Software wohl jeden Monat besser wird und ich ausserdem den Scanner MIT der Silverfast Software im Paket gleichzeitig erwerben will.
Ich interessiere mich nat. auch für deine Entscheidung und deren Argumente.
Viele Grüße,
mb277

FrankV

Re: Dia scannen vom Stapel: DigitDia 4000 oder Coolscan 5000?

Beitrag von FrankV »


Aus Kostengründen habe ich mich für den DigitDia4000 entschieden. Der läuft jetzt bei mir seit 2 Wochen jede Nacht und im wesentlichen stabil.
Die Entscheidung für eine Version mit ICE war unbedingt richtig. Ich habe mal Probescans gemacht ohne dies und das war keine Freude.
CS-Magazine liefen alle fehlerfrei, bei den stärkeren Rähmchen hatte ich bei bisher ca. 10 Kassetten 2 Blockaden. Dort lief schon das Dia eindeutig schlecht im Magazin. Wenn man vor dem Scan das Magazin einmal durch den Scanner laufen läßt, so denke ich, kann man diese kritischen Stellen im Vorfeld erkennen und vorbeugen.
Mit der beigefügten Software konnte ich nicht viel anfangen. Ich habe mit eine aktuelle Version vuescan gekauft und komme damit sehr gut zurecht. Bisheriger Nachteil: Man mußte die dias alle als Querformat scannen, also vorher drehen. Heute kam aber per Mail ein Update für vuescan, wo dieser Fehler beseitigt ist. Dadurch kann man die Magazine wirklich nehmen wie sie sind.
Der Vorschlag, die Anzahl Dias vor dem Scannen nochmal zu reduzieren, ist Geschmacksache. Da müßte mal alle aus den Magazinen nehmen und auf dem Leuchttisch bewerten. Kostet auch Zeit! Ich habe alle gescannt und danach auf dem Computer wieder reduziert. Das ist für mich viel angenehmer.
Von den Scans habe ich die besten am PC nachgearbeitet und schon viele Bilder 13/18 belichten lassen. Sehr gute und gleichmäßige Qualität! Diese ist mit den Originalen, wo es doch manchmal leichte Belichtungsmängel gibt, nicht erreichbar.
Einige Testposter habe ich in 30/45 belichten lassen. Die Schärfe ist noch akzeptabel, kommt nicht ganz an Originalabzüge ran. Dafür sind sie bearbeitet und farblich besser. Hier überlege ich, ob ich mal einige Probescans woanders fertigen lasse, um zu sehen, ob man da vielleicht Unterschiede erkennt. Werden aber sicher marginal sein.
Für die farbliche Beurteilung meiner mit dem DigitDia4000 gescannten Fotos empfehle ich diesen Link:
http://community.webshots.com/scripts/e ... =288055881
Die Auflösung habe ich heruntergesetzt.
Olaf

Re: Dia scannen vom Stapel: DigitDia 4000 oder Coolscan 5000?

Beitrag von Olaf »


Hallo Frank,
ich wollte mir deine Scans mal anschauen, leider bekomme ich keinen Zugriff:
"You do not appear to be the owner of this album.
Make sure you are logged in."
Gibt es eine Möglichkeit, das freizuschalten?
Gruß
Olaf
FrankV

Beispielscans vom DigitDia

Beitrag von FrankV »


Entschuldigung, das war mein persönlicher Link. Hier ist der öffentliche, der nun hoffentlich klappt!
http://community.webshots.com/user/lindolf
ms

Re: Dia scannen vom Stapel: DigitDia 4000 oder Coolscan 5000?

Beitrag von ms »


Hallo Klaus,
vielen Dank für Deine Ausführung!
Welche Rahmen benutzt Du?
Wie versteht sich die Archivierung zu Punkt 5?
Tif oder jpg - oder beide? Kannst Du mir das genauer erklären?
Viele Grüße
ms

Re: Dia scannen vom Stapel: DigitDia 4000 oder Coolscan 5000?

Beitrag von ms »


Hallo mb277,
entschieden habe ich mich noch nicht. Favorisiert war der DigitDia bis ich: http://www.fotocommunity.de/forum/read. ... 76&t=33576
gelesen hatte. Hiernach soll die Qualität erheblich schlechter sein.
Entscheidend ist aber die Tatsache, ob Hama 1,6 im DIN Magazin läuft.
HAT HIER JEMAND NEUESTE ERFAHRUNGEN ??
Bei einem Paximat Dia Projektor nervt mich bereits die Tatsache, dass der Schieber öfters in oben genannter Kombination hängen bleibt oder einfach vorbeirutscht.
Umrahmen auf CS werde ich sicherlich nicht, und wenn das Universal-Magazin immer hängen bleiben sollte, würde ich es lieber in Kauf nehmen den NikonSF morgens zu füttern.
Bei dieser Gelegenheit könnte ich die Dias mit Anti-dust-spray gleich reinigen.
Sonst habe ich beim DigitDia4000 mit IT8, ICE und Siverfast (ist die Version nun mittlerweile erhältlich?) keine Bedenken.
Vorerst viele Grüße,
ms

Klaus Bratz

Re: Dia scannen vom Stapel: DigitDia 4000 oder Coolscan 5000?

Beitrag von Klaus Bratz »


Das will ich gerne versuchen.
Zu Rahmen gibt es hier im Forum viele Hinweise und Empfehlungen. Ich kann dazu nichts sagen, weil in meinen alten Diabeständen alles wie Kraut und Rüben durcheinander geht - von dicker doppelter Glasrahmung bis zu dünnen Papprähmchen. Da muß ich durch, oft mit Umrahmung.
zu 5:
Grundsätzlich muß man wissen, daß TIF ein nicht komprimierendes Dateiformat ist, währen JPG darauf angelegt ist, die Dateigrößen kleinzuhalten. Deshalb werden bei JEDEM JPG-Speichervorgang die Informationen verdichtet und einiges geht dabei unwiederbringlich verloren. Das ist insofern sinnvoll, weil sonst Bilder im Internet gar nicht möglich wären. Man braucht nämlich für bestimmte Zwecke gar nicht alle Informationen, die in einem Originalscan oder in einer Digitalaufnahme enthalten sind. Ein Scanner liefert 4.000 dpi - für die Monitordarstellung braucht man nur 72 dpi. Meine Scans sind bis zu 110 MB groß - für das Web kann ich sie auf 100 kB reduzieren, und das Bild ist trotzdem gut betrachtbar - aber natürlich nicht mehr druckbar! (und so weiter)
Ganz anders sieht es aus, wenn man sich noch im Bearbeitungsprozess befindet.
Meine augenblickliche Methode ist, beim Scannen die größmögliche Information aus dem Original zu gewinnen. Meine Scans speichere ich im TIF-Format mit 3x16Bit ab.
Alle Korrekturen am Rohscan mache ich mit PScs. Bei allen Zwischenspeicherungen bleibe ich im TIF-Format, weil es verlustfrei geschieht. Die 48 Bit stellen eine sehr große Anzahl von Farb- und Helligkeistschattierungen dar. Die sind als Reserve zu betrachten, denn bei der Bildbarabeitung (Kontrast, Helligkeit, Sättigung ...) gehen natürlich auch Informationen verloren, aber es bleiben eben durch die Reserve noch genug übrig. Man kann das in den entsprechenden Histogrammen gut nachvollziehen.
Die nächsten Schritte sind nun sehr davon abhängig, was man braucht, was man will, Poster, Web, Diashow.
Meine Methode ist, die fertig bearbeitete TIF-Datei in voller Farbtiefe zu ARCHIVIEREN. Das sind sehr große Dateien, aber ich habe mich mit großen Wechselplatten versorgt. Von diesen Archivdateien ziehe ich mir für jeden neuen Anwendungsfall eine Kopie und reduziere jeweils auf die notwendige Bildgröße, Auflösung usw.
Erst an dieser Stelle kommt das JPG-Format bei mir ins Spiel.
Beispiel: Ich brauche 20x30cm Prints. Von TIF/48Bit/4000dpi reduziere ich auf JPG/24Bit/300dpi mit leichter Komprimierung. Das gibt handhabbare Datein (Upload zu Schlecker) und sehr gute Prints. Zweck erfüllt.
Im Forum findest du die unterschiedlichsten Ansätze, alle haben irgendwie ihre individuelle Berechtigung. Man könnte z.B. in einem Schnelldurchgang per Stapelverarbetung mit minimalen Scannereinstelungen eine Übersicht seiner Bestände erzeugen, das geht schnell(er) und braucht wenig Platz. Aus dieser Auswahl sucht man sich seine Schätzchen aus und scannt sie mit größerem Aufwand.
Oder man scannt gleich mit hohem Aufwand Dia für Dia und hat eine sehr gute Basis. Eine Stapelverarbeitung mit hoher Qualität für alle Dias im Magazin halte ich für ausgeschlossen, mit Ausnahme vielleicht von Serienaufnahmen.
Ich selber habe mich auch noch nicht für eine Methode wirklich festgelegt.
Soweit erstmal. Ansonsten: frag ruhig weiter.
ms

Archivierung in TIF oder JPG?

Beitrag von ms »


Hallo Klaus,
herzlichen Dank für Deine Ausführung! Wie Du schon sagst: „Wichtig ist was man will.“ Ich verfolge 2 Zwecke mit dem Scannen der Dias:
1) Diashows irgendwann mal mit beamer machen zu können, in einer Qualität vergleichbar mit digitalen SRL-Kameras. Bilder wie z.B. mit der EOS 20D werden ja auch im Normalfall in jpg gespeichert.
2) Digitale Kopien der Fotos (z.B. für Kinder) in einer Qualität, die diese noch in 10-15 Jahren benutzen können.
Nach einer Ausführung von Patrick Wagner auf seiner „filmscanner homepage“ hatte ich mich auf Scans mit 2700 dpi und jpg hohe Qualität festgelegt, wobei Dateien zwischen 2-3 MB entstehen würden. Oder ist das für diese Zwecke zu wenig ??
Meine Gründe für jpg sind:
1) Laufen digitale Überblendprogramme (wie z.B. pinnacle studios) überhaupt mit tif Dateien?
2) Würde ich mein Archiv in tif speichern, hätte ich neben viel Speicherplatz noch folgendes Problem: Die Möglichkeit alle archivierten Bilder auch mal direkt über Diashow aus windows XP heraus am Monitor zu schauen ist aktuell mit tif nicht gegeben. Ich müsste alle in jpg umwandeln.
3) An Postern oder A3 Prints besteht momentan kein Interesse, könnte im Einzelfall doch noch einen extra 48bit/tif Scan machen.
Vielleicht liege ich auch falsch mit meinen Überlegungen, eine vernünftige Lösung zwischen guter, digitaler Qualität und oben genannten Gründen für meine 2 Zwecke zu finden.
Erlaube mir bitte eine Frage noch: „Was würdest Du in diesem Falle machen?“
Viele Grüße!
ms

Björn

Re: Archivierung in TIF oder JPG?

Beitrag von Björn »


Hallo,
ich würde n keinem Fall im jpg-Format archivieren. Weißt Du was Du in 5 oder 10 Jahren mit den Daten machen möchtest? Dann kommt das große Erwachen...
jpg bietet sich zwar an, da es von vielen Programmen unterstützt wird, ist jedoch verlustbehaftet. Speicherst Du solch eine Datei nur ein zweites Mal ab, dann sind Deine Daten schon viel schlechter geworden.
Björn
Klaus Bratz

Re: Archivierung in TIF oder JPG?

Beitrag von Klaus Bratz »


Gern!
Ich komme nochmal auf meine Grundüberlegungen zurück: Ich unterscheide zwischen Archivierung und Anwendung(en)!
Ich archiviere in der höchstmöglichen Qualität. Was ich hab, hab ich. Was auf mich zukommt, weiß ich nur in aktuellen Teilaspekten - der Verlauf der nächsten Jahre ist Spekulation.
Für meine aktuellen Anwendungen ziehe ich aus meinen Archiven die benötigten Kopien und bringe die Basisdateien in genau die Form, die angemessen ist.
Auf dich bezogen:
- niemals wirst du deine ganzen 20.000 Bilder auf einmal als Diashow unter Windows laufen lassen, wohl aber vielleicht "Best of Taiwan 2002". Also: neuer Ordner/45 ausgewählte Bilder kopieren/mit Stapelverarbeitung tranformieren/Fertig//Vorführen/ggf. löschen oder speichern.
Diese Methode ist nicht ein Entweder/Oder, sondern ein Sowohl/Als auch.
Die erwähnte Stapelverarbeitung mache ich mit dem genialen kostenfreien IrfanView.
Du hast natürlich, wie wir alle, auch noch ein Problem mit der übersichtlichen Organisation deiner vielen Bilder. Aber das ist wieder ein ganz anderes Thema.
Vielleicht noch ein Tip: Natürlich kann ich in meinen großen Basisdateien nicht schnell herumblättern - aber mit IrfanView ist es ein Leichtes, sich einen Katalog mit kleinen Bildern herzustellen, die in einer Ecke den Dateinamen als Text enthalten (zusätzlich sind noch andere Angaben wie Pfad, Datum usw möglich). Damit ist rasend schnelles Anzeigen dann kein Problem mehr.

Erich Heinbücher

Re: Dia scannen vom Stapel: DigitDia 4000 oder Coolscan 5000?

Beitrag von Erich Heinbücher »


Hallo ich versuche mich mit der vuescan software version 1.15 und habe nur negative erfahrungen. was ist das denn für eine version von der du sprichst "vuescan"
gruss erich
AchimK.

Re: Dia scannen vom Stapel: DigitDia 4000 oder Coolscan 5000?

Beitrag von AchimK. »


"VueScan" (zzt. Version 8.1.43) ist, wie auch "SilverFast", ein eigenständiges Scanprogramm. Eine kostenlose Testversion (mit allen Programmfunktionen, Scans werden mit Wasserzeichen versehen) kann unter www.hamrick.com herunter geladen werden (rd. 2 MB).
Gruß,
AchimK.
Gesperrt