Kaufberatung Dia/Negativscanner

Fragen/Themen aus den Gebieten Scannen, Bildbearbeitung, Farbmanagement etc.
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Joe
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Re: Kaufberatung Dia/Negativscanner

Beitrag von Joe »

Wenn Du im RAW Format scannst, erledigst Du die Belichtung auch im Bearbeitungsprogramm und nicht in der Scansoftware.
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Jossie
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Re: Kaufberatung Dia/Negativscanner

Beitrag von Jossie »

Hallo,
kavenzmann hat geschrieben: Donnerstag 16. April 2020, 22:44 Die endgültigen Farben werden nicht im Scanprogramm eingestellt
Farbmanagement bedeutet nicht, Farben "einzustellen" sondern ICC-Profile zu verwenden. Wo bekommst Du das ICC-Profil für Deinen Scanner her?
kavenzmann hat geschrieben: Donnerstag 16. April 2020, 22:44 ist dass ich die "Belichtung" nicht mauell über Vorschau und Histogramm vernünftig regulieren kann
Da Du einen Nikon hast, bedeutet Belichtungsregelung eine Steuerung der Lampenhelligkeit. Beide Programme, VS und SF unterstützen das. In SF wird das analoge Verstärkung genannt, getrennt für R,G und B. Bei VS musst Du zunächst die Option "Belichtung halten" aktivieren. Dann kannst Du die Belichtung einstellen, getrennt für RGB und IR, also nicht R, G und B separat wie in SF.
Joe hat geschrieben: Freitag 17. April 2020, 08:56 Wenn Du im RAW Format scannst, erledigst Du die Belichtung auch im Bearbeitungsprogramm und nicht in der Scansoftware.
Das ist leider nicht richtig, denn wenn der Scan gelaufen ist, kann man die Belichtung nicht mehr verändern! Eine Manipulation von Histogramm und Gradationskurve ändert nicht die Belichtung sondern nur die Darstellung.

Hermann-Josef
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Joe
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Re: Kaufberatung Dia/Negativscanner

Beitrag von Joe »

Da sind wir nicht einer Meinung wobei Du irgendwie aber auch nicht unrecht hast.

Bei RAW Dateien macht man die "Belichtung" etc. in geeigneten Programme, z.B. "Lightroom" (da ist ja der Name schon selbsterklärend dazu).
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Jossie
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Re: Kaufberatung Dia/Negativscanner

Beitrag von Jossie »

Hallo Joe,
Joe hat geschrieben: Freitag 17. April 2020, 10:55 Da sind wir nicht einer Meinung
Das hat nichts mit "Meinung" zu tun sondern hier handelt es sich um feststehende Begriffe. Nachfolgend als Beispiel ein Zitat aus dem Textheft "Fotografie", herausgegeben vom VCI:
Die Belichtung H ist definiert als Produkt aus Beleuchtungsstärke E (Iux) und Belichtungszeit t (s).
Daher sollte man den Begriff Belichtung auch nur in diesem Sinne verwenden. Sowohl E als auch t werden beim Scan festgelegt und können im Nachhinein klarerweise nicht mehr verändert werden. Mit anderen Worten, jeder Scan hat eine klar definierte Belichtung H. Analog sind die Begriffe Unter- bzw. Überbelichtung zu verstehen. Auch diese können im Nachhinein nicht mehr korrigiert werden.

Das, was man nachher bei der Bildbearbeitung macht, ist reine Kosmetik, die sich nur auf die Darstellung bezieht.

Der Begriff "RAW" ist hier auch nicht korrekt, denn das hat nichts mit den RAW-Dateien einer Digitalkamera zu tun (deren Belichtung man auch nicht mehr ändern kann, wenn mal der Verschluss zu ist). Man sollte korrekterweise von linearen Scans reden. Die Fehlbezeichnung "RAW" führt immer wieder dazu, dass Scannerbenutzer meinen, sie müssten diese Scans mit einem RAW-Converter bearbeiten, was natürlich nicht geht.

Hermann-Josef
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kavenzmann
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Re: Kaufberatung Dia/Negativscanner

Beitrag von kavenzmann »

DIE BELICHTUNG
Die Belichtung bei den Nikon Scannern wird angeblich über die Belichtungszeit des CCD gesteuert.
Wobei ich das anhand der Scanzeiten nicht nachvollziehen kann.
Vermutlich ist es so, wie Jossie sagt und die Belichtung wird über die Lampenhelligkeit gesteuert.

Damit ist es jedenfalls eine vor dem eigentlichen Scan eingestellte Größe und ist somit auch im RAW vorhanden. Etwaige Unter- und Überbelichtungen (Clippings) können auch dort nicht mehr korrigiert werden.

VueScan unterstützt selbstverständlich auch unterschiedliche Werte für R,G und B Belichtungssteuerung.
Bei mir gibt es:
RGB exposure
Infrared exposure
R Gain, G Gain, B-Gain separat


Rohscan (RAW, linearer Scan)
VueScan bietet übrigens die Möglichkeit, den Rohscan auch als DNG-RAW abzuspeichern.
Damit läßt er sich dann tatsächlich in jedem RAW-Programm öffnen und wie ein Kamera-RAW bearbeiten.
Allerdings sehe ich den Vorteil nicht so recht, außer das i.d. Regel eine automatische Gamma-Wandlung erfolgt.
Die DNGs sehen z.B. in Lightroom völlig korrekt aus.
Da aber noch keine Staub- un dKratzerentfernung mittel Infrarot erfolgt ist, ist der Zusatznutzen gegenüber einem 48bit-TIF zu vernachlässigen.
Nur in VueScan selbst kann man, wie mit dem TIF-RAW auch, wieder die Nutzung des Infrarotkanals bestimmen.


FARB-"MANAGEMENT"
Ich beschäftige mich auch schon sehr lange mit Farbmanagement, halte das aber ehrlich gesagt hier nicht unbedingt für notwendig und zielführend. Ein ICC-Profil des Scanners allein führt erstmal zu keiner Genauigkeit, sondern berücksichtigt die Abweichungen des Scanners vom Ideal/Soll.
Damit wäre zwar der erste Schritt zu einem Farbmanagement getan. Es fehlen dann aber noch die Profilierung und Kalibrierung des Monitors, im Falle eines Drucks die Kalibrierung des Druckers/Ausbelichters sowie die Verwendung der korrekten Profile in allen beteiligten Programmen.
Das ganze muss, wenn es wirklich genau sein soll, auch regelmäßig wiederholt/kontrolliert werden.

Dieses ganze Farbmanagement geht davon aus, dass es so etwas eine "korrekte Darstellung" bzw. Reproduktion gibt.
Meiner Meinung nach gibt es die nur in soweit, dass die Farben der Vorlage am Ende korrekt auf dem Ausgabegerät wiedergegeben werden.
Wer genau das will, hat alles richtig gemacht.

Ich persönlich will, dass die Bilder "gut" aussehen, nicht "korrekt".
Die Vorlagen selbst unterliegen ja einem Alterungsprozess, im Fall von Negativen ist das herausrechnen der Negativmaske ein weiterer nicht standardisierter Eingriff. Wir haben an diesem Punkt also bereits die "korrekte" Route längst verlassen.
Im Bildbearbeitungsprogramm werden dann oft weitere Änderungen vorgenommen, sodass die ganze Farbmanagement-Geschichte bereits ad absurdum geführt wurde.

Mir genügt ein möglichst neutraler Scan mit einem Standard-Profil (sRGB) und ein sauber kalibrierter Monitor mit dem korrekten Profil.
Allein die Profilierung vom Monitor ist eine Sache für sich. Die meisten Heimanwender nutzen hier günstige Colorimeter (Spyder, i1 Display usw.).
Diese verwenden 3 Farbfolien (RGB) vor einem CCD-Sensor um die einzelnen Farbintensitäten zu messen.
Wer kalibriert diese Colorimeter? Genau...
Denn die Farbfolien altern, das CCD altert, die Colorimeter haben bereits ab Werk nur eine unzureichende Kalibrierung erfahren.

Ich habe hier ein Spektralphotometer, mit dem ich mein Colorimeter vor jeder Messung kalibriere und selbst dieser altert, wenngleich weniger stark.
Damit kalibriere ich meinen Monitor, damit ich sehen kann, wie meine Bilder (im Idealfall!) aussehen.

Der Idealfall bedeutet, dass man einen perfekt kalibrierten Monitor (bei sRGB ist der Gamma-Wert z.b. gar nicht spezifiziert!) in einer kontrolliert beleuchteten Umgebung ohne andere Farben im Blickfeld betrachten kann. Seien wir ehrlich - wie oft wird das passieren?

Vermutlich werde ich mir, abhängig vom Preis, auch ein IT8-Target für die Profilierung des Scanners besorgen. Rein interessehalber.
Aber dann müsste ich mir eigentlich auch Profile für jeden Filmtyp selbst anlegen und sämtliche Farben aus meinem Blickfeld verbannen...


Letztlich muss jeder für sich entscheiden, mit welchem Aufwand und Arbeitsablauf digitalisiert wird.
Für mich ist das so: Ich habe wenig Lust, einen Riesenaufwand für die Kontrolle von Dingen zu betreiben, die ich sowieso nicht wirklich beeinflußen kann. Wobei ich noch aktiv und selbständig im Arbeitsleben stehe und entsprechend "wenig" Freizeit habe.

Deshalb scanne ich jetzt folgendermaßen:

1) VueScan macht mir in einem Durchgang 1x RAW-DNG(64bit), 1x TIF(48bit), 1x JPG
Die Scanauflösung beträgt 4000dpi, die Ausgabeauflösung "nur" 2000dpi. Eine höhere Ausgabeauflösung bei KB halte ich schlicht für unnötig.
Die Datenmenge beträgt dabei nur noch ¼. Weiterer Vorteil: Durch die Skalierung verbessert sich der Signal-Rausch-Abstand und das Filmkorn ist weniger sichtbar. Dadurch kann man mit niedrigeren Werten der Kornreduzierung arbeiten und hat mehr "Spielraum" zur Schattenaufhellung.

2a) Stelle ich fest, dass etwas nicht stimmt (weil z.B. die Staub- und Kratzerentfernung oder Kornreduzierung Artefakte oder Fehler erzeugt hat) gehe ich mit dem RAW nochmal in Vuescan und baue mir neue TIF + JPG Varianten.

2b) Möchte ich gerne in die Bildbearbeitung, wird das JPG verworfen und mit dem 48bit TIF weitergearbeitet.
Im Bildbearbeitungsprogramm erzeuge ich wieder 1x TIF und 1x JPG

3) Sind die Bilder gut, landet das JPG in meinem Online-Archiv, RAW, TIF+JPG werden bei mir auf Festplatten archiviert

Allein die JPGs aus VueScan sehen oft schon gut aus, dass ich bei den meisten Bildern wohl nicht mehr eingreifen muss.

Der Nikon benötigt für den reinen Scan in voller Auflösung inkl. Staub- und Kratzerentfernung in VueScan ziemlich genau 60s. Für die Fokussierung benötigt er etwa 7s, die Vorschau nimmt nochmal etwa 25s in Anspruch und wird direkt nach Einlegen eines Einzeldias automatisch mit der Fokussierung ausgeführt. In der Regel scanne ich also ein Einzeldia/Negativ in etwa 2-3 min.
Die Batchverarbeitung mit dem SlideFeeder SF-200 muss ich noch testen. Meine Vorstellung wäre, dass ich 50 Dias ca. 65 min. scannen kann. Das entspricht etwa 400 Dias pro Arbeitstag.
Der Negativstreifenadapter kann man recht einfach ummodeln, dass er auch ganze Filmrollen verarbeitet. Dazu müssen letztlich nur 2 Lötstellen verbunden werden.

Frage:
Wie scanne ich meine KB-Panoramen (24x58mm) am geschicktesten?

Ich hatte mir gedacht, dass ich dazu die Mittelstege aus dem Fimstreifenadapter FH-3 entferne und das Panorama in zwei Stücken scanne. Die Überlappung sollte groß genug sein, da man ja 2x 36mm scannt.
Oder arbeitet man einfach mit dem Filmstreifeneinzug und stellt einen manuellen Offset für den Einzug ein?
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Re: Kaufberatung Dia/Negativscanner

Beitrag von kavenzmann »

FYI:

Auch bei den Kodachrome Dias macht sich das Duo LS-4000/VueScan sehr gut.
Die Farben sind konsistent und auch die Staub- und Kratzerentfernung funktioniert hervorragend.

Ich habe so oft gelesen, dass das bei Kodachrome nicht der Fall ist. Das scheint aber an der korrekten Verarbeitung im Labor zu liegen und weniger an den Entfernungsalgorithmen.
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Jossie
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Re: Kaufberatung Dia/Negativscanner

Beitrag von Jossie »

Hallo,
kavenzmann hat geschrieben: Freitag 17. April 2020, 12:10 R Gain, G Gain, B-Gain separat
Laut EH ist dies keine "echte" Belichtungsänderung sondern lediglich ein multiplikativer Faktor, der an die Einzelkanäle angebracht wird.
kavenzmann hat geschrieben: Freitag 17. April 2020, 12:10 VueScan bietet übrigens die Möglichkeit, den Rohscan auch als DNG-RAW abzuspeichern.
Das DNG ist doch nur eine andere "Verpackung" der Daten. Inhaltlich ist es gleich dem TIF. Wobei man beachten sollte, dass DNG nur von wenigen Programmen unterstützt wird. Dass man es mit "RAW"-Programmen öffnen kann, sagt nicht darüber aus, wie die Daten strukturiert sind. Jedenfalls gibt es kein demoasicing wie bei Rohdaten von einer Digitalkamera. Bei Scans habe ich auch schon von Problemen mit DNGs gehört und rate daher von deren Benutzung ab. Sie bringen absolut keinen Vorteil!
kavenzmann hat geschrieben: Freitag 17. April 2020, 12:10 Meiner Meinung nach gibt es die nur in soweit, dass die Farben der Vorlage am Ende korrekt auf dem Ausgabegerät wiedergegeben werden.
Die IT8-Kalibrierung des Scanners kann nicht mehr und sollte nicht weniger bringen als dass der Scan die Farben so wiedergibt, wie sie das menschliche Auge bei Betrachtung unter Sonnenlicht sieht. Natürlich muss man die gesamte Kette Scanner - Monitor - Drucker mit einbeziehen. Aber ohne IT8-Kalibrierung sind keine geräteunabhängigen Farben möglich. Und natürlich funktioniert das Ganze nur bei nicht verfärbtem Diamaterial.
kavenzmann hat geschrieben: Freitag 17. April 2020, 12:10 im Fall von Negativen ist das herausrechnen der Negativmaske ein weiterer nicht standardisierter Eingriff.
Das ist doch lediglich ein Weißabgleich und als solcher völlig gerechtfertigt und ich würde das nicht als "Eingriff" bezeichnen! Man macht damit die Maskierung des Films rückgängig. Das ist alles.
kavenzmann hat geschrieben: Freitag 17. April 2020, 12:10 Im Bildbearbeitungsprogramm werden dann oft weitere Änderungen vorgenommen, sodass die ganze Farbmanagement-Geschichte bereits ad absurdum geführt wurde.
Nein, das stimmt nicht, wenn man alles korrekt macht. Vergleiche doch mal die Farben mit und ohne ICC-Profil. Diese Änderungen kann man nicht mit Manipulation von Histogramm / Gradationskurve erreichen! In meinen Anmerkungen finden sich viele Beispiel dazu.
kavenzmann hat geschrieben: Freitag 17. April 2020, 12:10 das CCD altert
Nicht dass ich wüsste, dass ein CCD altert. Was soll denn dem Silizium passieren? Das hätte ich bei jahrelang benutzten CCD-Kameras merken müssen.
kavenzmann hat geschrieben: Freitag 17. April 2020, 12:10 bei sRGB ist der Gamma-Wert z.b. gar nicht spezifiziert
Poynton (2012) schreibt auf S. 323: The sRGB specificaton provides that a display will convert encoded R’G’B’ signals using an EOCF that is
a pure 2.2-power function.
kavenzmann hat geschrieben: Freitag 17. April 2020, 13:12 Aber dann müsste ich mir eigentlich auch Profile für jeden Filmtyp selbst anlegen
Jein. Natürlich spielt das Emulsionsmaterial eine Rolle. Aber nach E-6 entwickelte Filme verhlten sich bezüglich der Farbempfindlichkeit recht ähnlich. Unterschiede sind zwar da, aber relativ klein. Ganz anders ist das dagegen bei Kodachrome, das nach K-14 entwickelt wird. Hier ist ein Kodachrome-Target unabdingbar.
kavenzmann hat geschrieben: Freitag 17. April 2020, 13:12 Auch bei den Kodachrome Dias macht sich das Duo LS-4000/VueScan sehr gut.
Dem kann ich überhaupt nicht zustimmen. Die Farben von Kodachrome bekommt VueScan nicht hin, schon gar nicht mit einem von VueScan erzeugten ICC-Profil. Dieses ist nämlich nur Schmalspur, da nur matrix-basierte Profile möglich sind. Das ergibt einen scheußlichen Rotstich (siehe Anmerkungen).
kavenzmann hat geschrieben: Freitag 17. April 2020, 13:12 auch die Staub- und Kratzerentfernung funktioniert hervorragend.
Bezieht sich das auf die Nutzung von ICE oder die Staub- und Kratzerentfernung von VueScan? Denn für letztere gilt diese Aussage nach meiner Erfahrung in keiner Weise! Denn es wird überall korrigiert, wo das Motiv etwas dunkler ist, also auch da, wo keine Fehlstellen sind. VueScan ist in meinen Augen für Kodachrome unbrauchbar! Das haben mir auch schon andere Nutzer bestätigt.
kavenzmann hat geschrieben: Freitag 17. April 2020, 13:12 Das scheint aber an der korrekten Verarbeitung im Labor zu liegen und weniger an den Entfernungsalgorithmen.
Das liegt daran, dass bei Kodachrome im IR-Kanal das Motiv noch deutlich sichtbar ist und die Unterscheidung Motiv / Defekt dadurch schwierig wird.

Hermann-Josef
Zuletzt geändert von Jossie am Freitag 17. April 2020, 16:53, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Kaufberatung Dia/Negativscanner

Beitrag von kavenzmann »

Du zitierst hier einfach Einzelsätze aus dem Zusammenhang gerissen. Das macht wenig Sinn... :(

Es bleibt ja letztlich jedem überlassen, wie er das mit dem Scannen handhabt.

Ich finde es nur schwierig eigene Erfahrungen zu Verallgemeinern.
Zumal viele Deiner Informationen nicht ganz richtig sind.

Mit VueScan z.B. scheinst Du Dich nicht so gut auszukennen - was Dein gutes Recht ist.
Ich wäre dann aber vorsichtig, hier so klare Urteile abzugeben.

Ich persönlich kenne SilverFast einigermaßen und VueScan ebenso.
Gerade bei meinen alten Kodachromes bekomme ich mit VueScan deutlich bessere Ergebnisse hin, als mit Silverfast.
Auch versaut Silverfast mit der Staub- und Kratzerentfernung das Bild meist mehr als es hilft.
In VueScan klappt das BEI MIR hervorragend.

Das sind aber nur meine persönlichen Erfahrungen.
Zumal die Nikon-Scanner aus der Top-Serie eine Klasse für sich sind. Sowohl was die Dynamik angeht, aber auch in Sachen Geschwinfigkeit ist Reflecta bzw. PIE selbst nach 20 Jahren noch auf Abstand. Deshalb können die Erfahrungen mit der Software auch ganz andere sein.
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Jossie
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Re: Kaufberatung Dia/Negativscanner

Beitrag von Jossie »

kavenzmann hat geschrieben: Freitag 17. April 2020, 15:59 Du zitierst hier einfach Einzelsätze aus dem Zusammenhang gerissen. Das macht wenig Sinn...
Irgendwie hast Du die Funktion des Forums nicht so recht verstanden? Die Zitate sind dazu da, dass der Leser weiß, auf was man sich bezieht. Jeder kann im vorangehenden Beitrag genau nachlesen, um was es geht.
kavenzmann hat geschrieben: Freitag 17. April 2020, 15:59 Es bleibt ja letztlich jedem überlassen, wie er das mit dem Scannen handhabt.
Natürlich soll jeder nach seinen Vorstellungen glücklich werden.
kavenzmann hat geschrieben: Freitag 17. April 2020, 15:59 Zumal viele Deiner Informationen nicht ganz richtig sind.
Ich bin ja nicht unfehlbar! Aber es würde mich natürlich interessieren, wo ich falsch liege. Und es wäre auch schön, wenn Du dies hier dann korrigieren würdest, damit andere Leser auch etwas davon haben.
kavenzmann hat geschrieben: Freitag 17. April 2020, 15:59 Auch versaut Silverfast mit der Staub- und Kratzerentfernung das Bild meist mehr als es hilft.
Dann ist iSRD nicht korrekt eingestellt.
kavenzmann hat geschrieben: Freitag 17. April 2020, 15:59 In VueScan klappt das BEI MIR hervorragend.
Dann hast Du offenbar noch nicht näher betrachtet, wo VueScan bei Kodachrome überall rumkorrigiert.
kavenzmann hat geschrieben: Freitag 17. April 2020, 15:59 Zumal die Nikon-Scanner aus der Top-Serie eine Klasse für sich sind. Sowohl was die Dynamik angeht...
Ich will ja nicht abstreiten, dass Nikon-Scanner gut sind. Aber hast Du den Dichtebereich Deines Scanners schon mal gemessen? Die Angabe von Nikon, der Dichtebereich sei 4.2, ist mir zumindest sehr verdächtig! Denn log(16384)=4.2 ... Wüller hat den Dichtebereich des Nikon LS-5000 nach ISO21550 gemessen und gibt 3.53 an (wenn ich den Bericht richtig verstehe, dann für 1-sigma).

Mein DD6000 hat einen 16bit ADC und kommt auf einen Dichtebereich von knapp 4 (gemessen mit einem Target gemäß der Spezifikation von ISO21550).

Hermann-Josef
Zuletzt geändert von Jossie am Freitag 17. April 2020, 21:29, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Kaufberatung Dia/Negativscanner

Beitrag von kavenzmann »

Ja, jetzt sehe ich zumindest den aufgeblähten Rotkanal in den Kodachromes bei Vuescan auch.
Das lässt sich allerdings leicht in der Bearbeitungssoftware entfernen... zumindest solange es nicht clippt.

Es wäre natürlich schon schön, wenn man das wegbekäme.
Dazu müsste man dann aber letztlich ein eigenes Kodachrome ICC-Profil erstellen.

Bekommt man IT8-Targets denn auch irgendwo geliehen?
Ich wollte zum Test jetzt nicht gleich welche kaufen, die sind ja ganz schön teuer!
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Re: Kaufberatung Dia/Negativscanner

Beitrag von Jossie »

kavenzmann hat geschrieben: Freitag 17. April 2020, 19:11 Das lässt sich allerdings leicht in der Bearbeitungssoftware entfernen...
Nicht wirklich, denn wie bereits gesagt, kann die Manipulation des Histogramms oder der Gradationskurve ein korrektes ICC-Profil nicht ersetzen. Das ergibt sich zwingend aus der Funktionsweise.
kavenzmann hat geschrieben: Freitag 17. April 2020, 19:11 Dazu müsste man dann aber letztlich ein eigenes Kodachrome ICC-Profil erstellen.
q.e.d. ;) , und das mit der richtigen Software! Weder VueScan noch SilverFast können das wirklich!
kavenzmann hat geschrieben: Freitag 17. April 2020, 19:11 Ich wollte zum Test jetzt nicht gleich welche kaufen, die sind ja ganz schön teuer!
Die E-6-Targets gibt es für ca. €35/Stück oder im Bündel auch günstiger. Das Kodachrome-Target kostet, wenn man noch eines bekommt, €700 :o

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Re: Kaufberatung Dia/Negativscanner

Beitrag von kavenzmann »

Zum Scannen KB-Panoramen

Das geht auch und zwar ziemlich gut!

Habe gerade mal probeweise ein Kodak T-Max Pro 3200 24x58mm Negativ in zwei Teilen gescannt und in Affinity Photo (sehr guter Photoshop-Ersatz!) automatisch stitchen lassen. Noch einfacher geht's vermutlich nicht.


Und so gelingt's:

Der Filmstreifen-Halter Nikon FH-2/FH-3 eignet sich für besondere Formate ganz hervorragend, da man darin die Filmstreifen händisch verschieben kann.
Also einfach
1) ein Preview mit Fokussierung/Belichtungsregelung machen
2) Teil 1 scannen
3) Exposure Lock in VueScan checken
4) Film verschieben (bei Bedarf erneutes Preview ohne Fokussierung(!) machen)
5) Teil 2 scannen

In Affinity Photo unter Datei/Neues Panorama die beiden Bilder anwählen und automatisch stitchen lassen - bei Bedarf korrigieren.
Anwenden drücken - fertig.

Da im Filmstreifenhalter noch zwei kleine Plastikstege, die das Negativ an den Zwischenbereichen andrücken sollen, im Weg sind - müssen die noch abgeknipst werden. Das geht ganz problemlos. Fertig ist die KB-Panorama Scanvorlage!
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