Scannen mit dem Nicon Cooscan 5000 ED

Fragen/Themen zu Nikon-Filmscannern
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werma
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Scannen mit dem Nicon Cooscan 5000 ED

Beitrag von werma » Mittwoch 27. Juli 2016, 15:50

Hallo,
ich möchte hier mal einen kleinen Bericht abgeben, über meine Arbeit mit dem Nikon Coolscan 5000 ED:
Ich besitze dieses Gerät seit 2006 und habe seitdem für Freunde und Bekannte über 100 000 Dias, Negativfilmstreifen und APS-Filmrollen gescannt. Mit dem Slidefeeder SF-210 scanne ich im Stapelscan bis zu 50 Dias gleichzeitig, wobei ich die besten Resultate beim Scannen ohne Glas bekomme. Oft ist es aber sehr mühselig alte Dias vom Glas zu befreien und neu zu rahmen. Manchmal sind die Dias von Pilzen unter dem Glas besschädigt oder mit Artefakten versehen. Allerdings werden diese Fehler in der Regel von ICE wegretuschiert. Der Rest wird mit Photoshop erledigt. Mit dem mitgelieferten Negativfilmscanner werden Filmstreifen exakt abgescannt. Da eine Freundin mir mal 50 APS-Filmkartuschen zum Scannen abgegeben hatte, legte ich mir den Nikon APS-Adapter IA-20 für den Coolscan zu, der nur noch über ebay zu finden ist.
Ich scanne mit VueScan und bin mit der Software von Hamrick mehr als zufrieden.
Um die Dias staub- und kratzfrei zu scannen finde ich die ICE-Infrarot-Retusche hervorragend und will sie nicht mehr missen.
Ein Bekannter hat sogar mal seinen ganzen Diabestand bei mir abgeladen - es waren über 13 000 Dias. Meine ältesten Dias, die ich mit dem Gerät gescannt hatte, stammten aus dem Jahr 1943.
Jüngst wurde mir von einem Freund zwei Kisten zugeschickt, voll mit alten Dias, Negativfilmstreifen und APS-Kartuschen. Er hatte diese Raritäten auf dem Dachboden des Hauses von seinem verstorbenen Vaters gefunden. Er wusste also gar nicht was da drauf war. Die Dias befreite ich erst einmal vom Glas, dann wurden sie neu gerahmt und mit dem Slidefeeder gescannt. Die vielen Negativstreifen wurden mit dem Filmstreifenscanner bearbeitet und die APS-Rollen mit dem IA-20 APS-Filmscanner. Alles wurde klaglos von dem Nikon Coolscan erledigt und zwar in einer Auflösung von 4000 dpi. Allerdings fand ich in den Kisten noch eine Menge Minox Negativfilmstreifen. Da konnte mir der Filmstreifenscanner wegen dem kleinen Format auch nicht mehr weiterhelfen. Ich wurde im Internet auf folgende Lösung aufmerksam gemacht: Die Miniaturbilder abschneiden, in Diarahmen mit Glas einsetzen, eventuell etwas mit Tesafilm fixieren und Glasrahmen zuklappen. Wenn das Glasrähmchen noch etwas Klebereste besitzt, umso besser. Dann in den Slidefeeder einsetzen und bei Vuescan auf Negativbilder einstellen und siehe da es hat wunderbar geklappt. Mit Photoshop müssen die aber noch nachbearbeitet werden (gerade stellen, Farben verbessern). Mein Freund war von dem Ergebnis total begeistert....
Insgesamt bin ich mit dem Nikon Coolscan 5000 ED seit Jahren sehr zufrieden und hat mich noch nie im Stich gelassen. Bisher kam es zu keinen Aussetzern oder gravierenden Fehlern. Schade nur, dass diese wunderbare Gerät nicht mehr hergestellt wird und die zusätzlichen Scam-Adapter nur noch selten und sehr teuer aufzufinden sind.
Grüße
Werma

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