Optimale Cyberview-Einstellungen für DigitDia?

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Olaf

Optimale Cyberview-Einstellungen für DigitDia?

Beitrag von Olaf »


Ich habe den DigitDia 4000 seit einigen Tagen bei mir stehen, nachdem ich lange hin und her überlegt habe: Schlechte Tests über Reflecta, nützliche Infos von Patrick Wagner (filmscanner.info) etc... Jetzt habe ich das Ding und ich muss sagen, es arbeitet ganz ordentlich!
Nur diese Software und diese Dokumenation! *grübel*
Da die Doku zu allen wichtigen Punkten schweigt, fehtl mir die Erfahrung, welche der Einstellungen in Cyberview zu einem guten Ergebnis führen. Noch genauer: zu einem guten Ergebnis bei Batchscans, die man in einem Bildbearbeitungsprogramm weiter verbessern möchte.
Ich meine weniger die Auflösung (1800 oder 3600) als vielmehr Einstellungen, die gewährleisten, dass beim Scan möglichst alle Bildinformationen erhalten bleiben, aber trotzdem alle Tonwerte genutzt werden sollten.
Also z.B.: Benutze ich die Tonwertkorrektur oder AutoGamma+AutoKontrast. Was stelle ich noch so ein? ROC/GEM? Lassen sich Batchscans vorher kalibrieren anhand von 1-2 Dias? Und: Wie kann ich die 48-bit-Speicherung verwenden, wenn kein 16-bit-Bildverarbeitungsprogramm beiliegt und nur teure Zusatzsoftware das leistet?
Sicherlich gibt es schon einige unter Euch, die mit dem DigitDia 4000 oder auch dem 3600 und Cyberview Erfahrungen gesammelt haben.
Einige Tipps könnten mir Stunden an mühsamen Tests ersparen...
Gruß
Olaf

Joe

Re: Optimale Cyberview-Einstellungen für DigitDia?

Beitrag von Joe »


Um das eigene Ausprobieren wirst Du nicht rumkommen. Jeder hat andere Ansprüche und muss selbst rausfinden womit er zufrieden ist.
Persönlich habe ich nicht vor die Scans alle noch mal nach zu bearbeiten (was bei ca. 10.000 Dias auch viel zu zeit-intensiv wäre).
Also scanne ich mit 3600 dpi, beste Qualität, 16 Bit, ICE, Auto-Belichtung. Gespeichert wird als jpg best.
Olaf

Re: Optimale Cyberview-Einstellungen für DigitDia?

Beitrag von Olaf »


Hallo Joe,
danke erst mal für den Tipp! Autobelichtung werde ich mal anschalten.
> Um das eigene Ausprobieren wirst Du nicht rumkommen. Jeder hat andere Ansprüche...
Naja, ein zwei Tipps werden schon für (fast) alle Ansprüche nützlich sein.
Ich habe z.B. viele alte Dias meiner Eltern aus den 60ern, die nicht optimal - will heißen: zu dunkel - belichtet sind. Wenn ich mir das Histogramm in Cyberview anschaue, sind die Werte nur schmalbandig verteilt. D.h. es werden z.B. nur 100 von möglichen 255 Farbwerten verwendet. Dann muss ich entweder bei der Belichtung deutlich heller stellen oder beim Histogramm den rechten Schieber verstellen oder doch Auto-Kontrast verwenden?
> Persönlich habe ich nicht vor die Scans alle noch mal nach zu bearbeiten (was
> bei ca. 10.000 Dias auch viel zu zeit-intensiv wäre).
10.000? Oje... Da sollte man am besten Single sein! ;-)
> Also scanne ich mit 3600 dpi, beste Qualität, 16 Bit, ICE, Auto-Belichtung.
> Gespeichert wird als jpg best.
Hört sich gut an. Nur das Cyberview-JPG würde ich zur Archivierung nicht verwenden, denn man sieht deutliche Klötzchenbildung durch die hohe Kompression. Zumindest wenn du die Bilder doch noch nachbearbeitest, solltest du das TIFF-Format verwenden!
Mein Tipp: Um Speicherplatz zu sparen, würde ich zuerst als TIFF speichern, dann in Abständen mit der Stapelverarbeitung von Photoshop El. (oder FixFoto) die TIFF-Bilder als JPG abspeichern, allerdings weniger stark komprimiert.
Gruß
Olaf
Joe

Re: Optimale Cyberview-Einstellungen für DigitDia?

Beitrag von Joe »


Mir reicht das JPG aus CyberView - für die meisten Fälle reduziere ich die Grösse der Bilder anschliessend noch auf 1024 x 768 (bzw. 1280 x 1024) das reicht für meine Belange - von Klötzchenbildung sieht man dann auch nix.
Bei 60 Jahre alten Dias solltest Du mal mit ROC experimentieren das wirkt da wahre Wunder!
(Falls noch Fragen sind - bin jetzt erst mal 4 Wochen in Urlaub.. - aber n. Woche soll es bei Reflecta ja eine neue CyberView Version geben. Da hat man dan ja eh wieder viel zu "Experimentieren")
Olaf

Re: Optimale Cyberview-Einstellungen für DigitDia?

Beitrag von Olaf »


In der Zusammenfassung also noch mal für mich:
1. Auto-Kontrast einschalten
2. ICE natürlich
3. ROC nur bei sehr alten Dias
4. Keine weiteren Korrekturen
5. 16/48-bit abspeichern
6. .....????
Was ist zum Beispiel mit der Belichtungssteuerung (heller/dunkler) und dem Auto-Gamma? Verwendet ihr das?

jhw

Re: Optimale Cyberview-Einstellungen für DigitDia?

Beitrag von jhw »


Frage dazu:
Wie erreicht man, dass Cyberview die Einstellungen (z.B. für Farbe) für ein ganzes Magazin übernimmt, ohne dass man vorher vom ganzen Magazin Vorschauen erstellen muss?

Ansonsten empfehle ich auch:
Auto-Belichtung ein
Auto-Gamma aus
ROC nur bei alten Dias

Olaf

Re: Optimale Cyberview-Einstellungen für DigitDia?

Beitrag von Olaf »


Ich melde mich mit meiner Anfrage noch einmal zurück, weil ich noch keine befriedigende Lösung habe.
Ich habe mittlerweile einige Diakästen mit 35 Jahre alten Dias eingescannt und noch keine befriedigenden Cyberview-Einstellungen hinbekommen. Die Grundqualität der Scans (Dichte, Kontrast, Auflösung) ist in Ordnung, nur müssen die Fotos häufig noch nachbearbeitet werden, da bei vielen der vorhandene Farbstich noch drin ist bzw. der Kontrastumfang nicht ausgenutzt wurde.
Mein Fazit:
- Ich verwende Cyberview nur zum Erzeugen von 16bit-TIFF-Dateien.
- Ich nutze nur ICE und habe alle AUTO-Funktionen ausgeschaltet.
- Ich mache alle Verbesserungen (AutoKontrast, Farbverbesserungen) mit meinen beiden Fotoprogrammen PS 7 und FixFoto. Das geht gut, aber ich brauche halt Zeit für die Nachbearbeitung.
Alle getesteten Auto-Einstellungen (AutoKontrast, AutoGamma, ROC, Belichtung) haben bei mir sehr unzuverlässige Ergebnisse gebracht.
Eure Erfahrungen? Oder muss ich wirklich Silverfast kaufen, wenn ich den Komfort möchte, die Fotos nicht unbedingt nachbearbeiten zu müssen?
Gruß
Olaf
AchimK.

Re: Optimale Cyberview-Einstellungen für DigitDia / VueScan

Beitrag von AchimK. »


Alternativ empfehle ich, einmal mit VueScan (Testversion unter www.hamrick.com) und den diversen Einstellmöglichkeiten zu scannen und auszutesten, ob dies zu den gewünschten Ergebnissen führt.
Gruß,
Achim
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