Vorausetungen zum Betrieb eines Filmscanners

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Sabine

Vorausetungen zum Betrieb eines Filmscanners

Beitrag von Sabine »


Hallo
ich möchte mir einen Filmscanner, den Nikon Coolscan 4 anschaffen und wüßte gerne, welche Voraussetzungen mein PC erfüllen sollte in Bezug auf die Schnelligkeit des Processors, die Größe und Qualität des Arbeitsspeichers
damit ein gutes Arbeiten mit einem Filmscanner überhaupt möglich ist.
Wer kann mir weiterhelfen?
01af

Re: Vorausetzungen zum Betrieb eines Filmscanners

Beitrag von 01af »


Wichtig ist folgendes:
1. Genug Hauptspeicher
2. Genug Hauptspeicher
3. Genug Hauptspeicher
4. Eine freie USB-2.0-Highspeed-Schnittstelle
5. Eine große, schnelle Festplatte
Der Hauptspeicher (erwähnte ich den schon?) sollte mindestens 256 MB, besser 512 MB groß sein (erst recht, wenn du die Bilder nicht nur einscannen, sondern auch irgendwie bearbeiten willst) -- ein volles Gigabyte wäre auch keine Übertreibung. Die Festplatte sollte mind. ca. 40 GB haben, besser mehr -- viel mehr! Zwei oder drei physikalisch getrennte Festplatten wären auch kein Nachteil, vor allem zur Bildbearbeitung (zum Scannen selbst bringt das nix).
Der Prozessor hingegen ist nicht soo wichtig -- wenn das nicht gerade ein zehn Jahre altes Museumsstück ist. Ein schnellerer Prozessot bringt, wenn überhaupt, nur dann etwas, wenn du schon eine richtig schnelle Festplatte und viiiel Hauptspeicher hast.
Ein ordentliches CD-Recorder-Laufwerk solltest du auch haben. Einen DVD-Brenner hingegen halte ich für nicht so wichtig -- und zwar weil die DVDs nicht sehr haltbar sind. Auf eine DVD passen die Daten von sechs bis sieben CDs ... das ist zwar eine tolle Sache, doch was nützt das, wenn die darauf gespeicherten Daten nach zwei, drei Jahren zu Staub zerfallen?
Olaf

Chris

Re: Vorausetungen zum Betrieb eines Filmscanners

Beitrag von Chris »


Moin...
Also als ersten Tip: Schau Dir bei den Tests bei Filmscanner mal die Beschreibung der PCs an.
Als zweiter: In 2-3 US-Foren findet sich auch oft diese Frage, oder aber die Anmerkung "mein Scanner ist Sch..." ...
Die Antwort ist eigentlich immer einfach:
Du brauchst
a) viel RAM
b) viel CPU
b') USB 2.0 !!!!! (od. Firewire)
c) viel Platte od. halt 'nen DVD-Brenner...
Ich hab' 'nen Athlon64 3200 mit 2GB u. 400GB als Raid0, damit geht's flüssig. ;-)
Wobei bitte niemand sagen sollte, die CPU ist unwichtig! Der Nikon 5000 zieht während des Scans mit ICE die CPU auf 100%-Last und hält sie dort für eine gute Zeit. Wenn die CPU langsamer ist, dürfte die Zeit länger sein...
Arbeiten kann man auch mit (viel) weniger. Spaß macht's dann wahrscheinlich weniger bis keinen... Außerdem wird man erheblich länger brauchen. :-(
Gruß
Chris
Joe

Re: Vorausetungen zum Betrieb eines Filmscanners

Beitrag von Joe »


Meinen Vorrednern kann ich mich nur eingeschränkt anschliessen.
Ich habe Test an zwei PC durchgeführt:
1. Athlon 1800+, 256 MB Ram, 64 MB Grafikkarte, 80 GB + 60 GB Festplatte
2. Athlon 64 3200, 1 GB Ram, 128 MB Grafikkarte, 160 GB + 160 GB Festplatte
Klar geht beim zweiten System alles etwas schneller, aber halt nur etwas. Unterm Strich machte der Zeitgewinn beim Scan je nach zugeschalteten Optionen (ICE, GEM, ROC usw.) 10 bis 20 Sekunden aus.
Die Frage ob man dafür bereit ist ca. das doppelte für den PC hinzulegen muss jeder selbst beantworten. (Anm.: mir persönlich kann es nie schnell genug gehen).
Ein zusätzliche Sicherung auf DVD würde ich in jedem Fall durchführen. Über die freut man sich dann wenn die Festplatte mal "abraucht". (Lt. chip sollen die Scheiben bei richtiger Lagerung ja 100 Jahre halten - man sollte natürlich Marken-Rohlinge nehmen).
01af

Re: Voraussetzungen zum Betrieb eines Filmscanners

Beitrag von 01af »


Joe schrieb:
> Meinen Vorrednern kann ich mich
> nur eingeschränkt anschließen.
Na ja ... deine Aussagen über den Mindestausbau eines Scan-PC stimmen mit den meinen doch im wesentlichen überein.

Joe schrieb weiter:
: 1. Athlon 1800+, 256 MB Ram, 64 MB Grafikkarte, 80 GB + 60 GB Festplatte
: 2. Athlon 64 3200, 1 GB Ram, 128 MB Grafikkarte, 160 GB + 160 GB Festplatte
Der kleinere dieser beiden entspricht doch annähernd dem Minimum, das auch ich empfohlen hatte. Ich sagte zwar auch, mehr wäre besser -- aber das gilt in erster Linie für die anschließende Bildbearbeitung, weniger für das Scannen als solchem. Doch wer scannt, der bearbeitet auch ...

Joe schrieb weiter:
> Klar geht beim zweiten System alles etwas schneller,
> aber halt nur etwas. Unterm Strich machte der Zeit-
> gewinn [...] 10 bis 20 Sekunden aus.
Ganz meine Meinung. Ein oberfetter High-End-PC bringt in der täglichen Praxis in der Regel gar nicht soo viel (außer evtl. für extrem leistungsfressende Spezial-Anwendungen, zu denen das Scannen aber nicht unbedingt gehört). Und was noch am meisten bringt, sind schnellere Festplatte und mehr Hauptspeicher; der Prozessor ist ziemlich wurscht. Sicher -- Digital ICE braucht viel Prozessorleistung, wie jemand schon erwähnte. Trotzdem bringt ein schnellerer Prozessor nur ein paar Sekunden; der wesentliche geschwindigkeitsbegrenzende Faktor beim Scannen ist üblicherweise die Datenübertragungsrate der Schnittstelle zwischen Scanner und PC (d. i. meist SCSI, Firewire oder USB).

Joe schrieb weiter:
> Die Frage, ob man dafür bereit ist ca. das
> Doppelte für den PC hinzulegen, muss jeder
> selbst beantworten.
So ist es.

Joe schrieb weiter:
> (Lt. "Chip" sollen die Scheiben bei richtiger
> Lagerung ja 100 Jahre halten -- man sollte
> natürlich Marken-Rohlinge nehmen).
*Was* für Scheiben? DVD? DVD-R bzw. DVD+R? CD? CD-R? CD-RW? CDs halten nach gegenwärtiger Kenntnis tatsächlich an die 100 Jahre, doch bei CD-Rs sieht das schon düsterer aus (10 - 20 Jahre), und bei selbstgebrannten DVD-Rs ist's halt noch viel trauriger (keine fünf Jahre) ...
Olaf

Joe

Re: Voraussetzungen zum Betrieb eines Filmscanners

Beitrag von Joe »


Die 100 Jahre sollen für CD-R und DVD+/-R gelten. Wenn man Markenrohlinge nimmt und diese vernünftig lagert. (Also nicht gerade in der prallen Sonne usw.)
Woher stammt die Erkenntnis das selbstgebrannte DVD-R nur 5 Jahre halten sollen?! Für Billigrohlinge mag das gelten - für Markenprodukte ganz sicher nicht.
Doch wer scannt, der bearbeitet auch ... - Nö, warum auch? (Bei 95% meiner Scans ist bisher keine Nachbearbeitung notwendig).
.

Re: Vorausetzungen zum Betrieb eines Filmscanners

Beitrag von . »


Es ist noch eher zu befürchten, dass die Software nach zwei bis 3 Jahren zu Staub zerfällt..... Neue Betriebssysteme, die den jetzigen "Standard" nicht mehr unterstützen.... sowas gabs schon öfter.
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