Seite 1 von 1
Kauf von Silverfast für Minolta Dimage 5400
Verfasst: Sonntag 19. Dezember 2004, 22:55
von Sommersiggi
Besitze einen Dia-Scanner Minolta Dimage 5400 und benötige fachlichen Rat welche Silverfast-Software (HDR, AI....?) ich kaufen sollte.
Vielen Dank!
Siggi
Re: Kauf von Silverfast für Minolta Dimage 5400
Verfasst: Montag 20. Dezember 2004, 13:08
von Koda64
Kommt drauf an was Du damit machen willst! Ich hab mir Silverfast Ai zu meinem Minolta gekauft da man damit, soweit ma´n die IT8 Kalibrierung durchführt zu exakteren Farbergebnissen bei Dias kommt. Das Modul Negafix für Negative funktionert auch ganz gut. HDR benutze ich nicht.
schönen Gruß, Koda64
Re: Kauf von SilverFast für Minolta DiMAGE Scan Elite 5400
Verfasst: Montag 20. Dezember 2004, 13:33
von 01af
Siggi "Sommersiggi" schrieb:
> Besitze einen Dia-Scanner Minolta Dimage Scan Elite 5400
> und benötige fachlichen Rat, welche SilverFast-Software
> (HDR, Ai ...?) ich kaufen sollte.
Zuerst -- beide brauchst du nicht, höchstens eines von beiden. Und andere LaserSoft-Programme als SilverFast HDR, HDR Studio oder Ai kommen auch nicht in Frage. Der wesentliche Unterschied zwischen HDR und HDR Studio liegt darin, daß die Studio-Version die IT8-Farbkalibierung enthält, die man aber für die Nicht-Studio-Version auch nachkaufen kann. Für Ai gibt's ebenfalls die IT8-Kalibrierung.
SilverFast HDR (mit und ohne "Studio") ist wesentlich teurer als Ai, funktioniert dafür mit allen möglichen Scannern. SilverFast Ai ist günstiger, läuft aber immer nur mit einem bestimmten Scanner-Modell. Solltest du deinen Scanner eines Tages wechseln, könntest du deine HDR-Software weiterbenutzen, während du deine Ai-Software weggeben und neu kaufen müßtest.
SilverFast Ai ersetzt die Minolta-Scansoftware DiMAGE Scan Utility. HDR tut das nicht. Willst du mit HDR arbeiten, so müßtest du mit DiMAGE Scan Utility erst Roh-Scans erzeugen, und zwar in der Einstellung "16 bit linear" im Dateiformat 16-bit-TIFF. In dieser Einstellung findet keine Bildkorrektur, keine Farbanpassung und keine Negativ-Positiv-Umkehrung statt. Das Scannen geht also relativ flott, bequem und umstandslos vonstatten, weil keinerlei Gefummel in der Scan-Software erfolgt. Die Einstellung von Farben, Kontrasten und Helligkeit erfolgt dann nachträglich mit HDR, welches die Roh-Scans einliest und in fertige Scans umwandelt, wahlweise ins 16-bit-TIFF-, ins 8-bit-TIFF- oder ins JPEG-Format (sog. "scan-from-disk").
Das heißt also, HDR ist letztlich nichts anderes als eine Bildbearbeitungs-Software. Alles, was HDR leistet, kann man im Prinzip auch mit Gimp, Paint Shop Pro oder Photoshop durchführen. Der Unterschied liegt allein im Komfort und der Geschwindigkeit. HDR ist auf das Anpassen von Roh-Scans ausgelegt und mit vielen einschlägigen und komfortablen Automatiken und Voreinstellungen (Scannertyp, Filmtyp usw.) versehen. Die Nachempfindung dieser Funktionalität von Hand in einem Bildbearbeitungsprogramm ist zwar möglich, aber zeitraubend und fummelig -- doch andererseits denke ich, mit etwas Übung ließe sich der Zeitaufwand und die Mühsal durchaus in erträglichen Grenzen halten.
Ich schlage folgende Fingerübung vor: Wähle drei oder vier Bilder aus ... am besten Farbnegative (denn diese farblich zu optimieren ist schwieriger als bei Farbdias). Scanne diese mit DiMAGE Scan Utility und wähle hierfür in den Voreinstellungen "16 bit linear" aus. Wähle die Scan-Auflösung, wähle den passenden Ausschnitt, wähle das Fokussierverfahren (reiner Autofokus, Autofokus mit manueller Fokuspunktwahl oder rein manueller Fokus) und wähle Digital ICE an oder aus. Mehr gibt's bei "16 bit linear" nicht einzustellen.
Lade von der LaserSoft-Homepage die Demoversion von SilverFast HDR herunter und installiere sie auf deinem Rechner. Bearbeite deine Roh-Scans damit und speichere sie ab.
Lade die mit HDR bearbeiteten Scans in dein bevorzugtes Bildbearbeitungsprogramm, reduziere die Bildgröße auf beispielsweise 300 × 200 Pixel und speichere sie im JPEG-Format mit mittlerer Kompression ab. Diese verkleinerten Bilder kannst du nun ohne große Speicherbelastung in einem offenen Fenster am Bildschirm stehenlassen und als Arbeitsvorlage benutzen. Lade nun einen der Roh-Scans in dein Bildbearbeitungsprogramm und versuche, von Hand denselben Bildeindruck zu erreichen, wie ihn dir HDR vorgelegt hat. Wenn du das mit vertretbarem Aufwand schaffst, dann brauchst du kein SilverFast HDR.
In Photoshop würde man etwa so vorgehen:
1. Roh-Scan laden.
2. Wenn's ein Negativ ist: Invertieren.
3. Auto-Farbe (verbessert meist die Farbwiedergabe, liefert aber noch kein optimales Ergebnis).
4. Tonwertkorrektur.
5. Gradationskurven.
6. Farbbalance (hier ist meist die größte Fummelei erforderlich).
7. Bei Bedarf: Selektive Farbkorrektur.
8. Farbton/Sättigung: Sättigung modifizieren (aber nicht übertreiben!).
9. Evtl. zurück zu Schritt 5 und Feinkorrekturen durchführen.
10. Bei Bedarf: Bild-Modus von 16-bit-RGB nach 8-bit-RGB ändern.
11. Abspeichern, fertig.
Beim ersten Versuch wird's ein endloses Gefrickel geben, speziell in Schritt 6 und ggf. 7, doch beim dritten oder vierten Bild dürfe dir die manuelle Korrektur schon sehr viel rascher von der Hand gehen. Hilfreich ist es, wenn du dir in jedem Schritt die Parameter notierst, die du einstellst (das müßte Photoshop automatisch machen können ...).
SilverFast Ai wäre nun sozusagen DiMAGE Scan Utility plus SilverFast HDR in einem. Wenn dir die Minolta-Software nicht zusagt und auch das Scannen im 16-bit-linear-Modus mit anschließender Bildbearbeitungs-Fummelei nichts für dich ist, dann würde ich wohl eher SilverFast Ai statt HDR kaufen -- denn HDR ist zwar eine feine Sache ... doch dafür, was es leistet, finde ich es trotzdem total überteuert.
Olaf
Re: Kauf von Silverfast für Minolta Dimage 5400
Verfasst: Dienstag 21. Dezember 2004, 11:51
von Ruger
Kauf dir ganz normal Silverfast Ai, da ist die It-Kalibrierung auch schon drin. Silverfast gibts bei
www.silverfast.de oder
www.scandig.de. HDR ist was für hinterher. SE ist was für Einsteiger.
Silverfast HDR
Verfasst: Donnerstag 23. Dezember 2004, 10:21
von Hein
Zitat 1:
"SilverFast HDR (mit und ohne "Studio") ist wesentlich teurer als Ai, funktioniert dafür mit allen möglichen Scannern. SilverFast Ai ist günstiger, läuft aber immer nur mit einem bestimmten Scanner-Modell. Solltest du deinen Scanner eines Tages wechseln, könntest du deine HDR-Software weiterbenutzen, während du deine Ai-Software weggeben und neu kaufen müßtest."
Zitat 2:
"SilverFast Ai wäre nun sozusagen DiMAGE Scan Utility plus SilverFast HDR in einem."
Der Beitrag ist insgesamt ganz nett, doch funktioniert HDR nicht mit Scannern sondern nur mit Bilddateien! Alternativ zu den teuren LaserSoft Produkten empfiehlt sich stets Vuescan, welches sowohl Bildbearbeitung als auch Scanprogramm ist. Die SilverFast Produkte werben zwar mit einer Schmutzbeseitigung und implementieren nach und nach eine Schattenaufhellfunktion wie DEE bei Nikon Scan oder die Licht- und Schattenkorrektur im Photoshop CS oder Photoshop Elements 3, doch sind das schwache Kaufargumente für Silverfast. Bei Polaroid bekommt man eine Schmutzerkenung umsonst und die Kontrastkorrektur wird zur Zeit in alle ernstzunehmenden Bildbearbeitungsprogramme integriert. Vuescan kann hervorragend mit Rohdaten umgehen und speichert im Gegensatz zu Silverfast in der Rohdatei sogar den Infrarotkanal für ICE. Daraus ergeben sich sogar interessante Perspektiven für Schwarzweissfotografen, die eigentlich auf eine ICE _Korrektur verzichten müssen.