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Flachbett oder Diascanner

Verfasst: Sonntag 19. Dezember 2004, 20:56
von Wil

Ich beschäftige mich seit einiger Zeit mit Diascannern. Ich verfolge auch sehr interresiert Tests und Vergleiche. Auf der Seite des Heise-Verlages findet man auch Testbilder verschiedener Filmscanner, u. a. auch vom Flachbettscanner Epson 4870. Eingescannt sind die Aufnahmen mit 2400 dpi. Ich kann bezüglich der Schärfe keinen Nachteil beim Epson-Scanner finden. Er hält durchaus mit den speziellen Filmscanern mit. Dies spiegelt sich aber nicht unbedingt in diversen anderen Tests wieder. Hat jemand eine Erklärung? Wo liegt die Wahrheit? Ich tendiere auch aufgrund dieser Testaufnahmen durchaus dazu, mir einen hochwertigen Flachbettscanner der neuesten Generation anzuschaffen (Canon 9950 oder den Nachfolger des Epson 4870)anstatt eines Filmscaners.


Re: Flachbett oder Diascanner

Verfasst: Sonntag 19. Dezember 2004, 22:12
von Hans-Peter Rieger

Hi Wil,
ich beabsichtige an einem Formel 1 Rennen teilzunehmen und habe jetzt einen Vergleichstest gelessen zwischen Schumis Ferrari und einem Nissan Micra. Bei einem direkten Vergleichstest in München am Mittleren Ring während der Rush-Hour zeigten sich bei beiden Fahrzeugen keine nennenswerte Unterschiede. Nur beim Nissan bekam man keine nassen Finger, weil der sogar ein Dach hat.
Sorry, aber Sonntags Abend neige ich immer ganz gerne zur Polemik, gerade wenn ein Thema wirklich schon bis zum Abwinken besprochen wurde. Nein ein Flachbett-Scanner kann Dias nicht besser scannen als ein Dia-Scanner. Nein, zwei 2400 dpi Scanner müssen nicht unbedingt das gleiche Ergebnis liefern. Die 7 Megapixel (!) Testbilder bei Heise.de sind bis an die Schmerzgrenze in 1,5 bis 2 MB File JPEG komprimmiert abgelegt. Glaubst Du im Ernst, man könne da vernünftige Vergleiche anstellen ? Meiner Meinung nach sind da alle Testbilder grottenschlecht.
Ciao
Hans-Peter

Re: Flachbett oder Diascanner

Verfasst: Montag 20. Dezember 2004, 20:26
von Wil

Hallo Hans-Peter,
natürlich wird ein hochwertiger Flachbettscanner nicht einem Nikon Coolscan das Wasser reichen. Ich habe seinerzeit probeweise Dias mit einem Epson 3200 Flachbett gescannt. Ich war vom Ergebnis etwas enttäuscht. Etwas später habe ich die selben Dias auf einem "Mittelklasse" Kleinbildscanner gescannt und war mir nach allem was ich gelesen und gehört habe sicher, jetzt die große Erleuchtung zu erleben. Ich habe dann aber meinen Augen nicht getraut, dass Ergebnis war identisch mit dem Flachbett-Scanner.Um nicht eine Diskussion über die Vor-und Nachteile einzelner Fabrikate vom Zaun zu brechen, will ich zum verwendeten Kleinbildscanner nur soviel sagen, dass es sich um ein bewährtes und solides Modell handelt (2800dpi), welches in verschiedenen Test recht gut bewertet wurde. Natürlich gab es Farbunterschiede, die Auflösung war aber bei beiden Scannern absolut gleichwertig.Das eigentlich störende an Diascans sind für mich die Kornstrukturen, welche aber bei offensichtlich jedem Diascanner hervortreten (Logisch)und nur durch Software-Manipulationen (wie immer klangvoll diese Werkzeuge genannt werden) verbessert werden können, letztlich auch immer auf Kosten der Bildschärfe. Ich gehe bei den Heise-Artikeln erst einmal davon aus, dass sie fachlich fundiert und zuverlässig sind. Die Sache mit den Testbildern will ich aber beim Verlag noch einmal genauer hinterfragen.

Re: Flachbett oder Diascanner

Verfasst: Montag 20. Dezember 2004, 21:54
von quaddel

Flachbettscanner wie der Canon 9900 oder 9950 oder die Epson 3200 und 4870 sind schon ganz ordentlich. Mittelformate kann man damit für Postervergrößerungen scannen. Ein guter Filmscanner bringt aber mehr Details und Schärfe, was bei feinkörnigen Filmen mit scharfen Bildern deutlich zu sehen ist. Man sollte beim Betrachten eines Scans die Frage stellen, wie gut die Vorlage ist. Ein Bekannter wollte nach einem Probescan mit einem Epson 3200 das Gerät verteufeln. Nur hatte er das verwendete Testfoto beim Fahrradfahren aus der Hand auf einer Landstraße gemacht. Es war natürlich unscharf. Dann nahm er ein weiteres Dia. Die Datei zeigte am Rand deutliche chromatische Fehler und Unschärfen. Eine Projektion des Dias mit einem herkömmlichen Diaprojektor offenbarte, das die Vorlage in den Ecken deutliche Farbsäume und Unschärfen hat. Diese Fehler wird ein waschechter Filmscanner ebenfalls zeigen.
Es gibt gebrauchte Profi-Flachbettscanner, die manchmal günstig zu haben sind. Agaf und Umax hatten ein paar davon im Angebot, die ohne Glas zwischen Film und Scanelement mit hohen DPI Zahlen scannten.

Re: Flachbett oder Diascanner

Verfasst: Dienstag 21. Dezember 2004, 19:50
von Tom

Wer mit Flachbrettscannern arbeitet sollte auf keinen Fall seine Originale nach dem Scannen vernichten, denn irgendwann scannt man sie mit einem richtigen Filmscanner für alle Ewigkeit, ansonsten reichen die für Internet-Zwecke schon aus. Aber ein Filmscanner kostet doch heute nicht mehr viel!

Re: Flachbett oder Diascanner

Verfasst: Sonntag 26. Dezember 2004, 01:11
von roland

hallo quaddel!
wie heissen diese profi-scanner denn? typen-bezeichnung ...
danke,
rolamd

Re: Flachbett oder Diascanner

Verfasst: Montag 27. Dezember 2004, 11:40
von Ralph

Hallo,
ich habe mich die letzten Monate damit beschäftigt mich über das Fimscannen über Flachbettscanner zu informieren. Ich habe halt KB, viel Mittelformat und auch Fapier zm Scannen. Ein Filmscanner für 6x6 ist halt noch ne Stufe teurer.
Auf der Fotokina habe ich mir dann auf dem Epsonstand je eines meiner KB und 6x6 Negative mit dem Perfection 4870 scannen lassen. Das geleiche habe ich auf dem Minolta Stand mit einem aktuellen Filmscanner machen lassen.
Zu Hause war ich dann mehr als Überrascht, dass die Scans sich (bis auf minimal in der Auflösung) kaum unterschieden haben.
Ich habe dann einen A3+ Ausdruck (Stylus 2100) eines mit dem epson 4870 gescannten KB´s gemacht und war restlos begeistert.
Für mich steht bzw. stand der Entschluss für den Epson 4870 fest.
Jetzt ist er ja abgekündigt und der angeblich noch bessere Nachfolger Epson 4990 kommt Im Januar.
So wie es aussieht werde ich da zuschlagen !!!
Hat jemand schon mehr über den den neuen Epson 4990 gehört ????
Ralph

Re: Flachbett oder Diascanner

Verfasst: Samstag 1. Januar 2005, 21:25
von Wil

Hallo Ralph,
ich beabsichtige das gleiche zu tun. Ich habe mit dem Epson-Flachbettscanner 3200 schon erstaunlich gute Ergebnisse beim KB-Scan erzielt. Auch meine Erfahrungen mit der Epson-Software sind sehr gut. Die außerdem beiliegende Silverfast-Software ist überflüssig, weil sie m.E. keine besseren Ergebnisse liefert. Überhaupt habe ich im Zusammenhang mit anderen Scannern keine guten Erfahrungen mit Silverfast gemacht in der Art, daß die Software einfach nicht ausgereift ist und ständig nachgebessert werden muß; wahrscheinlich das Problem der Vielseitigkeit ( sie wird ja für eine große Zahl an Scannertypen angepasst)
Ich denke, dass insbesondere der neue Epson 4990 auch meine Ansprüche erfüllen wird ( zu einem hoffentlich noch niedrigeren Preis, über 500 Euro sind zu viel!!)

Nun macht es mal halblang: Ich scanne seid einem Jahr Kleinbild und

Verfasst: Montag 3. Januar 2005, 09:15
von Dirk

6x6 Dias mit einem Canon 9900F. Die Ergebnisse sind hervorragend. Die Auflösung bei 3200 dpi (mit der USM-Einstellung als Default)ist so gut, daß man das Filmkorn sieht. Was wollt Ihr mehr?
Jetzt scanne ich mit dem Canon 9950 mit 4800 dpi, der ist noch etwas besser.
Gruß
Dirk

Re: Flachbett oder Diascanner

Verfasst: Mittwoch 9. Februar 2005, 15:39
von Willem

Die Epson wird gerade getestet. Der Test is leider in englisch.
http://www.photo-i.co.uk/Reviews/intera ... ge%201.htm