Kalibrierung für einen Scannertyp ?

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Ralf

Kalibrierung für einen Scannertyp ?

Beitrag von Ralf »


Ich verstehe nicht, warum jeder Nutzer eines Scanners erneut die Kalibrierung der Farben mit e.g IT8 durchführen muss. Gibt es hier nicht bei jedem Scanner eines Typs die gleiche Korrekturtabelle ? Die Lichtquelle und der Sensor sollten doch bei einem Scannertyp immer wieder gleich sein.
Wolfgang

Re: Kalibrierung für einen Scannertyp ?

Beitrag von Wolfgang »


Hallo!
>Ich verstehe nicht, warum jeder Nutzer eines Scanners erneut die Kalibrierung der Farben mit e.g IT8 durchführen muss. Gibt es hier nicht bei jedem Scanner eines Typs die gleiche Korrekturtabelle ? Die Lichtquelle und der Sensor sollten doch bei einem Scannertyp immer wieder gleich sein.
Nein, jedes Gerät ist individuell!
Erstens gibt es Serienstreuungen der Geräte untereinander, zweitens kann ein mitgeliefertes Profil immer nur das Referenzgerät mit dem es erstellt wurde beschreiben und drittens altern die CCDs und die Beleuchtungsquellen. Aus genannten Gründen ist ein regelmäßig selbst erstelltes Profil immer besser!
Grüße
Wolfgang

Ralf

Re: Kalibrierung für einen Scannertyp ?

Beitrag von Ralf »


Ich glaube gerne, dass man Unterschiede messen kann, wuerde jedoch gerne mehr zur Groessenordnung lernen. Kann man die Korrekturtabellen analysieren ?
Ich denke an die Farbunterschiede die man frueher durch unterschiedliches Filmmaterial hatte. Diese waren ja gravierend, kann man die Scannereinfluesse dagegen vergleichen ?
Wolfgang

Re: Kalibrierung für einen Scannertyp ?

Beitrag von Wolfgang »


>Ich glaube gerne, dass man Unterschiede messen kann, wuerde jedoch gerne mehr zur Groessenordnung lernen. Kann man die Korrekturtabellen analysieren ?
Ich wüsste jetzt nicht wie man das analysieren sollte...
>Ich denke an die Farbunterschiede die man frueher durch unterschiedliches Filmmaterial hatte. Diese waren ja gravierend, kann man die Scannereinfluesse dagegen vergleichen ?
Hmm, indem man den Scanner kalibriert und ein Profil erstellt "misst" man ihn ja auf ein Target mit einem bestimmten Material ein. Solltest Du dann einen Agfachrome mit dem Profil eines Kodak scannst, wird es natürlich nicht so überragend sein als wenn Du ein Profil mit einem Agfa Target erstellt hättest! Wenn es das ist was Du meinst, musst Du für verschiedene Filmmaterialien auch verschiedene Targets bestellen und je ein Profil erstellen, welches Du dann bei zutreffenden Filmen verwendest. Ichmeine damit also Afga Film=Profil mit Agfa Target, Kodak Film=Profil mit Kodak Target usw.
So habe ich das wenigstens bisher verstanden...
Grüße
Wolfgang

Björn

Re: Kalibrierung für einen Scannertyp ?

Beitrag von Björn »


Wi schon geschrieben wurde, hat die (wenn auch sehr kleine) Serienstreuung einen extrem großen Einfluss auf die Farben. Eine Korrektur muss jedoch noch angefügt werden: Es altert weniher die CCD als die Lichtquelle.
Auf Deine Frage, ob man die "Korrekturtabelle" einsehen kann, kann ich ein klares jein geben.
Wenn Du ein Profil mit den handelsüblichen Softwares erstellst (z.B. SF), dann wird diese Tabelle nicht mit eingefügt. Du kannst nur mit einem Hilfsprogramm (z.B. Colorsync-Hekper von Apple) dieFrabkurven anschauen.
MAnche Software bettet auch eine Liste der Referenzfelder des it(-TArgets mit den Soll und IStwerten in das Profil ein. Für den Leihen sind diese DAten jedoch eher weniger interessant.
Björn
Tina

Re: Kalibrierung für einen Scannertyp ?

Beitrag von Tina »


SCanne mal ein Bild mit zwei gleichen Scanner-Modellen und du wirst staunen, dass da trotzdem zwei verschiedene Scans rauskommen. Dann ist auch deine Frage beantwortet.
Hein

Re: Kalibrierung für einen Scannertyp ?

Beitrag von Hein »


So dramatisch ist der Unterschied bei Scannern, die mit LEDs arbeiten gar nicht. In meinem Bekanntnkreis sind einige Reflekta Proscans und Nikon Coolscans vorhanden. Die Unterschiede der unkalibrierten Scanner ist uninteressant. Bei den alten Scannern, die mit Leuchstoffröhren arbeit(ete)n mußte man sogar häufiger kalibrieren, da die Leuchtmittel im Laufe der Zeit ihre Eigenschaften veränderten ohne grundsätzlich unbrauchbar zu werden.

Björn

Re: Kalibrierung für einen Scannertyp ?

Beitrag von Björn »


Hallo,
es ist richtig, dass Scanner die mit LEDs arbeiten eine etwas geringere Serienstreuung aufweisen, als die mit Leuctstoffröhren. Ich würde jedoch deutlich davon absehen dieses Leuchtmittel als "älter" im Sinne von veraltet zu bezeichnen.
Der Einsatz von LEDs ist bei Scannern nur eine Modeerscheinung, da man sich mit Ihrem Einsatz deutlich Nachteile erkauft. Besonders ist hier das extrem gerichtete Licht anzumerken, dass zu einem deutliche hervortreten des Korns führt, ws bei einer diffuseren Lichtquelle nicht so schnell passiert. Wichtig ist in diesem Zusammenhang, dass das hervortreten des Korns nichts mit einem höheren Auflösungvermögen zutun hat.
Professionelle Scanner arbeiten durchweg nicht mit LED-Leuchtmitteln.
Björn
Joe

Re: Kalibrierung für einen Scannertyp ?

Beitrag von Joe »


Also beim DigitDia 4000 bringt es absolut nix die Kalibrierungs-Dateien eines anderen DigitDia 4000 zu nehmen.
Das habe ich selbst ausprobiert - das Ergebnis war erheblich schlechter als ohne Kalibrierung!
..der DigitDia 4000 hat ja LED...
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