ProScan 10T mit VueScan unter Linux

Fragen/Themen zu Reflecta-Filmscannern
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Joe
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Re: ProScan 10T mit VueScan unter Linux

Beitrag von Joe »

Stimmt. Bei einem so alten Monitor ist das sogar sehr wahrscheinlich.

Wenn man Tag für Tag vor dem gleichen Monitor sitzt, fällt einem das aber gar nicht auf. D.h. man sollte das mal mit einem "aktuellen" Monitor vergleichen.

TuXMax
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Re: ProScan 10T mit VueScan unter Linux

Beitrag von TuXMax »

Ich habe jetzt mal etwas an den Einstellungen gedreht und meine Kalibrierung hinterlegt. Das gescannte Dia mit kräftigen Farben dann auf der Leinwand verglichen mit dem Scannergebnis auf dem Loewe Connect 48. Die sehen sich schon sehr ähnlich.

Joe
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Re: ProScan 10T mit VueScan unter Linux

Beitrag von Joe »

Wie möchtest Du Dir die Scans später ansehen: PC-Monitor, Notebook, TV? Dann solltest Du ausprobieren wie die dort aussehen?

Möchtest Du die Scans auch ausdrucken? Dann mache eine Probeausdruck und prüf ob Du damit auch zufrieden bist.

Etwas aus meiner Historie: ich habe so vor 16 Jahren vollkommen falsch angefangen, denn ich habe so lange eingestellt bis ich am Monitor zufrieden war. Doch schon ein Ausdruck sah bescheiden aus. Dann habe ich festgestellt das mein Monitor nur etwa 70% des Farbraums darstellen konnte. Also wurde in Eizo Monitor (sehr teuer zu der Zeit) mit hoher Farbraumabdeckung angeschafft und ein Gerät zum Kalibrieren. Darauf sahen die Scans dann so bescheiden aus, wie ausgedruckt. Also alles noch mal neu eingestellt. Dann so ähnlich wie bei Dir: mit dem Dia auf der Leinwand verglichen.

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Jossie
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Re: ProScan 10T mit VueScan unter Linux

Beitrag von Jossie »

Aus meiner Erfahrung:

Ich habe meinen Scanner mit Target und Argyll kalibriert, den Eizo-Monitor mittels Spyder und DisplayCal ebenso. Scan eines Kodachrome-Dias auf dem Monitor verglichen mit dem Dia auf dem Tageslicht-Leuchttisch sehen recht ähnlich aus. Alle anderen Versionen (SF-Profil, VueScan mit und ohne Profil) kann man dagegen vergessen. Bei einem Ektachrome Dia ist das VueScan-Ergebnis mit ICC-Profil ebenfalls ganz gut brauchbar.

Hermann-Josef
Zuletzt geändert von Jossie am Mittwoch 26. Februar 2020, 13:26, insgesamt 1-mal geändert.
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TuXMax
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Re: ProScan 10T mit VueScan unter Linux

Beitrag von TuXMax »

Dazu gibt es in der c't (https://www.heise.de/select/ct/2019/20/1569246468394672 bzw. https://www.heise.de/select/ct/2019/20/ ... k.softlink) eine ausführliche Anleitung. Ebenso unter einen Link zu einem EIZO Test. Wenn ich den mit meinem alten T220 durchlaufen lasse, sieht es doch ganz passabel aus. Dennoch werde ich noch in mich gehen, ob ich demnächst einen Eizo gönne. Da stünde ein CG2730 als Luxusvariante, oder der CS2730, den man dann mit einem Colorimeter kalibrieren müsste. NEC habe ich mir noch nicht angesehen.

Die Programme ArgyllCMS und Displaycal sind bei meiner Distribution dabei, jedoch steht in dem Artikel auch der Hinweis:
Ein Hinweis vorab: Farbmanagement ist beim Wayland-Protokoll und den Wayland-Compositoren wie der Gnome Shell noch in der Entwicklung. Für farbgetreue Darstellung sollten Sie Gnome im X11-Modus betreiben.
Da ist vielleicht noch etwas Warten angesagt.

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Jossie
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Re: ProScan 10T mit VueScan unter Linux

Beitrag von Jossie »

Okay, zum Farbmanagement unter Linux gab es im Forum Pixls.us bereits einige Beiträge.

Als allerersten Test meines Monitors würde ich mir das Testbild von Steinmüller runterladen und entsprechend der Anleitung genau analysieren. Wenn da alles so rauskommt, wie im Text beschrieben, dann ist erst mal nichts grob falsch mit dem Monitor.

Hermann-Josef
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Joe
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Re: ProScan 10T mit VueScan unter Linux

Beitrag von Joe »

Ich persönlich würde nicht mehr viel Geld für einen Eizo ausgeben. Da gibt es gute preiswertere Alternativen mit genau so guter Farbraumabdeckung, zum Beispiel von LG, Benq, Dell, etc.

DirkK
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Re: ProScan 10T mit VueScan unter Linux

Beitrag von DirkK »

Hallo Herbert,

auch ich möchte meine ~1500 Dias und ungezählte Negativfilme selbst unter Linux mit dem reflecta Proscan 10T und VueScan digitalisieren. Beim Suchen bin ich dann auf Deinen Forumsbeitrag gestoßen. Bevor ich nun den Scanner und die Software kaufe und loslege, wollte ich Dich fragen, wie mittlerweile Deine Erfahrungen mit dem ProScan und VueScan unter Linux sind.

Funktioniert Alles so, wie Du Dir das vorgestellt hast, oder gab/gibt es unüberwindliche Hindernisse?

Falls es funktioniert, bist Du mit den Ergebnissen Deiner Dia- und Negativ-Scans zufrieden?

Würdest Du den ProScan 10T und VueScan für Linux-Benutzer empfehlen, oder hast Du mittlerweile eine bessere (bezahlbare) Alternative entdeckt?

Ich würde mich sehr freuen, wenn Du Deine Erfahrungen hier teilen würdest und bin mir sicher, dass das auch für andere Linux-Benutzer interessant sein dürfte!

Viele Grüße,

Dirk.

P.S.: Im Forum wird offensichtlich geduzt, deshalb mache ich das auch so - ich hoffe, das ist in Ordnung.

TuXMax
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Re: ProScan 10T mit VueScan unter Linux

Beitrag von TuXMax »

Hallo Dirk,

stimmt ich schaue nicht so oft ins Forum.
Meine Scanns mach ich je nach Zeit sporatisch, muss ja nicht alles auf einmal sein. Im Moment scanne ich nur Dias und bin mit der Kombination ProScan 10T und VueScan unter Linux (opensuse leap 15.1) sehr zufrieden. Was mich fasziniert ist die Staub- und Fleckenentfernung. Ich säubere meine Dias nicht, da ich sonst den Staub noch mehr verschmiere. Manche Dias habe auch einen leichten Pilzbefall. Das meiste wird herausgefiltert, nur bei großen Befall bleibt etwas übrig. Zur Kalibrierung habe ich mir ein Referenz-DIA für Fuji besorgt, da die meisten Film Fuji, Agfa oder Vogtländer waren. Später habe ich auch noch unter Linux mit einem geliehenen Spyder 2 expres unter Linux meinen Alten Monitor kalibriert, so dass ich für den Film und den Monitor icc Profile habe.
Also für meine Ansprüche reicht das.

Herbert

DirkK
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Re: ProScan 10T mit VueScan unter Linux

Beitrag von DirkK »

Hallo Herbert,

herzlichen Dank für Deine Rückmeldung! Das ist genau die Information, die ich gebraucht habe! Meine geplante Vorgehensweise klingt ziemlich genauso, wie Du sie beschrieben hast. Ich plane lediglich, eventuellen Staub von der Oberfläche meiner glaslosen Dias mit einem Druckluftspray wegzublasen. Falls Du damit schlechte Erfahrungen gemacht hast, lasse ich es lieber sein. Ich hoffe, dass die Schärfentiefe des Scanners für die nie ganz planen Dias ausreicht.
Ich habe ebenfalls hauptsächlich mit Agfa- und Fuji-Diafilmen fotografiert. Das mit dem Referenz-Dia klingt nach einer guten Idee! Hast Du den Eindruck, dass die Kalibrierung des Scanners etwas gebracht hat?
Laut meinem Spyder 3 deckt mein Dell Ultrasharp-Monitor im "Standard"-Modus praktisch 100% sRGB ab, und die Farbtemperatur ist auch nahe 6500 K. Eine versuchsweise Kalibrierung hat nur Nuancen im direkten A/B-Vergleich gezeigt, und da ich keine professionelle Arbeitsumgebung mit konstantem Licht habe, betreibe ich den Monitor einfach im "Standard"-Modus, was mir völlig reicht.

Nochmals herzlichen Dank!

Viele Grüße,

Dirk.

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Jossie
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Re: ProScan 10T mit VueScan unter Linux

Beitrag von Jossie »

Hallo Dirk,
DirkK hat geschrieben:
Samstag 1. August 2020, 11:11
eventuellen Staub von der Oberfläche meiner glaslosen Dias mit einem Druckluftspray wegzublasen
Man sollte die Vorlagen auf jeden Fall reinigen, Druckluft ist okay. Ich verwende eine Gärtnerspritze (ohne Wasser natürlich!), das ist umweltfreundlicher. Denn da wo Staub liegt, ist die Information weg. Da hilft auch kein IR-Prozedere.
DirkK hat geschrieben:
Samstag 1. August 2020, 11:11
Das mit dem Referenz-Dia klingt nach einer guten Idee!
Man sollte den Scanner auf jeden Fall kalibrieren, ebenso den Monitor. Allerdings ist das Farbmanagement von VueScan nur Schmalspur. Es kann nur de ganz einfachen Matrix-Profile. In meinen Anmerkungen zeige ich den Effekt auch für VueScan. Für die Kalibrierung von Kodachrome (falls vorhanden) ist VueScan unbrauchbar. Das gleiche gilt für die Staub- und Kratzerentfernung von Kodachrome.

Hermann-Josef
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DirkK
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Re: ProScan 10T mit VueScan unter Linux

Beitrag von DirkK »

Hallo Hermann-Josef,

vielen Dank für Deine Hinweise!
Jossie hat geschrieben:
Samstag 1. August 2020, 11:49
Man sollte die Vorlagen auf jeden Fall reinigen, Druckluft ist okay. Ich verwende eine Gärtnerspritze (ohne Wasser natürlich!), das ist umweltfreundlicher. Denn da wo Staub liegt, ist die Information weg. Da hilft auch kein IR-Prozedere.
Genau das habe ich mir auch gedacht mit der fehlenden Information durch Staub! Ich habe noch einen Handblasebalg für Objektivreinigung - dann sollte ich vielleicht lieber den nehmen, statt Druckluftspray.
Jossie hat geschrieben:
Samstag 1. August 2020, 11:49
Man sollte den Scanner auf jeden Fall kalibrieren, ebenso den Monitor. Allerdings ist das Farbmanagement von VueScan nur Schmalspur. Es kann nur de ganz einfachen Matrix-Profile. In meinen Anmerkungen zeige ich den Effekt auch für VueScan. Für die Kalibrierung von Kodachrome (falls vorhanden) ist VueScan unbrauchbar. Das gleiche gilt für die Staub- und Kratzerentfernung von Kodachrome.
Ich würde mir sehr gerne Deine kompletten Anmerkungen zum Scannen durchlesen! Leider verweist Dein Link nur zu einem kurzen PDF mit Inhaltsverzeichnis und der Bitte, Dich persönlich anzuschreiben, dass es aber Probleme mit Deinem PN-Bereich gibt. Wie komme ich am besten an Deine kompletten Anmerkungen und an Deine Demoscans aus Deinem Thread hier?

Viele Grüße,

Dirk.

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Jossie
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Re: ProScan 10T mit VueScan unter Linux

Beitrag von Jossie »

DirkK hat geschrieben:
Sonntag 2. August 2020, 10:26
Leider verweist Dein Link nur zu einem kurzen PDF mit Inhaltsverzeichnis und der Bitte, Dich persönlich anzuschreiben, dass es aber Probleme mit Deinem PN-Bereich gibt.
Mein PN-Ordner ist (fast) voll und aufgrund eines Software-Problems, das ScanDig nicht bereit ist zu beseitigen, kann ich den Ordner nicht löschen. Daher musste ich PNs bei mir deaktivieren. Aber ich habe am Ende der Vorschau auf meine Anmerkungen bzw. den Demoscans eine Behelfsadresse für Kontaktaufnahme angegeben.

Hermann-Josef
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micha12345
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Re: ProScan 10T mit VueScan unter Linux

Beitrag von micha12345 »

Da die meisten Reflecta/PIE unter Linux auch von Sane (Stichwort PIEUSB) unterstützt werden. Wurde das auch mal ausprobiert?

Ich hatte das mit meinem PIE 3650 Pro3 aka Proscan 4000 ausprobiert, aber nicht hinbekommen. Sane hat den Scanner zwar erkannt, aber nach Rootrechten gefordert. Nur mit Rootrechte wurde dann der Scanner nicht mehr erkannt. Der Fehler war vielleicht trivial. Aber für meine bescheidenen Linuxkenntnisse zu schwierig.

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