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Umstieg von Dimage Elite 5400 auf Nikon LS 5000 sinnvoll?
Verfasst: Samstag 12. Februar 2005, 09:37
von Wolfgang
Hallo zusammen!
Ich habe bis jetzt einen Nikon LS-30 und eine Minolta Dimage Scan Elite 5400 an meinem Mac im Einsatz. Beide Geräte werden mit Silverfast Ai 6+IT8 betrieben und ich habe festgestellt, dass der Unterschied in der Scanqualität nicht wirklich sooo groß ist, wie es die technischen Daten des Minoltas versprechen würden (Auflösung und Dichte). Natürlich hat der Minolta eine bessere Schärfe und die Dichte ist in dunklen Stellen schon besser als beim LS-30, aber nicht in dem Umfang wie dies die doch deutlich besseren Angaben dies erwarten ließen, ausserdem ist der Minolta bei Scanns mit gleicher dpi Anzahl schon sehr langsam gegen den Nikon. Nachdem beim Nikon LS-30 auch noch das ICE unter Mac OS X nicht mehr unterstützt wird, habe ich überlegt, eventuell auf einen LS-5000 umzusteigen und die beiden anderen Scanner zu veräussern. Der günstigere LS-5 scheidet wegen weniger Dichtewert und fehlendem Mehrfachscan leider aus.
Meine Frage nun (vorzugsweise an Leute die besagte Geräte selbst getestet haben):
Ist der zu erwartende Qualitätsgewinn beim LS-5000 wirklich so groß, dass eine solche Lösung sinnvoll wäre? Ich mache weder Auftragsscans, noch habe ich tausende Dias einzuscannen, ich arbeite nur im Druckvorbereich und bin von daher eben hinter der bestmöglichen Qualität her
Vielen Dank für Eure Meinungen im voraus!
Grüße aus Wien
Wolfgang
Re: Umstieg von Dimage Elite 5400 auf Nikon LS 5000 sinnvoll?
Verfasst: Samstag 12. Februar 2005, 11:26
von Björn
Hallo,
ich kenne beide Scanner sehr gut. Den Minolta kann ich nicht empfehlen, da das Gerät größere Qualitätsmängel hat. Auch ist die Scandauer indiskutabel. Ich persönlich würde die von Dir angedachte Lösung bervorzugen, da 1. der 5000er viel schneller ist, wenn er an einer USB 2.0 Schnittstelle betrieben wird, wenn Dein Mac nur eine USB 1.1 schnittstelle hat, dann ist der Geschwindigkeitsvorteil dahin. Aber da Du im PrePress Bereich arbeitest, gehe ich mal davon aus, dass es sich um einen G5 handelt.
2. Die Dichte des 500er ist vergleichbar, oder eine Spur besser, wie die des Minolta.
3. Der Nikon istdeutlich robuster als der Minolta
4. Die Qualitätsmängel finden sich beim Minolta sowohl in der CCD, als auch in der Verarbeitung z.B. des Diahalters.
Natürlich hat auch der Nikon seine Nachteile: Das wichtigste ist, dass er im Grundzustand nur ein Dia scannen kann, das zweite muss man dann nachlegen, aber da Du nicht tausende von Dias scannen möchtest, ist das kein NAchteil.
Alles in allem Spricht eigentlich alles für den Nikon mit Silverfast. Silverfast ist deswegen sinnvoll, damit Du den Scanner kalibrieren kannst, was im PrePress-Bereich absolut nötig ist.
Björn
Re: Umstieg von Dimage Elite 5400 auf Nikon LS 5000 sinnvoll?
Verfasst: Samstag 12. Februar 2005, 22:58
von Wolfgang
Hallo Björn, danke für die Beratung!
Ich habe mich leider etwas unklar ausgedrückt. Ich arbeite im PrePress Bereich und setze von daher etwas höhere Qualitätsansprüche als der Durchschnitts-Anwender voraus, bei den erwähnten Scannern handelt es sich aber um meine privaten Geräte.
BTW. Ich habe einen G4 MDD, welcher aber bereits um USB 2.0 ergänzt wurde.
Aus diesem Grund (weil privat) frage ich mich, ob der doch immens hohe Preis des LS-5000 auch wirklich einen solchen Qualitätssprung vorwärts gegen den Minolta bringt, um diesen zu verkaufen!?
Was meinst Du übrigens mit den Qualitätsmängeln bei den CCDs des Minolta? Ausser der langsamen Geschwindigkeit (egal ob FireWire oder USB 2) und dem relativ großen Geräuschpegel, ist mir der Minolta noch nichts negativ aufgefallen!
Grüße
Wolfgang
Re: Umstieg von Dimage Elite 5400 auf Nikon LS 5000 sinnvoll?
Verfasst: Sonntag 13. Februar 2005, 12:28
von Björn
Ich hatte einige Geräte da, die aber alle einen Defekt hatten, der fatalerweise jedoch nicht sofort auffällt:
In sehr dunklen Bereichen produziert der Scanner ca. ein Pixel breite Streifen, die meist heller und grünlich sind (bzeiht sich auf den Diascann, nicht Negativ). Besonders gut kann man das Phänomen bemerken, wenn man mit ICE oder/und dem Diffusor arbeitet. Wenn man es herausfordern will, dann macht man einene 5400 ppi-Scan von einem Nachthimmel mit ICE, Diffusor und 4 oder 8-fach Oversampling. Es finden sich nach einigen Scanns einige dieser Streifen. Meist kann man diese Streifen unterdrücken, wenn man ohne ICE scannt, dann klappen die ersten 5 bis 10 Oversampling scanns auch reibungslos, danach wirds aber kritisch. Wie gesagt mit ICE findet man die Streifen auch ohne Oversampling nch wenigen Scanns.
Ich habe bis jetzt keinen Scanner (also kein Gerät von der Baureihe) gesehen, der das Problem nicht hatte, man muss nur wissen wonach man sucht.
Viele Grüße
Björn
PS: Im PrePress-Bereich sind die Ansprüche an den Scanner meist agrnicht so hoch, ich wpürde mich da eher an Fotografen halten, die Kunstdrucke machen möchten.
Re: Umstieg von Dimage Elite 5400 auf Nikon LS 5000 sinnvoll?
Verfasst: Sonntag 13. Februar 2005, 12:35
von Wolfgang
Hmm, danke für die Info!
Das muss ich direkt mal ausprobieren, durch die Interpolation in Silverfast hatte ich erst ganz wenige "echte" 5400dpi Scanns.
Das mit den Qualitätsansprüchen ist so eine Sache...
Du weißt sicher wie kritisch man selbst und bei eigenen Anschaffungen sein kann, wenn man durch die Arbeit bedingt schon Ergebnisse von Geräten wie Hell Chromagraph oder DaiNippon Screen Trommelscannern gesehen hat

Grüße
Wolfgang
Re: Umstieg von Dimage Elite 5400 auf Nikon LS 5000 sinnvoll?
Verfasst: Sonntag 13. Februar 2005, 13:34
von Björn
Ja ja, dass kann ich mir nur zu gut vorstellen...
Das 5400er Problem tritt übrigens auch bei 2700 ppi auf. Also bei Auflösungen, die ein ganzzahliger Teiler von 5400 ist. Bei niedrigeren Auflösungen ist das Problem nur selten zu sehen, wenn dann aber sehr deutlich.
Björn
Re: Umstieg von Dimage Elite 5400 auf Nikon LS 5000 sinnvoll?
Verfasst: Sonntag 13. Februar 2005, 22:00
von Wolfgang
Hallo nochmal,
Ich habe die besagten Probleme zu testen probiert und mehrere 5400 dpi Scanns durchgeführt. Ich dürfte ein Gerät haben, welches erst Dienstags produziert wurde

Momentan kann ich keinen der beschriebenen Mängel festellen *auf Holz klopf*
Grüße
Wolfgang
Montagsscanner?
Verfasst: Montag 14. Februar 2005, 12:24
von koda64
mein 5400 funktioniert auch zuverlässig. Ich denke, daß manchmal ein Händler einfach kein zuverlässiges Gerät liefern kann, weil er nen ganzen Schwung kaputter Geräte vom Hersteller bekommen hat. So ist vielleicht das Problem von Björns Scanner zu erklären.
Meine Schwester schickt seit einem halben Jahr regelmäßig ihren HP Scanjet Flachbettscanner zum Händler um dann auch wieder ein Austauschgerät mit der selben Macke zu bekommen. Mal schauen wie lang es dauert, bis sie all seine Scanner durchprobiert hat.
schönen Gruß, Koda64
Re: Montagsscanner?
Verfasst: Montag 14. Februar 2005, 15:51
von Björn
Hallo,
das von dir beschriebene Szenario trifft (leider) nicht zu. Meine Geräte kamen alle direkt von Minolta und hatten sehr verschiedene Seriennummern.
Björn
Re: Montagsscanner?
Verfasst: Montag 14. Februar 2005, 21:57
von Jan H.
hallo an alle,
ich habe die gleichen erfahrungen gemacht. egal wie ich ein dia scanne mit oder ohne ice, 2700 o. 5400 dpi, der scanner produziert in dunklen bereichen etliche streifen. teilweise so viele, daß so mancher scann einfach unbrauchbar ist.
jan h.
Re: Montagsscanner?
Verfasst: Dienstag 15. Februar 2005, 21:27
von Gustav
Diese Streifen hatte ich das letzte mal bei meinem Epson 1670 bei Filmscans. Mein Minolta 5400 ist zwar etwas laut aber scannt sehr gut. Klar bei schlecht belichteten Bildern kommt er mit der Dichte nicht klar, aber das sind ja dann auch Extremfälle, die ohnehin schlecht sind, auch wenn man sie analog verarbeiten würde.
Ich werde mir wohl einen Kasten mit Belüftung für den Minolta bauen, um die Geräuschkulisse zu minimieren...