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Reflecta ProScan 4000 - ein Entäuschung ?!?

Verfasst: Sonntag 16. Januar 2005, 13:12
von Steffen

Nachdem ich diese Informationsseite gelesen hatte stand ich vor der Entscheidung, ob ich mir den Reflecta proscan 4000 oder den Nikon coolscan V kaufen soll, um meine Dias und Filme zu digitalisieren. Denn es hieß, dass mit diesen Scannern bereits "alle" Informationen aus einem Dia rausgeholt werden können und Digitalkameras mit ca. 8 Mio. Pixeln noch nicht so weit sind. Auf dieser Seite und im Forum kam der Reflecta besser weg (sehr gute Bildqualität!!!) und habe ihn mir vor 4 Tagen gekauft (mit SilverFast und IT8).
So ging ich also davon aus, dass ich der analogen Photographie treu bleiben und trotzdem digitale Bilder (mit gleicher Qualität) bekommen und diese ausdrucken kann, um sie mir z.B. an die Wand zu hängen. Gleichzeitig wollte ich meine alten Bilder vor dem Verfall retten und archivieren. Und nun frage ich mich, ob ich blind bin oder ob ich da was falsch verstanden habe?
Das Problem mit dem ungenauen Filmeinzug (wie in anderen Berichten) habe ich auch (was ich nicht toll finde, aber damit kann ich leben) und benutze mittlerweile nach einigen Experimenten die Einsteillungen von Andreas (Bericht 12.1.).
Ich ging aber generell davon aus, dass wenn ich ein Dia scanne (mit maximaler Auflösung) und es auf einem DIN A4 professional Fotopapier ausdrucke, es mit einem Fotoabzug konkurrieren kann. Dem ist aber überhaupt nicht so. Das Resultat kann ich nur als absolut unbefriedigend bezeichnen (auch auf dem Monitor). Das Ding ist einfach unscharf!!! (natürlich ist der Autofocus eingeschaltet und die Dias und Negative sind nicht unscharf). Habe mittlerweile 70 Dias und Negative eingescannt und eine ganze Packung Photopapier verbraucht. Was bringt einem also ein Diascanner??? Warum loben alle die Bildqualität vom Reflecta??? Ein Ausdruck eines digitalen Photos (mit der Minolta Dimage A1) war ohne Probleme auf DIN A4 möglich und hatte bei geringerer Auflösung eine viel bessere Qualität als mit dem Reflecta.
Könnt ihr die Scans auf DIN A4 ausdrucken und seit damit zufrieden, habe ich mir falsche Vorstellungen gemacht oder mache ich irgendetwas falsch???


Re: Reflecta ProScan 4000 - ein Entäuschung ?!?

Verfasst: Sonntag 16. Januar 2005, 15:44
von Andreas

Hallo Steffen,
kannst Du mir mal eines Deiner gescannten Bilder mailen (als Zip-Datei). Ich habe im Moment keine Idee, was da schief läuft, meine Scans sind ohne weietres auf Din A4 und mehr möglich. Vergleiche mal Deine Ergebnisse mit diesem hier:
http://www.fotocommunity.de/pc/pc/mypic ... ay/2399631
Soviel sollte wenigstens möglich sein, sonst stimmt möglicherweise etwas mit dem Scanner nicht.
Gruß Andreas

Re: Reflecta ProScan 4000 - ein Entäuschung ?!?

Verfasst: Sonntag 16. Januar 2005, 16:00
von Tina

Ich habe den Proscan 4000 mit Silverfast und habe mal ein 40 x 60 Poster machen lassen. (12,99 Euro im Angebot). Superscharf bis ins kleinste Detail, Dina4 ist überhaupt kein Thema. Sind deine Vorlagen vielleicht sehr alt, vieviele ASA haben deine Filme? Vielleicht liegts daran, vielleicht auch nur an den Einstellungen, zum Beispiel GEM eingeschaltet?

Re: Reflecta ProScan 4000 - ein Entäuschung ?!?

Verfasst: Sonntag 16. Januar 2005, 19:10
von helmut

Hallo Tina,
bin zum ersten Mal hier ... Würdest Du mir bitte mailen, wo Du das Poster 40x60 für 12.99 € in guter Qualität geordert hast?
Danke im voraus. - Gruss Helmut

Re: Reflecta ProScan 4000 - ein Entäuschung ?!?

Verfasst: Sonntag 16. Januar 2005, 19:42
von Tina

Das war in einem Fotoladen bei uns eine einmalige Aktion, sonst hätte ich das nicht gemacht. Aber das Poster freut mich heute noch.

Re: Reflecta ProScan 4000 - ein Entäuschung ?!?

Verfasst: Montag 17. Januar 2005, 06:35
von ernst

nur so ne idee:
* scannst du kodachrome material bei eingeschaltetem ice3 ? das gibt unschärfen, die auch auf dem bildschirm gut erkennbar sind.
darüberhinaus:
* etwas nachschärfen mit photoshop muss fast immer sein.
* in der sehr dünnen anleitung für cyberview findet sich eine anleitung zum richtigen positionieren des filmstreifens.
grüße ernst

Re: Reflecta ProScan 4000 - ein Entäuschung ?!?

Verfasst: Montag 17. Januar 2005, 10:06
von steffen

Hi Tina, danke für deine mail, aber die Unschärfe ist bei alten wie neuen Dias gleich (überwiegend Iso 100-Filme). Habe Andreas mal ein Beispielbild geschickt, der mir die Unschärfe bestätigt hat. Seiner Meinung nach handelt es sich um einen Justierfehler (Hardware). Da ich SilverFast benutze, habe ich kein GEM (oder gibts da auch sowas?) und dort auch keine Filter hinzugeschaltet. Wenn du scharfe Poster drucken kannst, dann gibt es mir allerdings Hoffnung, dass ich nur einen defekten Reflecta gekauft habe...und werde ihn umtauschen. Dann melde ich mich vielleicht nochmal....

Re: Reflecta ProScan 4000 - ein Entäuschung ?!?

Verfasst: Dienstag 18. Januar 2005, 14:22
von Frank

Schönes Bild !!
Also ich vergrößere meine Bilder alle auf 30x40. Der Rohscan sieht zunächst sehr weich aus. Du mußt unbedingt unschärfemaskieren verwenden. Dann siehst Du das Potential eines Filmes (insbesondere bei 400 oder 800 er Film). Bessere Bilder bei hohen ISO werten erhälst Du nur mir digitalen SLR´s.
Franky

Re: Reflecta ProScan 4000 - ein Entäuschung ?!?

Verfasst: Dienstag 18. Januar 2005, 15:25
von Rainer

Hallo Steffen,
die Möglichkeit eines Defektes wurde ja schon angesprochen.
Da ich Dein Equipment und Deine Erfahrungen nicht kenne, erlaube ich mir meine ersten Scanerfahrungen zu schildern. Mein Voralagen (Negativ und Dia) sind teils älter, teils aktuell. Teils Billigfilme, teils Spitzenmaterial (Fuji Provia 100F). Die Bilder wurden mit verschiedenen Kameras und Objektiven gemacht.
Zwischen den Ergebnissen liegen qualitätsmäßig Welten. Erst durch das Scannen komme ich meinen Objektiven auf die Schliche (und natürlich auch den selbst verschuldeten Fehlern!). Auf den üblichen Abzügen hat man die Schwächen der Aufnahme nicht erkennen können.
Wenn ich die schlechteren Vorlagen als erstes gescannt hätte, wäre ich sicher auch - wie Du - am Scanner verzweifelt und hätte das Teil postwendend zurückgebracht. Glücklicherweise sind auch sehr gute Dias dabei, die mir nun als Referenz dienen. Da fragt man sich manchmal, was man im Laufe der Zeit an Futter für die Rundablage produziert hat :-)
Mit einer guten Dialupe hätte ich natürlich auch schon ohne Scanner Spreu von Weizen trennen können.
Sorry, wenn ich bei Dir Eulen nach Athen tragen sollte. Aber vielleicht hilft meine Erfahrung ja dem ein oder anderen weiter.
Gruß
Rainer