OpticFilm 135i Erfahrungsaustausch

Fragen/Themen zu Plustek-Filmscannern
Forumsregeln
In diesem Forum dürfen keine Beiträge mit gewerblichen Angeboten, privaten Verkaufsangeboten oder Links zu gewerblichen Seiten eingestellt werden.
harry07
Beiträge: 5
Registriert: Samstag 12. Februar 2022, 13:03

OpticFilm 135i Erfahrungsaustausch

Beitrag von harry07 »

Ich habe seit 3 Wochen den OpticFilm 135i, erste Erfahrungen:
  • Software unproblematisch zu installieren aber die Bearbeitungsfunktionen sind dürftig
  • Den Qualitätsunterschied 3600 - 7200 kann ich nicht nutzen, eventuell ist das Ausgangsmaterial nicht gut genug
  • unbedingt in TIFF speichern und anschließend mit Bildbearbeitungsprogramm nachbearbeiten
  • ab und zu Probleme mit Kratzer Entfernung Funktion
  • Die Halter für Negative und Dias sind top
  • Ich bearbeite mit DigiKam weiter
Benutzeravatar
Jossie
Beiträge: 1773
Registriert: Sonntag 10. Februar 2013, 19:40
Wohnort: im Kraichgau
Kontaktdaten:

Re: OpticFilm 135i Erfahrungsaustausch

Beitrag von Jossie »

harry07 hat geschrieben: Samstag 12. Februar 2022, 13:35 Den Qualitätsunterschied 3600 - 7200 kann ich nicht nutzen
Neugerät oder gebraucht gekauft?

Bist Du sicher, dass Dein Scanner tatsächlich 7200 ppi liefert? Leider gibt es dazu keinen Testbericht. Aber vergleich doch mal Staubkörner in beiden Scans, ob Du da einen Unterschied siehst -- wenn Du Dir kein USAF1951-Target zulegen möchtest.

Hermann-Josef
DigitDia6000 (CyberView, SilverFast Archive Suite 8 & 9) / CanoScan9950F (ScanGear, VueScan Pro), Eizo CS240, xrite i1studio, Win10 (64bit), AMD (3.6GHz), Speicher 16GB
harry07
Beiträge: 5
Registriert: Samstag 12. Februar 2022, 13:03

Re: OpticFilm 135i Erfahrungsaustausch

Beitrag von harry07 »

Also der hat dann schon die doppelte Auflösung, zumindestens wird das Bild größer und statt 55MB hat dann ein Bild 250 MB in TIFF aber ich habe den Eindruck meine bisherigen Dias aus den 60er bzw Negative aus den 80er geben nicht mehr her. Wenn ich in die Vergleichsbilder rein zoome werden die Details nicht deutlicher.
Benutzeravatar
Jossie
Beiträge: 1773
Registriert: Sonntag 10. Februar 2013, 19:40
Wohnort: im Kraichgau
Kontaktdaten:

Re: OpticFilm 135i Erfahrungsaustausch

Beitrag von Jossie »

harry07 hat geschrieben: Sonntag 13. Februar 2022, 15:00 Also der hat dann schon die doppelte Auflösung, zumindestens wird das Bild größer
Das will nichts heißen. Auflösung ist nicht gleichzusetzen mit Pixelmenge.
harry07 hat geschrieben: Sonntag 13. Februar 2022, 15:00 Wenn ich in die Vergleichsbilder rein zoome werden die Details nicht deutlicher.
Das liegt dann entweder an der Vorlage, die - wie Du sagst - vielleicht nicht mehr hergibt. Wie oben geschrieben solltest Du aber feine Staubkörner oder Kratzer bei tatsächlichen 7200 ppi schärfer abgebildet sehen.

Schau Dir mal die Testberichte bei ScanDig an. Da wirst Du sehen, dass nur sehr wenige Scanner die im Datenblatt genannte Auflösung tatsächlich auch liefern. Und schau mal hier, was der DD7000, der bis zu 10000 ppi laut Datenblatt bringen soll, tatsächlich liefert.

Hermann-Josef
DigitDia6000 (CyberView, SilverFast Archive Suite 8 & 9) / CanoScan9950F (ScanGear, VueScan Pro), Eizo CS240, xrite i1studio, Win10 (64bit), AMD (3.6GHz), Speicher 16GB
harry07
Beiträge: 5
Registriert: Samstag 12. Februar 2022, 13:03

Re: OpticFilm 135i Erfahrungsaustausch

Beitrag von harry07 »

Ach ja, neu gekauft. Ich hab gerade noch Mal verglichen, an einem Detail wie z.B. Ring an einem Finger bei einer Gruppenaufnahme, da wird der Ring schon deutlicher.
Aber die Staub und Kratzerentfernung bringt bei Reflexionen ab und zu sichtbare Pixel-Fehler.

Mein bisheriges Fazit:
  • für Familienaufnahmen gut geeignet
  • für richtig hochwertige Geschichten eher nicht
  • aber ich bleib dran am Erfahrungen sammeln
micha12345
Beiträge: 119
Registriert: Dienstag 30. Januar 2018, 15:29

Re: OpticFilm 135i Erfahrungsaustausch

Beitrag von micha12345 »

Hallo!

Benutzt du die Plustek Originalsoftware? Da gab es laut Plustek Homepage gerade vor ein paar Wochen eine Aktualisierung auf v5.0.0.5, welches die IR Funktion verbessern soll. Vielleicht verbessert ja die Version deine IR Probleme, falls nicht eh schon installiert.

Hat sich etwas an den Scannzeiten getan, wenn man sie mit diesem Testbericht vergleicht?

Mich wundert immer noch, dass Plustek den 135i neben/niedriger als die 8000er Serie plaziert und nicht ersetzt. Hätte ich keinen Scanner, wäre der 135i auch ziemlich weit oben auf meiner Entscheidungsliste gewandert, weil Neuware, günstig, IR und Batchscanmöglichkeit. Gestört hätte mich allerdings, dass meine Negative alle im 4er Format geschnitten sind, der Scanner aber immer alle Negativplätze scannt.
harry07
Beiträge: 5
Registriert: Samstag 12. Februar 2022, 13:03

Re: OpticFilm 135i Erfahrungsaustausch

Beitrag von harry07 »

Scanzeiten sind relativ. Ich habe 2 Negativ-Halter, während der eine scannt befülle ich den Anderen. Dann Staub wegpinseln bzw. pusten, die letzten gescannten kontrollieren und schon ist der erste Schlitten fertig.
Meine ältesten Negative sind im Format 24x24, 4 Bilder je Streifen. ich schneide den Film-Streifen in der Mitte durch und platziere 3 Pärchen jeweils auf die Mitte der Stege. So kann ich in einem Durchgang 1 1/2 Filmstreifen scannen. Bei den 24x36 er Negativen gehen auch 1 1/2 der 4er Streifen.
Den Softwarestand muss ich überprüfen.
Auflösungen über Filmkorngröße sind unnötig.
THX 1138
Beiträge: 12
Registriert: Samstag 19. Juni 2010, 11:50

Re: OpticFilm 135i Erfahrungsaustausch

Beitrag von THX 1138 »

Ich habe den Scanner auch seit knapp einem halben Jahr und bin damit sehr glücklich, betreibe ihn in Vuescan, habe ihn dort auch kalibriert. Mit einem zweiten Negativhalter habe ich einen Farbnegativfilm in etwa einer Stunde, einen SW-Film in etwa einer halben Stunde gescannt (jeweils bei 3600 DPI).
Die Staub/Kratzer-Entfernung funktionierte bei mir aber auch nicht immer zuverlässig, mal schaun, ob der neue Treiber da Verbesserung bringt. Da ich inzwischen aber eh fast nur noch SW mache, ist das für mich nicht so unbedingt wichtig.

Mit einem USAF-Testchart lag die effektive Auflösung mit 3600 DPI Scanauflösung bei 2600-2900 DPI horizontal und 3300-3600 DPI vertikal, sowie mit 7200 DPI Scanauflösung bei 3600-4100 DPI horizontal und vertikal, je nachdem wie streng ich das Testbild lese. In der Praxis sehe ich mit meinen Negativen keinen Unterschied zwischen 3600 und 7200 DPI Scanauflösung, deswegen scanne ich immer mit 3600 DPI.
harry07
Beiträge: 5
Registriert: Samstag 12. Februar 2022, 13:03

Re: OpticFilm 135i Erfahrungsaustausch

Beitrag von harry07 »

...Vuescan, habe ihn dort auch kalibriert
Ich habe auch schon die freie Version getestet und ganz zum Schluss am fertigen Bild keinen großen Unterschied gesehen, aber was heißt Kalibriert ? Farben, Sättigung etc. oder Abstand Film zur Scannebene also Schärfe ?
Benutzeravatar
Jossie
Beiträge: 1773
Registriert: Sonntag 10. Februar 2013, 19:40
Wohnort: im Kraichgau
Kontaktdaten:

Re: OpticFilm 135i Erfahrungsaustausch

Beitrag von Jossie »

Mit Kalibrieren ist die Bestimmung eines ICC-Profils gemeint, das die Kombination Scanner + Emulsion charakterisiert, um geräteunabhängige Farben zu erzielen. Die dazu nötigen IT8-Targets gibt es nur für Dias und das emulsionsspezifisch. Allerdings ist das Farbmanagement von VueScan nur Schmalspur (manche sagen auch "fake"), denn es versteht nur die einfachen Matrix-Profile. Weiterhin ist zu bedenken, dass die IT8-Kalibrierung perfekt nur für nicht gealtertes (unverfärbtes) Material funktionieren kann, denn es gibt keine Targets, die so gealtert sind wie das gealterte Dia, das gescannt werden soll. Allerdings ist es so, dass auch bei gealterten Dias das korrekte, emulsionsspezifische ICC-Profil bessere Farben liefert als das falsche ICC-Profil.

Hermann-Josef
DigitDia6000 (CyberView, SilverFast Archive Suite 8 & 9) / CanoScan9950F (ScanGear, VueScan Pro), Eizo CS240, xrite i1studio, Win10 (64bit), AMD (3.6GHz), Speicher 16GB
THX 1138
Beiträge: 12
Registriert: Samstag 19. Juni 2010, 11:50

Re: OpticFilm 135i Erfahrungsaustausch

Beitrag von THX 1138 »

Danke Jossie für die Erläuterung. Ich gebe zu, dass ich bei diesem Thema ziemlicher Laie bin. Was ich getan habe, ist ein Lasersoft-Kalibirierungsdia zu nehmen und damit die Kalibrierungsfunktion von vuescan nach Bedienungsanleitung durchzuführen. Außerdem sind meine Monitore mit einem Spyder3 und DisplayCAL kalibriert.
Jossie hat geschrieben: Dienstag 15. März 2022, 09:58 Allerdings ist es so, dass auch bei gealterten Dias das korrekte, emulsionsspezifische ICC-Profil bessere Farben liefert als das falsche ICC-Profil.
Das kann ich bestätigen, seit der Kalibrierung ist die Farb- und Grauwertdarstellung bei meinen Negativen deutlich besser. Wenn ich einen Print bestelle und ihn neben meinen Monitor halte, sind die beiden Bilder fast identisch.
Benutzeravatar
Jossie
Beiträge: 1773
Registriert: Sonntag 10. Februar 2013, 19:40
Wohnort: im Kraichgau
Kontaktdaten:

Re: OpticFilm 135i Erfahrungsaustausch

Beitrag von Jossie »

THX 1138 hat geschrieben: Freitag 18. März 2022, 08:28 Was ich getan habe, ist ein Lasersoft-Kalibirierungsdia zu nehmen und damit die Kalibrierungsfunktion von vuescan nach Bedienungsanleitung durchzuführen. Außerdem sind meine Monitore mit einem Spyder3 und DisplayCAL kalibriert.
Soweit alles richtig. Aber das ICC-Profil gilt nicht für Farbnegative.
THX 1138 hat geschrieben: Freitag 18. März 2022, 08:28 seit der Kalibrierung ist die Farb- und Grauwertdarstellung bei meinen Negativen deutlich besser.
Schön für Dich, aber das ist wohl Zufall, denn für Farbnegative ist die IT8-Kalibrierung nicht zuständig. Diese gilt streng genommen nur für das (nicht gealterte) Emulsionsmaterial, auf dem das IT8-Target belichtet ist.

Auch der Drucker muss natürlich via Farbmanagement kalibriert sein.

Hermann-Josef
DigitDia6000 (CyberView, SilverFast Archive Suite 8 & 9) / CanoScan9950F (ScanGear, VueScan Pro), Eizo CS240, xrite i1studio, Win10 (64bit), AMD (3.6GHz), Speicher 16GB
THX 1138
Beiträge: 12
Registriert: Samstag 19. Juni 2010, 11:50

Re: OpticFilm 135i Erfahrungsaustausch

Beitrag von THX 1138 »

Ich weiß nicht genau, was Vuescan macht, aber das Scanergebniss ist ein anderes, je nachdem ob ich das ICC Profil aktiviere oder nicht, auch bei Negativmaterial. Und mit aktiviertem Profil ist es besser.
Benutzeravatar
Jossie
Beiträge: 1773
Registriert: Sonntag 10. Februar 2013, 19:40
Wohnort: im Kraichgau
Kontaktdaten:

Re: OpticFilm 135i Erfahrungsaustausch

Beitrag von Jossie »

THX 1138 hat geschrieben: Freitag 18. März 2022, 10:09 das Scanergebniss ist ein anderes, je nachdem ob ich das ICC Profil aktiviere oder nicht, auch bei Negativmaterial.
Natürlich, das muss so sein. Einmal werden die Farben mittels Profil umgerechnet, einmal nicht.
THX 1138 hat geschrieben: Freitag 18. März 2022, 10:09 Und mit aktiviertem Profil ist es besser.
Dann würde ich es auch so lassen, denn erlaubt ist, was gefällt! Das kann sich aber ändern, wenn Du anderes Emulsionsmaterial scannst.

Hermann-Josef
DigitDia6000 (CyberView, SilverFast Archive Suite 8 & 9) / CanoScan9950F (ScanGear, VueScan Pro), Eizo CS240, xrite i1studio, Win10 (64bit), AMD (3.6GHz), Speicher 16GB
matthiask
Beiträge: 5
Registriert: Dienstag 22. März 2022, 10:07

Re: OpticFilm 135i Erfahrungsaustausch

Beitrag von matthiask »

Seit ein paar Tagen habe ich auch den Plustek 135i im Einsatz. Ziel ist es, meine alten Negativstreifen und Dias zu digitalisieren. Es handelt sich dabei um Hobbyaufnahmen (Family, Urlaube usw.) aus den Jahren zwischen ca. 1975 und 2000.

Das Handling mit dem 135i ist wirklich gut. Halter befüllen, einschieben und Scan starten. Wenn man sich auf die 3600er Auflösung beschränkt ist die Scangeschwindigkeit auch ok. Ich habe es nicht gemessen, aber ich schätze die Scandauer für einen 6er Filmstreifen oder 4 Dias auf etwa 3-4 Minuten, inklusive Kratzerentfernung.

Nicht so toll hingegen ist die Qualität der Bilder. Die gescannten Bilder sind alle sehr körnig und z.T. auch unscharf. Kann das an dem alten Filmmaterial liegen? Die damalige Kameratechnik war allerdings auch nicht gut. Ganz am Anfang irgendeine KB Kamera, später eine einfache Spiegelreflexkamera mit einfachen Objektiven. Vielleicht ist es aber auch der Scanner?

Also eher Quelle oder eher Scanner? Wie kann man herausfinden, ob es am alten Filmmaterial liegt? Was meint ihr?

Ich hätte auch einen NIKON Coolscan 5000 ED zu einem akzeptablen Preis kaufen können. Ok, schon deutlich teurer als der 135i. Aber aus schlechten Quellen kann der natürlich auch keine guten Bilder zaubern.
Benutzeravatar
Jossie
Beiträge: 1773
Registriert: Sonntag 10. Februar 2013, 19:40
Wohnort: im Kraichgau
Kontaktdaten:

Re: OpticFilm 135i Erfahrungsaustausch

Beitrag von Jossie »

matthiask hat geschrieben: Montag 11. April 2022, 09:36 Wie kann man herausfinden, ob es am alten Filmmaterial liegt?
Den Scan am Bildschirm mit dem Original auf einem Leuchttisch mit einer guten, starken Lupe (oder Mikroskop, falls verfügbar) vergleichen.

Hermann-Josef
DigitDia6000 (CyberView, SilverFast Archive Suite 8 & 9) / CanoScan9950F (ScanGear, VueScan Pro), Eizo CS240, xrite i1studio, Win10 (64bit), AMD (3.6GHz), Speicher 16GB
holgerbausd
Beiträge: 4
Registriert: Sonntag 10. April 2022, 22:30

Re: OpticFilm 135i Erfahrungsaustausch

Beitrag von holgerbausd »

Jossie hat geschrieben: Freitag 18. März 2022, 10:45 Nicht so toll hingegen ist die Qualität der Bilder. Die gescannten Bilder sind alle sehr körnig und z.T. auch unscharf. Kann das an dem alten Filmmaterial liegen? Die damalige Kameratechnik war allerdings auch nicht gut. Ganz am Anfang irgendeine KB Kamera, später eine einfache Spiegelreflexkamera mit einfachen Objektiven. Vielleicht ist es aber auch der Scanner?

Also eher Quelle oder eher Scanner? Wie kann man herausfinden, ob es am alten Filmmaterial liegt? Was meint ihr?
Hallo Matthias,
hab deinen Eintrag zu spät gesehen, lese hier mal interessiert mit. Ich hab ein ähnliches Vorhaben und mich für den gleichen Scanner entschieden, und mache auch die gleichen Erfahrungen.

Lässt man man die früheren fotografischen Fähigkeiten und das damalige Equipment (erstmal) außer acht, geht meine Vermutung in Richtung Software und Parametereinstellungen. Ich habe dazu einen Thread unter SW aufgemacht: Verständnisfrage: Vuescan vs Scannersoftware
Nutz du nur die Plustek Software, oder hast du auch noch eine andere versucht? Vuescan ist als Test frei (mit Wasserzeichen) aber man kann erkennen ob es einen Unterschied macht. Ich empfinde die meisten Scans mit Vuescan als "besser/glatter/schärfer", kann aber noch nicht genau sagen woran das liegt.
matthiask hat geschrieben: Montag 11. April 2022, 09:36 Den Scan am Bildschirm mit dem Original auf einem Leuchttisch mit einer guten, starken Lupe (oder Mikroskop, falls verfügbar) vergleichen.
Ich werde mir so mal 1-2 Testbilder mit guter Schärfe suchen und dann mit den Einstellungen weitermachen

Viel Erfolg, und lass uns gerne weitere Tipps und Erfahrungen tauschen.

Viele Grüße
Holger
matthiask
Beiträge: 5
Registriert: Dienstag 22. März 2022, 10:07

Re: OpticFilm 135i Erfahrungsaustausch

Beitrag von matthiask »

Ich habe noch einmal ein bisschen herumprobiert und habe festgestellt, dass die extreme Unschärfe bei Dias dadurch zustande kam, dass ich die Dias in den (Glas)rahmen gelassen hatte. Offenbar kann der Scanner dann nicht auf die Diafolie fokussieren und das Ergebnis ist unscharf. Dias aus dem Rahmen genommen, in den Filmstreifenhalter eingelegt ... und ein sehr viel besseres Ergebnis erhalten.

Dann habe ich auch noch einen Vergleich mit Vuescan durchgeführt. Das Handling der Vuescan Software und auch die vielen Einstellungsmöglichkeiten fand ich super, aber im direkten Bildvergleich fand ich die Farben bei der Plustek Software farbkräftiger und besser. Bei der Schärfe konnte ich keinen Unterschied feststellen.

Zusätzlich habe ich auch noch einen Vergleich zwischen der 7200er und der 3600er Auflösung vorgenommen, allerdings nur nach dem Eindruck mit bloßem Auge. Ich konnte dabei keinen signifikanten Unterschied feststellen.

Insgesamt bin ich trotz der o.g. Verbesserung bei den Dias ein bisschen enttäuscht von den alten Bildern. Rein qualitativ könnte man mit einem besseren Scanner vielleicht noch einen Tick mehr herausholen. Aber wofür? Es handelt sich in vielen Fällen um Urlaubsbilder und viele zeigen halt die 100ste Kirche oder den 100sten Weinberg. Sprich, viele der Bilder können eigentlich auf den Müll und bei den wenigen Bildern mit wirklichen Erinnerungen, Personen und Ereignissen kommt es eigentlich eher auf den Inhalt an und nicht darauf, ob das Bild ein bisschen mehr Körnung oder einen Tick Unschärfe hat.
Benutzeravatar
Jossie
Beiträge: 1773
Registriert: Sonntag 10. Februar 2013, 19:40
Wohnort: im Kraichgau
Kontaktdaten:

Re: OpticFilm 135i Erfahrungsaustausch

Beitrag von Jossie »

Hallo Matthias,
matthiask hat geschrieben: Dienstag 12. April 2022, 14:47 Offenbar kann der Scanner dann nicht auf die Diafolie fokussieren
Dein Scanner kann nicht fokussieren, er hat eine feste Fokuseinstellung. Die Schärfentiefe der Diascanner ist sehr gering, nur wenige Zehntel Millimeter. Durch das Glas wird der Fokus verschoben, was der Scanner nicht ausgleichen kann. Daher die Unschärfe.
matthiask hat geschrieben: Dienstag 12. April 2022, 14:47 Bei der Schärfe konnte ich keinen Unterschied feststellen.
Siehe meinen Beitrag im parallelen Faden.
matthiask hat geschrieben: Dienstag 12. April 2022, 14:47 Zusätzlich habe ich auch noch einen Vergleich zwischen der 7200er und der 3600er Auflösung vorgenommen,
Laut Test kann der Scanner wohl nicht mehr. Die höhere Auflösung produziert nur redundante Pixel, die man nicht mehr vollständig los wird.
matthiask hat geschrieben: Dienstag 12. April 2022, 14:47 Sprich, viele der Bilder können eigentlich auf den Müll
Dann solltest Du diese aussortieren.

Hermann-Josef
DigitDia6000 (CyberView, SilverFast Archive Suite 8 & 9) / CanoScan9950F (ScanGear, VueScan Pro), Eizo CS240, xrite i1studio, Win10 (64bit), AMD (3.6GHz), Speicher 16GB
THX 1138
Beiträge: 12
Registriert: Samstag 19. Juni 2010, 11:50

Re: OpticFilm 135i Erfahrungsaustausch

Beitrag von THX 1138 »

matthiask hat geschrieben: Dienstag 12. April 2022, 14:47 Das Handling der Vuescan Software und auch die vielen Einstellungsmöglichkeiten fand ich super, aber im direkten Bildvergleich fand ich die Farben bei der Plustek Software farbkräftiger und besser.
Ich empfand es eigentlich genau umgekehrt, mit Quickscan waren die Bilder farbstichig, zeichnungsärmer und übersättigt. Mit Vuescan kamen die Bilder dagegen deutlich natürlicher raus. Insgesamt produziert Vuescan aber schon eher entsättigtere Farben, da ist man vermutlich heute durch die Digitalfotografie ein anderes Sehen gewöhnt.
matthiask hat geschrieben: Dienstag 12. April 2022, 14:47 Zusätzlich habe ich auch noch einen Vergleich zwischen der 7200er und der 3600er Auflösung vorgenommen, allerdings nur nach dem Eindruck mit bloßem Auge. Ich konnte dabei keinen signifikanten Unterschied feststellen.
Kann ich bestätigen, selbst bei einem reichlich belichteten Ektar 100, der ja recht feinkörnig ist, sah ich keinen Unterschied zwischen 3600 und 7200 DPI, obwohl das USAF-Testchart bestätigt, dass der Scanner bei 7200 DPI höher auflöst.
Ich habe für mich daraus geschlossen, dass der Scanner schon bei 3600 DPI feiner auflöst als alle meine Vorlagen und scanne seither immer mit 3600 DPI.
matthiask hat geschrieben: Dienstag 12. April 2022, 14:47
Rein qualitativ könnte man mit einem besseren Scanner vielleicht noch einen Tick mehr herausholen.
Bin ich mir gar nicht sicher. Ich habe hier noch einen CrystalScan 7200, einen RPS 7200 und einen OpticFilm 7600i und habe interessehalber mal Vergleichsscans gemacht mit Fabrnegativ- Dia- und SW-Negativvorlagen. Den größten Unterschied machte die Scansoftware, da bietet Silverfast m.E. das beste Farbmanagement und die herstellereigenen Softwares sind eher nix. Aber wenn ich alle Scanner mit Vuescan betreibe, sind die Unterschiede zwischen den Scannern marginal. Ich vermute, im Consumerbereich sind die heutigen Scanner einander im Großen und ganzen ebenbürtig.
matthiask hat geschrieben: Dienstag 12. April 2022, 14:47 Aber wofür? Es handelt sich in vielen Fällen um Urlaubsbilder und viele zeigen halt die 100ste Kirche oder den 100sten Weinberg. Sprich, viele der Bilder können eigentlich auf den Müll und bei den wenigen Bildern mit wirklichen Erinnerungen, Personen und Ereignissen kommt es eigentlich eher auf den Inhalt an und nicht darauf, ob das Bild ein bisschen mehr Körnung oder einen Tick Unschärfe hat.
Eben, das schöne sind die alten Erinnerungsschätze, die man hebt, wenn man seine alte Negativsammlung digitalisiert :)
Antworten