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Qubyx ???
Verfasst: Samstag 26. Februar 2005, 00:48
von Ernst
Hat jemand Erfahrung mit Scannern der Marke "Qubyx"; erhältliche Modelle sind "Qubyx Pro 42" und "Qubyx Pro 48" (2400 x 1200 dpi, 48bit, mit Halterungen für Negative,), werden in der Produktbeschreibung als profi-scanner und für pre-press geeignet angepriesen, führen aber (zumindest im www) ein exoten-dasein ???
Ernst
Re: Qubyx ???
Verfasst: Montag 28. März 2005, 23:50
von Jürgen
Ich bin Werbefotograf und benutze den Qubyx Pro 48 in Verbindung mit SF Ai seit einigen Jahren für Mittel-und Großformatdias auf Empfehlung unser Laborlieferantin. Ich hätte damals lieber den Microtek 4500 genommen, der war aber gerade vergriffen und ein Auftrag mußte dringend bearbeitet werden.
Die angegebene Auflösung von 1200 dpi ist ein ehrlicher Wert für ein Gerät, für das ich 5500 DM netto bezahlt habe. Wenn ich sehe, was heute für den Epson 4990 und Canon 9550F angegeben wird, könnte man neidisch werden. Ich halte jedoch 1200 dpi für sehr und eine max. Dichte von 4,2 (gemessen von Publishing Praxis waren 3,9) für fast realistisch. Im Tiefenbereich ist das Rauschen sehr gering. Es gibt jedoch regelmäßig chromatische Abberationen an Kanten. Hier sind Digitalkameras schon besser. Das Gerät gibt es derzeit für 999 € bei Wehmeyer.
Es wäre sehr interessant, ob besagte Konkurrenten da mithalten können. Der Qubyx ist allerdings sehr, sehr langsam, hat nur SCSI II - Anschlüsse und ist für KB nicht ausreichend auflösend und für Aufsicht zu langsam. Eigentlich nur eine Alternative für sehr teure Großformat-Filmscanner.
Re: Qubyx ???
Verfasst: Montag 4. April 2005, 10:21
von Jörn Schneider
Hallo Zusammen,
diese Scanner wurden bis 2000 von der japanischen Firma PFU hergestellt. Bis 2000 lag die Distribution im deutschsprachigen Raum bei Quatographic. Mit der Übernahme durch Fujitsu im Jahre 2000, wurde die Produktion eingestellt. Das was man heute noch von Qubyx kaufen kann, sind also recht alte und sehr langsame Schätzchen - auch wenn sie noch fabrikneu sind. Die Ersatzteillage wird auch von Jahr zu Jahr schwieriger werden...
Die 1.200dpi und auch die Dichte lassen sich mit den nötigen ISO Vorlagen recht gut nachvollziehen. Erwarten Sie nicht zu viel von einem Epson oder Canon. Beide Geräte arbeiten mit Staggered CCDs (sie benutzen nicht eine große, rauscharme CCD, sonder multiple, zusammengesetzte kleine CCDs) und diese erreichen meist die Auflösung einer der Scanzeilen plus 25%. Im Falle des Epson 4870/4990 und des Canon 9950 heißt dies: ca. 1.100 - 1.200dpi. Die angegebenen 3.200 oder 4.800 DPI erreichen diese Geräte nicht. Die Nettoauflösung bleibt - egal wie hoch eingescannt wird - nur beim o.g. Wert. Diese neuen Scanner können sich qualitativ und erst recht nicht von der Robustheit vom alten PFU absetzen. Aber sie sind schneller und besser für aktuelle Betriebssysteme geeignet.
Gruß
Jörn S. Schneider