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nicht zufrieden mit NIKON 5000 Scanner
Verfasst: Donnerstag 17. Februar 2005, 06:55
von Aichinger Thomas
Hallo alle
vor einem halben Jahr habe ich mir einen Nikon Coolscan 5000 zugelegt. Ich war stolz und begeistert.
Aber nun hat mir eine Bildagentur folgendes zurückgesendet:
>> einigen Bilder das typische Nikon Scan-8Bit-Problem festgestellt haben..
>> und dadurch fallen einige Bilder aus.
>> Anscheinend muss auch beim Coolscan 5000 wie bei allen vorgängern
>> sinnloserweise mit 16 bit gescannt werden, weil der scan sonst nichteinmal
>> 8(echte) Bit Farbtiefe liefert..
Mein Workflow:
* Ich scanne mit Silverfast Vers > 6.0 Ai im Stapel dadurch 48 Bit (ca 120MB) das ist A3 genau das was der Scanner noch kann
* anschliessend mit Silverfast HDR Vers > 6.0 (mit dem Jobmanager) dabei werden die Bilder in 24 Bit-Bilder gewandelt (ca 60MB)
* Anschliessend werde diese Bilder im Photoshop CS auf Kratzer und Verschmutzung durchsucht und diese beseitigt.
* Gespeichert wird das Bild jedesmal in einem TIFF-Format unkomprimiert
* Danach gibt es nur mehr eine Beschlagwortung der IPTC-Daten mittels IMatch
Ist das normal? Hat zu diesem Them jemand was zu sagen? Hat jemand gleiche Erfahrungen gemacht? Gibt es Verbesserungen?
Danke für Eure Mithilfe
Schöne Grüsse
Thomas Aichinger
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Re: nicht zufrieden mit NIKON 5000 Scanner
Verfasst: Donnerstag 17. Februar 2005, 07:47
von Jogge
Servus, Thomas!
Was ist denn das für ein Problem mit den 8 Bit? Habe bislang noch nichts davon gehört - läßt sich die Datei nicht laden oder ist's ein optisch sichtbarer Fehler?
Und was den Workflow betrifft: Es fällt auf, dass deine einzelnen Arbeitsschritte erfordern, die Bilddatei häufig neu zu laden und zu speichern. Vielleicht liegt da irgendwo der Fehler? Alleine schon die Staub- und Kratzerentfernung funktioniert doch hardwareseitig mit dem 5000 bestens. Und warum scannst du nicht gleich mit 8 Bit, wenn du die 48 auf 24 herunterkonvertierst (vorausgesetzt, du hast den Bearbeitungspunkt 'Farbkorrektur' nicht unterschlagen). Beide Punkte würden jeweils einmal laden und speichern ersparen und somit das Fehlerpotential minimieren ...
Re: nicht zufrieden mit NIKON 5000 Scanner
Verfasst: Donnerstag 17. Februar 2005, 09:07
von Aichinger
Also es handelt sich um einen Optischen Fehler. Genau kann ich das auch nicht beurteilen. Das sagt eben die Agentur.
Ich arbeite wie gesagt mit Silverfast und das Programm kann alle Daten genau so speichern wie sie vom Scanner (unbearbeitet) kommen. Das ist eben ein 48 Bit Format. Silverfast sagt dazu eben HDR. Mit diesen Daten kann dann nur mehr Silverfast-HDR oder der Photoshp weiterarbeiten.
Warum ich nicht die Staub und Kratzer entfernung aktiviere? Weil das das eine bestimmte weichzeichnung bekommt, was zur Folge hat dass grosse Bildvergrösserungen nicht mehr zu 100% scharf sind. Schau es dir an du wirst sehen. Auch das Problem hatte ich bereits mit einer Agentur. Es ist so besser allle Daten einlesen und das manuell zu machen - so traurig sich das anhört. Leider verlange ich von meinem Scanner die höchste Auflösung ab.
Ein TIFF-Format kann man so oft wie man will öffnen und wieder speichern, ohne nur den kleinsten Verlust zu erkennen, ganz im Gegenteil zum JPG-Format.
Aichi
Re: nicht zufrieden mit NIKON 5000 Scanner
Verfasst: Donnerstag 17. Februar 2005, 09:58
von Zuul
Mich würde auch mal interessieren, was deine Agentur da für Kritik anbringt.
Das würde ich mir aber mal erklären lassen!
Re: nicht zufrieden mit NIKON 5000 Scanner
Verfasst: Donnerstag 17. Februar 2005, 10:03
von Aichinger Thomas
Hallo
Also ich habe als Anhang einen Ausschnitt bekommen. Wenn ihr mir sagt wohin ich es senden soll so werde ich es dor hinschicken.
Wenn ich ehrlich bin merkt man an dem Bild schon gewaltige Übergänge. Ich muß mir erst mal das Original ansehen. Vielleicht ist das Bild gar nicht zu scannen.
Kann es sein das durch das Weißpunktsetzten im Silverfast die Software nicht zurechtkommt, dass ein ordentlicher Farbübergang zustande kommt?
Habe das Thema bereits an Silverfast weitergegeben.
Schön langsam habe ich genug vom Scannen. Wen der Umstieg auf eine Digitale Kamera nicht so teuer wäre.... (Unterwasser)
http://www.unterwasserfoto.at
Re: nicht zufrieden mit NIKON 5000 Scanner
Verfasst: Donnerstag 17. Februar 2005, 10:53
von Ogando Fotodesign
Hallo,
also es würde mich doch sehr wundern, wenn der Fehler nicht bei einer Einstellung in der Software liegt. Benutzt du die Belichtungsautomatik, bist du IT8.kalibriert, zerrst du zu stark an Histogramm (Lichter, Farbraumstauchung), Gradationskurve, sind die "Zentrierungen" der Farbkanäle grundsätzlich verschoben, oder justierst du die selektive Farbkorrektur in Silverfast jenseits der durchgezogenen Linie, bis die Kanäle leer sind? Die Software ist zwar im letzten Jahr viel besser geworden, aber alles hat seine natürlichen Grenzen.
Wenn dein Weißpunkt im Densitometer (korrespondierend mit den Photoshop Farbeinstellungen) in den Lichtern eine Deckung von cyan5, magenta3, yellow4 aufweist und in den Spitzen nicht unter 3cyan geht, sollte es kein Problem geben.
USM-Radius bei Pixelmatirx 3x3 = kleinste Stufe lassen!!
Schwärzen kann man anziehen. Wenn du die Installationsvoreinstellungen bezüglich Lichter 2%, Tiefen 98% beläßt, bist du auf der sicheren Seite.
Lieber tendenziell weiche Scans machen, die die Pixelstruktur zusammenlassen und bei der Gradation Spielräume.
Bzw. Hast du unter SF-Optionen Auto-Schwellenwert Lichter, Auto-Schwellenwert Tiefen die Klickbox "Stufen" leergelassen. Das solltest du!! Wenn man das alles einhält sollte nichts wesentliches schiefgehen. Das Umladen der Dateien dürfte sich hier innerhalb des SilverFastworkflows nicht auswirken. Entspricht auch nicht meinen Erfahrungen. "Nikon-8 bit-Fehler" - noch nie gehört und IMHO eher verwirrend.
P.S.: Das lange SilverFast-Manual (SF-Downloads) ist übrigens auch didaktisch excellent und führt wirklich jeden souverän an Herrschaftswissen heran. Das war mein erstes Scanbuch und ist eins der besten geblieben.
Gruß Ogando - durch Zufall über ´ne Google-Recherche gestern mal hier reingeschneit - siehe gestrigen Nachzügler zu Nikon LS 8000.
Re2: nicht zufrieden mit NIKON 5000 Scanner
Verfasst: Donnerstag 17. Februar 2005, 12:09
von Ogando Fotodesign
Ich vergaß:
Bekannt sind beim LS 5000 und Nikon Scan jedenfalls Artefaktbildungen in Verbindung von Colornegativ starken (Gegenlicht-)Kontrasten und ICE-Betrieb, obwohl die kleinen Nikonscanner mit nur einer Lesezeile arbeiten, anders als die LS 8000/ 9000, die wiederum keinen Fehler im ICE-Betrieb haben, sondern woanders.
In jedem Fall lautet der internationale Oberbegriff für dieses Thema: "Banding".
So weit ich weiß, läßt sich in Nikon Scan 4 derzeit ein Fehler des LS 5000 im ICE Betrieb nur durch Abschalten von ICE umschiffen, wenn er auftritt. Bei SilverFast weiß ich es nicht. Ich habe den Scanner nicht persönlich.
Ogando
Re: nicht zufrieden mit NIKON 5000 Scanner
Verfasst: Donnerstag 17. Februar 2005, 13:41
von Achim
In SilverFast Ai kann für die Farbtiefe per Menü die Einstellung "48 -> 24 Bit" gewählt werden. Dadurch werden die Bilder mit vollen 48 Bit eingescannt, jedoch mit 24 Bit abgespeichert (ein separater Arbeitsschritt erübrigt sich dadurch).
Zur gundsätzlichen Frage "Wie viele Bit braucht der Mensch?" ein Zitat aus dem Buch Digitale Highend-Fotografie von Kraus/Padeste:
"Zieht man das Differenzierungsvermögen des menschlichen Auges in Betracht, so stellt man fest, dass mit einer Kodierung von 8 Bit pro Kanal (Anm.: gesamthaft 24 Bit) bereits eine feinere Abstufung möglich ist, als sie das menschliche Auge auflösen kann...So gesehen ist eine Kodierung mit 8 Bit pro Farbkanal ausreichend. Andererseits gilt es zu bedenken, dass Bilder vielfach noch nachbearbeitet werden...Da die Werte der Digitalbilder immer nur aus ganzen Zahlen bestehen und deshalb Rundungsfehler auftreten, führen solche Operationen immer zu einem gewissen Informationsverlust. Dies kann dazu führen, dass in Farbverläufen störende Abstufungen sichtbar werden. Eine Kodierung mit bis zu 16 Bit (Anm.: gesamthaft 48 Bit) kann deshalb durchaus notwendig sein."
Daher sollten auch aus meiner Sicht - entsprechende Software vorausgesetzt - sämtliche Bildbearbeitungsschritte auf Basis einer 48bit-Fartiefe durchgeführt werden und erst als abschließender Schritt eine Abspeicherung in 24 Bit erfolgen.
Ansonsten sei, neben der sehr umfänglichen programmeigenen Anleitung, verwiesen auf "SilverFast - Das offizielle Buch" von Taz Tally (mitp-Verlag) mit überaus fundierten Erläuterungen und Anleitungen.
Um Software-bedingte Probleme ausschließen zu können, bietet es sich an, mal alternativ das Scanprogramm "VueScan" zu testen (
www.hamrick.com).
Viele Grüße,
Achim
Re: nicht zufrieden mit NIKON 5000 Scanner
Verfasst: Donnerstag 17. Februar 2005, 21:03
von Hein
Die Reaktion deiner Agentur ist seltsam. Ein Nikon Coolscan 5000 wird von vielen Fotografen und Agenturen benutzt. Versuche es mal mit Vuescan. ICE heißt dort infrared cleaning und sollte auf die Stufe 'light' gestellt werden. Dann sieht man keine Weichmachereffekte. Die Schwarz- und Weißpunkte lassen sich dort sehr fein einstellen.