Software für KB-Dia und -Filmstreifen-Scanner 5000

Fragen/Themen zu Nikon-Filmscannern
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Mick
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Software für KB-Dia und -Filmstreifen-Scanner 5000

Beitrag von Mick » Samstag 12. März 2016, 14:03

Hallo liebe Fotofreunde,
ich benötige aus aktuellem Anlaß Hilfe, und zwar leider recht eilig...
Es geht um das Modell 5000 ED, welche Software benötigt man denn unter Windows, um den Scanner (gut) verwenden zu können? Eigentlich wollte ich eine Ausrüstung mit komplettem Software-Paket kaufen, aber möglichewrweise läuft da jetzt etwas schief...

Wie man bei neueren Win-Versionen tricksen muß, um manche Software noch verwenden zu können, dazu habe ich bereits einiges gelesen, darum geht es jetzt aber weniger: Da ich die Ausrüstung noch nicht habe, weiß ich gar nicht, welche Software man überhaupt benötigt.
Und da ich gelesen habe, daß manche Scan-Software recht teuer sein soll, benötige ich jetzt die Info, mit welchen Kosten ich evtl. rechnen muß für den Fall, daß eine Software bei der Ausrüstung nicht enthalten ist (gibt es ja nur noch gebraucht).
Gelesen habe ich von einer Software von Nikon selbst für deren eigene Geräte, aber selbst die scheint kostenpflichtig zu sein?
Dann gibt es "Vuescan" und "IT-8 Targets"...

So, wie ich es verstehe, hat die "Basis-Software"(?) noch keine gute Farbstich-Behandlung?
Und die 5000er Geräte haben ja eine Hardware-Fehlerkorrektur, benötigt man für die Fehlerkorrektur (Staub, Kratzer) trotzdem noch eine Software?

Vielen Dank

P.S.:
Ich habe eben den Titel korrigiert, da muß beim nachträglichen Herumkopieren was schiefgelaufen sein (mein Originaltext war für dieses Feld zu lang): Es geht um Scanner für KB-Dias und -Negative.
Zuletzt geändert von Mick am Sonntag 13. März 2016, 14:12, insgesamt 1-mal geändert.

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Jossie
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Re: erforderliche Software für KB- und Filmstreifen-Scanner

Beitrag von Jossie » Samstag 12. März 2016, 14:46

Hallo Mick,

mit dem Nikon-Scanner sollte eigentlich die Software NikonScan dabei sein (siehe Testbericht). Ob diese Software z.B. unter Windoes10 noch läuft, entzieht sich meiner Kenntnis. Aber schau mal hier: viewtopic.php?f=8&t=26711
Mick hat geschrieben:daß manche Scan-Software recht teuer sein soll
Nikon Scan s.o., VueScan gibt es in 2 Versionen (Lizenz für 4 Rechner und beliebig viele Scanner) und ist recht günstig, SilverFast gibt es in verschiedenen Ausbaustufen bis hin zu Archive Suite (mit HDR) läuft nur auf einem Rechner und für einen Scanner. Die aktuellen Preise musst Du Dir auf den jeweiligen Webseiten ansehen. Zu den Vor- und Nachteilen des jeweiligen Pakets solltest Du Dich hier im Forum kundig machen. Vor allem hängt es auch davon ab, was Du mit den gescannten Bildern machen möchtest, welche Ansprüche und Erfahrungen Du hast, und wie viel Zeit Du in die Bearbeitung investieren möchtest / kannst.
Mick hat geschrieben:Dann gibt es "Vuescan" und "IT-8 Targets"...
Das sind zweierlei Dinge. VueScan ist die Scansoftware, die eine sehr eingeschränkte Möglichkeit für IT8-Kalibration mit sich bringt. IT8-Kalibration ist die Eichung des Farbverhaltens des Scanners, d.h. man benötigt ein Target für das Filmmaterial, das man scannen möchte. Anhand eines Scans dieses Targets wird ein Profile berechnet, mit dem die Farben des Scans korrigiert werden. Beispiele, wie sich das auswirkt, findest Du hier. Bei SilverFast (je nach Ausbaustufe) ist die IT8-Kalibration voll implementiert (siehe hier).
Mick hat geschrieben:Hardware-Fehlerkorrektur, benötigt man für die Fehlerkorrektur (Staub, Kratzer) trotzdem noch eine Software
Sowohl VueScan als auch SilverFast bringen eine infrarot-basierte Staub- und Kratzer-Entfernung mit. Beim Nikon ist diese Korrektur (ICE genannt) auch in der Software enthalten. Dazu kann ich Dir nur empfehlen , den Testbericht zu lesen. ICE wird oft als "Hardware-Korrektur" bezeichnet. Dies bezieht sich aber nur auf den Aspekt, dass der Scanner eine IR-Lichtquelle und ein IR-empfindliches CCD haben muss. Die Detektion der Störstellen und deren Korrektur erfolgt über Software.

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Mick
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Re: erforderliche Software für KB- und Filmstreifen-Scanner

Beitrag von Mick » Samstag 12. März 2016, 15:09

Hallo und vielen Dank!

Also mir ist nicht alles klar geworden, so habe ich das verstanden:
  1. Entweder NikonScan oder Vuescan sollte eigentlich bei jedem Gerät dabei sein?
  2. Beides ist kostenpflichtig (auch NikonScan), aber nicht sehr teuer?
  3. Das Gerät bringt die Hardware-Voraussetzung mit, aber die Software muß das unterstützen (was allerdings bei allen dreien NikonScan, Vuescan und SiverFast gegeben ist)?
  4. IT-8-Software (wie etwa IT-8 Targets von Wolf Faust?) kann mit jeder Scan-Software verwendet werden?
Mir ist zwar nicht ganz klar, wie eine Kalibrier-Software unabhängig von der Scan-Software sein kann, da ja die Scan-Software bereits die Dateien speichert? "Hängt sich" die Kalibrier-Software in die Scan-Software rein (Plug-in) oder speichert die Scan-Software in einem Format (ähnlich RAW), für das noch keine Farbkorrektur durchgeführt wurde?

Also die mit Abstand meisten Bilder werde ich gar nicht nachbearbeiten wollen, es geht um eine dicke vierstellige Zahl zu scannender KB-Fotos. Aber bei einigen, wertvolleren, möchte ich schon sehr gerne ein "Optimum" herausholen können.


vielen Dank nochmal!

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Jossie
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Re: erforderliche Software für KB- und Filmstreifen-Scanner

Beitrag von Jossie » Samstag 12. März 2016, 15:52

Hallo Mick,
Mick hat geschrieben:Entweder NikonScan oder Vuescan sollte eigentlich bei jedem Gerät dabei sein?
Nein, Nikon-Scan ist natürlich nur bei einem Nikon-Scanner dabei. Es kann aber gut sein, dass unter heutigen Windows-Systemen Nikon-Scan nicht mehr läuft. Siehe zitierten Faden. VueScan müsstest Du separat kaufen. VueScan ist relativ günstig, auch hinsichtlich der Lizenzpolitik.
Mick hat geschrieben:IT-8-Software (wie etwa IT-8 Targets von Wolf Faust?) kann mit jeder Scan-Software verwendet werden?
Sowohl VueScan als auch SilverFast können anhand eines Targets ICC-Profile erzeugen. Zusätzlich gibt es noch andere Software, z.B. Argyll (kostenlos), mit der sehr gute Profile erzeugt werden können. Einen Vergleich der Ergebnisse findest Du in obigem Faden und hier. VueScan kann nur einfache Profile verarbeiten, SilverFast (je nach Ausbaustufe?) die volle Pracht.
Mick hat geschrieben:wie eine Kalibrier-Software unabhängig von der Scan-Software sein kann, da ja die Scan-Software bereits die Dateien speichert?
Du scannst das Target und speicherst den Scan ab. Dann wendest Du die IT8-Software an, die diesen Scan analysiert und anhand einer mit dem Target mitgelieferten Referenzdatei erzeugst Du ein ICC-Profil. Dieses ICC-Profil wird dann im Scan-Programm auf die Scan-Daten angewandt und damit die Farben korrigiert. Bei VueScan und SilverFast kannst Du auch im Programm Scan des Targets und Erzeugen des Profils erledigen.
Mick hat geschrieben:speichert die Scan-Software in einem Format (ähnlich RAW), für das noch keine Farbkorrektur durchgeführt wurde?
Auch das geht sowohl bei VueScan als auch bei allen SilverFast-Varianten: Speichern der Rohdaten, wie sie der Scanner liefert, ohne Bildbearbeitung. Dann wird darauf in VueScan oder bei SilverFast in HDR (erfordert dann aber SilverFast HDR !), die Bildverarbeitung einschließlich ICC-Profil angewandt.
Mick hat geschrieben:schon sehr gerne ein "Optimum" herausholen können
Das geht in meinen Augen nur mit der vollen Pracht von SilverFast (siehe dazu Joes Meinung), aber darüber sind die Meinungen sicher geteilt. Über die Unterschiede VS vs. SF müsste man noch separat sprechen.

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Re: erforderliche Software für KB- und Filmstreifen-Scanner

Beitrag von Joe » Samstag 12. März 2016, 19:23

Willkommen hier im Forum.

Wenn Du den Scanner nicht extrem günstig bekommst (also sozusagen geschenkt), würde ich Dir eher zu einem aktuellen Gerät raten. Die Nikon waren sicher zu Ihrer Zeit gute Geräte. Aber die Zeit ist nicht stehen geblieben und andere Hersteller haben weiter entwickelt. Nikon hat die Produktion, wie Du ja weißt, eingestellt.

Zunächst solltest Du mal sehen ob Nikonscan bei dem Gerät dabei ist und zum Laufen zu bringen ist. Dann solltest Du damit die ersten "Gehversuche" machen. In der Regel ist die Hersteller-Software immer am besten auf die Geräte abgestimmt und am einfachsten zu bedienen.

Wenn Nikonscan nicht klappt, könntest Du vor dem Kauf Vuescan oder Silverfast kostenlos testen. Das bieten ja beide an. Vuescan ist einfacher zu bedienen, bietet aber auch weniger Möglichkeiten als Silverfast. Das kann auch von Vorteil sein, viele Anwender sind von Silverfast einfach überfordert.

Das "Optimum" beim Scannen ist ein sehr dehnbarer Begriff. Hermann-Josef ist sicher "die Referenz" wenn es darum geht je Dia das optimale Ergebnis herauszuholen. Mir reicht es aus, wenn meine Dias in sehr guter Qualität gescannt sind. Auf Grund der Menge, habe ich auch gar nicht die Zeit mich jedem Dia intensiv zu widmen. Daher wird bei mir erst mal alles mit "Standard Einstellungen" gescannt. Nur sehr wenige Dias (< 3%) werden dann noch mal "individuell behandelt".

In meinem Bekanntenkreis habe ich die Erfahrung gemacht das die meisten gar nicht ein "tolles, wie neu aussehendes" Ergebnis wünschen, sondern "den Charme der alten Dias" behalten möchten.

Das ist natürlich Geschmackssache.

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Jossie
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Re: erforderliche Software für KB- und Filmstreifen-Scanner

Beitrag von Jossie » Sonntag 13. März 2016, 10:48

Hallo Mick,
Problem mit externer Software ist die Staub- und Kratzerentfernung, die auf das IR-Bild zugreift. Die Anwendung ist nur mit VueScan oder SilverFast mit deren jeweils eigenen Rohdaten möglich. Aber: Bei VueScan kannst Du die Staub- und Kratzerentfernung anwenden und trotzdem als Rohdaten speichern. Dies ist ein kleiner Widerspruch, denn es sind dann halt keine wirklichen Rohdaten mehr. Bei SilverFast gibt es diese Option nicht.

Vorteil: Da VueScan nur ein sehr eingeschränktes Farbmanagement kann, weicht man mit all der anderen Bildbearbeitung auf z.B. RawTherapee oder GIMP (Achtung: 48bit-Verarbeitung geht nur ab Version 2.9!) und Argyll aus. Diese sind kostenlos und liefern hervorragende Ergebnisse.
Nachteil: Díe Staub- und Kratzerentfernung in VueScan werkelt in dunklen Bereichen an vielen Stellen rum, wo es nichts zu korrigieren gibt. Das ist auch aktuell noch so. Wenn Du das in Kauf nimmst ...

Problematischer wird es mit den Rohscans von Farbnegativen, da beide Programme hier eigene Profile mit einrechnen. Auch das Herausrechnen der Orange-Maske und das Invertieren der Farben ist nicht trivial. Z.B. ist das Kommando in PhotoShop "Invertieren" nicht das, was man verwenden möchte.

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Re: Software für KB-Dia und -Filmstreifen-Scanner 5000

Beitrag von Mick » Sonntag 13. März 2016, 14:14

++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++
Update: Ich habe den Titel des Threads korrigiert, es geht um Dias und Farbnegative im KB-Format.
Da hatte ich wohl beim Herumbasteln im Titel etwas verloren (Original-Titeltext war zu lang).
++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++

Vielen Dank für die vielen Infos!
Mit GIMP wollte ich mich schon immer gern mal intensiver befassen, da habe ich auch einen "Experten", der mir Dinge zeigen kann. Installiert habe ich es schon lange (muß vielleicht geupdatet werden).
Und ich werde dann wohl nicht SilverFast nehmen, sondern eins der beiden "einfacheren" und kostengünstigeren.
  1. Mit "bei jedem Gerät" mit dabei meinte ich bei jedem Exemplar dieses hier behandelten Modells 5000. Das ist doch wohl richtig, daß diese Geräte nicht ohne Software verkauft werden?
  2. Ich hatte gefragt "IT-8-Software (wie etwa IT-8 Targets von Wolf Faust?) kann mit jeder Scan-Software verwendet werden?". Dazu habe ich jetzt einige Feedbacks, aber 100% klar ist mir das immer noch nicht... möglich oder nicht? Ist es vielleicht so, daß solche Software "lediglich" Farbprofil-Daten erzeugt, und man solche von jedem "Scan-Programm" verwenden lassen kann?
  3. Ich habe gelesen, daß viele von den heutigen Geräten für um die 2000 Euro Neupreis keinen Farbnegativ-Film verarbeiten können. Und ich habe gelesen, daß diese nicht mit etwas wie etwa diesem 5000er von Nikon mithalten könnten - ist das falsch? Es soll wohl sehr teure Software geben, die auch aus schlechteren Scannern gute Ergebnisse herausholen kann. Aber die kann man dann wohl auch bei teureren Geräten verwenden und dann noch bessere Ergebnisse bekommen? Oder muß man bei den älteren Nikon-Geräten langsam mit Defekten rechnen?
  4. Optimum ist dehnbar, wie wahr... :D Ich meine damit, daß ich bei manchen "wichtigeren" Aufnahmen schon die maximal enthaltene Schärfe in die Datei bekommen möchte und zugelaufene zu dunkle Bereiche aufgelöst bekomme und keinen zu üblen Farbstich habe.
  5. Es geht nicht ausschließlich um Dias und die Dias sind auch nicht alle alt: Ich habe auch in Urlauben, bei denen ich wußte, daß ich sehr viel fotografieren werde, aus Kostengründen Diafilme verwendet und die Entwicklung inkl. CD bestellt. Aber die Scan-Qualität war sehr schlecht.
  6. Und zu "eingeschränktes Farbmanagement von VueScan": Gilt das auch, wenn man für die Farbkorrektur noch eine eigene Software verwendet, wie etwa das von Wolf Faust?
  7. Soll denn sowas wie etwa IT-8 Targets von Wolf Faust nicht speziell dafür sein, auch Farbnegative ohne Farbstich gespeicher zu bekommen?
echt danke nochmal...!

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Re: Software für KB-Dia und -Filmstreifen-Scanner 5000

Beitrag von Jossie » Sonntag 13. März 2016, 15:00

Hallo Mick,
Mick hat geschrieben:Mit GIMP wollte ich mich schon immer gern mal intensiver befassen
GIMP kann bis Version 2.8 nur 8Bit/Kanal. Aber Du solltest bei diesem Scanner auf jeden Fall mit 16 Bit/Kanal arbeiten und erst ganz am Ende auf JPG übergehen. Stichwort: Farbabriss.

Zu Deinen Punkten:
1) Wie gesagt, sollte Nikon-Scan dabei sein. Ob Dir das was bringt, ist unklar, denn das läuft u.U. auf modernen Windows-Systemen nicht mehr.
2) Es gibt keine sog. IT8-Software! IT8 ist der Target-Typ. Was Du meinst ist Software, um ICC-Profile zu erstellen. Das kann VueScan sehr eingeschränkt (nur Matrix-Profile), SilverFast kann das besser aber auch nicht 100%ig. Beste Ergebnisse erhalte ich mit Argyll. Nicht jedes Scanprogramm kann ICC-Profile verarbeiten. Dazu muss es Farbmanagement können.
3) Jeder Diascanner sollte auch Farbnegative scannen können, zumindest wenn sie gerahmt sind. Ich wüsste nicht, welcher das nicht kann. Keine Software der Welt kann aus schlechten Daten gute Bilder machen! Scanner haben Verschleißteile: Flexibles Flachbandkabel, Zahnräder (oft aus Plastik), Schrittmotor, LEDs können altern, wenn auch selten ... Bei einem gebrauchten Scanner solltest Du die Anzahl erfolgter Scans erfragen. Zur Orientierung: reflecta gibt Garantie für 2 Jahre oder 20,000 Scans, je nachdem, was zuerst eintritt.
4) Schärfe hat allein etwas mit dem Scanner und nichts mit der Software zu tun. Dabei sollte man nicht allein nach dem Datenblatt gehen, denn das ist die mechanische Auflösung (so nenne ich sie mal), die sich aus Abbildungsmaßstab und CCD-Pixelgröße errechnet. Kann die Optik diese Auflösung nicht nutzen (wie bei vielen Flachbettscannern), gibt es deutlich geringere Auflösungswerte, gemessen im Bild. Letztendlich ist es auch eine Frage der Justierung des individuellen Gerätes. Aus dunklen, zugelaufenen Bereichen im Dia wird auch ein guter Scanner nicht plötzlich brillante Farben erzeugen können. Entscheidend ist hier der Dichtebereich, den der Scanner erfassen kann. Für korrekte Farbwiedergabe ist ein gutes ICC-Profil in meinen Augen unerlässlich.
5) Ja, denn VueScan kann nur matrix-basierte Profile kleiner 1kByte. LUT-basierte Profile sind wesentlich genauer aber auch z.B. mal 500kByte groß oder noch wesentlich größer.
6) Für Farbnegative gibt es keine Targets zur Profilerstellung. VueScan und SilverFast bieten hier vorgefertigte Profile für viele verschiedene Filmtypen an. Wenn der Filmtyp nicht dabei ist, muss man ein möglichst passendes auswählen. Bei SilverFast im Expertenmodus kann man eigene Profile erstellen und abspeichern. Bei Farbnegativen ist das Herausrechnen der Orange-Maske eines der Probleme. Bei VueScan hat man darauf keinen Einfluss, bei SilverFast im Expertenmodus kann man eingreifen (momentan aber mit einem Softwarefehler behaftet).

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Re: Software für KB-Dia und -Filmstreifen-Scanner 5000

Beitrag von Joe » Sonntag 13. März 2016, 16:46

@Mick

Einiger Deiner Äußerungen lassen bei mir die Vermutung zu, dass Du heftig in den anderen Webseiten des Forenbetreibers gelesen hast. Du solltest bedenken das es sich hierbei um einen Händler handelt. Da solltest Du auch berücksichtigen das der eigene Interessen hat.

Wie Jossie schon gesagt hat: bei Negativen gibt es keine IT8-Kalibrierung. Bei neueren Dias solltest Du davon auch keine Wunder erwarten. Oft sind die schon ohne Kalibrierung von den Farben sehr gut.

Deine Ansprüche kannst Du natürlich nur selbst beurteilen. Es gibt aber auch Scanner deutlich unter 2000 Euro die Negative mindestens genau so gut Scannen wie der "olle Nikon" ;)

Ich kenne sogar viele Anwender die mit der Qualität eines Canon CanoScan 9000F zufrieden sind. Ob das für Deine Ansprüche reicht kannst Du nur selbst beurteilen.

Ich kann gerne für Dich ein paar Negative mit dem Reflecta DigitDia 5000 und Canon CanoScan 9000F scannen. Dann kannst Du Dir selbst ein Bild davon machen, wie die Qualität ist. Details sollten wir dann per PN oder E-Mail klären.

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Re: Software für KB-Dia und -Filmstreifen-Scanner 5000

Beitrag von Jossie » Sonntag 13. März 2016, 17:00

Hallo Joe,
da muss ich aber widersprechen!
Joe hat geschrieben:Bei neueren Dias solltest Du davon auch keine Wunder erwarten.
IT8-Kalibration macht i.A. nur bei neuen Dias Sinn! Gealterte Dias zeigen oft eine Farbverschiebung, die kein ICC-Profil nachbilden kann, da es keine mit den Dias gealterten Targets gibt. Was man erwarten kann, hatte ich hier zusammengestellt.

Ich möchte auch nochmals betonen, dass das, was ein gutes ICC-Profil macht, nicht durch Manipulation der Histogramme oder Gradationskurven erreicht werden kann.

Einen Vergleich DD6000 mit CanoScan9950f hatte ich auch zusammengestellt.

Hermann-Josef
Zuletzt geändert von Jossie am Sonntag 13. März 2016, 17:23, insgesamt 3-mal geändert.
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Re: Software für KB-Dia und -Filmstreifen-Scanner 5000

Beitrag von Mick » Sonntag 13. März 2016, 17:20

oh, sorry, daß ich hier so viel Arbeit mache...

Also komisch, ich hatte eine mir eindeutig erscheinende Info, daß es von einem Anbieter "Wolf Faust" oder ähnlich eine Software geben soll, die speziell für Farbnegative gedacht ist und fertige Profile für verschiedene Hersteller und Typen von Farbnegativ-Filmen beinhaltet und die irgendetwas wie "IT-8 Targets" heißt...
Und ich dachte, diese Software kann man verwenden (wie auch immer das praktisch abläuft), wenn man als Scan-Software NikonScan oder VueScan verwendet. War/ist das falsch so?

Und die Farbnegative habe ich ganz normal als Filmstreifen und kein einziges ist gerahmt... Beim 5000er Modell kann man dafür den Adapter SA-21 oder in Problemfällen FH-2 verwenden.

Und diese aktuellen Geräte mit Neupreis um die 2000 Euro sind sowohl für Filmstreifen von Farbnegativ-Filmen, als auch Dias, nicht schlechter als dieses Modell 5000? Auch in Bezug auf Farbkorrektur?

Und ich möchte keine Wunder aus falsch belichteten Aufnahmen, etc. sondern ich möchte bei "wertvolleren" Aufnahmen alles rausholen, was möglich ist. Auch wenn dann Aufnahme-bedingt noch immer kein perfektes Bild rauskommt, will ich zumindest nicht ein deutlich schlechteres Ergebnis verglichen mit Verwendung eines schlechteren Scanners oder einer schlechteren Software. Wenn ich mir schon die ganze Arbeit mache...

danke
& "trotzdem" schönen Sonntag... ;)

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Re: Software für KB-Dia und -Filmstreifen-Scanner 5000

Beitrag von Jossie » Sonntag 13. März 2016, 17:39

Hallo Mick,
Mick hat geschrieben:War/ist das falsch so?
Ja! Ich darf hier den Link zu Wolf Fausts Webseite nicht angeben, da das kommerziell ist. Aber Google doch mal nach ihm, dann wirst Du sehen, dass er IT8-Targets herstellt.

Du hattest geschrieben, dass es um die Scans einer "dicken, vierstelligen" Zahl von Bildern geht. Da solltest Du Dir gut überlegen, ob Du einen Scanner nimmst, der nur wenige Bilder an einem Stück scannen kann (z.B. wenn die Filmstreifen zerschnitten sind und nur aus 6 Bildern bestehen), oder einen Magazinscanner. Das ist schon mal eine wichtige Entscheidung.
Mick hat geschrieben:bei "wertvolleren" Aufnahmen alles rausholen, was möglich ist
Da muss ich sagen, dass das mit einem Flachbettscanner sicher nicht geht (bezieht sich auf die Aussage von Joe). In wie weit der Nikon "besser" ist als z.B. ein DigitDia6000 kann ich so nicht sagen, da ich keinen Nikon habe. Laut Datenblatt ist zumindest sein Dichtebereich größer.

Welches Filmmaterial haben Deine Dias? Wenn viele Kodachrome dabei sind, dann gibt es besondere Anforderungen an die ICC-Profilierung und an die Staub- und Kratzerentfernung.

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Re: Software für KB-Dia und -Filmstreifen-Scanner 5000

Beitrag von Mick » Sonntag 13. März 2016, 18:08

oh, danke zu dieser Wolf-Faust-Thematik, dann habe ich das falsch verstanden...
dann geht es dabei quasi um Target-Datensätze, die von/mit Wolf Faust erstellt wurden, nicht um eine Software...

Ja nun, "wenige an einem Stück"...
Wie halt Filmstreifen so aussehen, ich habe fast keinen Film, der noch komplett am Stück ist, also als ganze Rolle.
Und der SF-200 faßt doch 50 Dias, die dann in einem Rutsch gescannt werden?
Gibt es denn Systeme, in die man mehrere Filmstreifen gleichzeitig einlegen kann, also besser als bei dem 5000er Modell von Nikon?

Das Film-Material der Dias kann ich so einfach nicht bestimmen. Die Dias von so knapp 30 Filmen habe ich hier (gerahmt, in Magazinen), der Rest (also die Masse) ist sicher gelagert, aber nicht bei mir, und größtenteils ebefalls gerahmt. Die hole ich erst, wenn ich das Scannen sicher beherrsche und Zeit für ein paar Mammut-Einsätze habe. Aber ob man in Rahmen überhaupt sehen kann, was für ein Film das ist?

Bei den Farbnegativ-Filmstreifen könnte ich das eher zusammensuchen, von denen ist ein gewisser Teil schon abgeheftet in solchen Ringbuch-Einlagen für Filmstreifen (der Rest noch in den Umschlägen, wie man sie vom Entwickeln bekommt).

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Re: Software für KB-Dia und -Filmstreifen-Scanner 5000

Beitrag von Jossie » Sonntag 13. März 2016, 18:44

Hallo Mick,
Mick hat geschrieben:dann geht es dabei quasi um Target-Datensätze
Es geht um Targets, d.h. Dias, die die Farbmuster tragen und die dazu gehörigen Referenzdateien, die angeben, welche Farbe welches Feld hat.
Mick hat geschrieben:Gibt es denn Systeme, in die man mehrere Filmstreifen gleichzeitig einlegen kann
Nicht, dass ich wüsste.
Mick hat geschrieben:Das Film-Material der Dias kann ich so einfach nicht bestimmen.
Wichtig ist nur, Kodachromes zu erkennen. Ob die anderen Agfa, Ektachrome oder Fuji sind, ist sekundär. Kodachrome erkennst Du an der reliefartigen Emulsionsseite. Falls die Dias nicht umgerahmt wurden, befinden sie sich in den Originalpapprähmchen. Da steht der Filmtyp drauf.
Mick hat geschrieben:Bei den Farbnegativ-Filmstreifen könnte ich das eher zusammensuchen
Diese Information wäre nützlich, um die geeigneten Profile sowohl in VueScan als auch in SilverFast festzulegen.

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Re: Software für KB-Dia und -Filmstreifen-Scanner 5000

Beitrag von Joe » Sonntag 13. März 2016, 20:02

Welches Zubehör hast Du denn bei dem Scanner:

- also welche Adapter für Dias bzw. Negative?

Der Scanner wird von Nikon ja seit 2009 nicht mehr verkauft. Wo hast Du den her? Wie viel "hat der schon auf dem Buckel"?

Aktuelle Geräte sind von Pacific Image Electronic (PIE) und werden z.B. von Reflecta oder Braun verkauft. Ansonsten ist im bezahlbaren Bereich nur noch Plustek/Quato am Markt. (Ich hoffe ich habe keinen vergessen ;) )

Von PIE gibt es einige Geräte die Filmstreifen scannen können = das kann der Nikon 5000 mit entsprechendem Zubehör auch. Wenn Du das nicht hast, ist es aber unter Umständen günstiger einen neuen Scanner dafür zu kaufen.

Flachbettscanner (Canon, Epson) können auch mehrere Filmstreifen scannen, so kann der Canon CanoScan 9000F 2 Streifen a maximal jeweils 6 Negative. Die Qualität ist schlechter als mit einem Filmscanner.

IT8 oder nicht - bei meinen Dias muss man schon mit der Lupe nach den Unterschieden suchen. Es handelt sich überwiegend um 20 - 30 Jahre alte Dias, Filmmaterial überwiegend Fuji, etwas Agfa, wenig Kodak (kein Kodachrome), Ektachrome. (Zuletzt habe ich das IT8 Thema aber vor ca. 5 Jahren mit Silverfast 6.5 "intensiver getestet". Aktuellere Test mit Vuescan haben auch keine überragenden Verbesserungen gebracht. Daher scanne ich i.d.R. ohne IT8 Kalibrierung).

Und ich gebe es zu: mir reicht es wenn die Menge zu 95% gut aus sieht. Es muss nicht wie bei Jossie "alles optimal" sein. Dazu fehlt mir die Zeit

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Re: Software für KB-Dia und -Filmstreifen-Scanner 5000

Beitrag von Mick » Sonntag 13. März 2016, 21:05

Hallo und danke,
ich hätte das Modell 5000 mit dem SF-200 (faßt ca. 50 gerahmte Dias), dem SA-21 für normale Filmstreifen und dem FH-2 für kurze/gewölbte/einzelne ungerahmte Bilder.
Das war ein gebrauchtes Angebot von privat, heißt sehr guter Zustand. Angeblich wurden damit nur noch ca. 2000 letzte Dias gescannt, das andere Material wurde bereits mit Vormodellen verarbeitet.

Ja, um so besser, wenn keine manuelle/gesonderte Farbkorrektur vorzunehmen ist. Und bei mir wird es ähnlich sein. Ich schätze, bei jedem vierten Film gibt es vielleicht 4 Bilder, die mir wichtig sind - das wären dann 4 von 100 bis 140 Aufnahmen.

Also es sollen echt solche wie der Reflecta MF5000 die gleiche Qualität erreichen, wie dieses Nikon-Modell? In jeder Hinsicht?

Joe
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Re: Software für KB-Dia und -Filmstreifen-Scanner 5000

Beitrag von Joe » Sonntag 13. März 2016, 21:11

Hast Du denn Mittelformat? Sonst brauchst Du auch keinen MF5000.

Die Qualität dürftest Du auch mit einem ProScan 10T oder RPS 10M erreichen. Wobei nur der 10M einen automatischen Filmstreifeneinzug hat.

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Re: Software für KB-Dia und -Filmstreifen-Scanner 5000

Beitrag von Jossie » Sonntag 13. März 2016, 21:12

Hallo Joe,
Joe hat geschrieben: bei meinen Dias muss man schon mit der Lupe nach den Unterschieden suchen
also wie Du behaupten kannst, dass beim Vergleich mit / ohne ICC-Profil kein Unterschied (oder nur mit Lupe) zu sehen sein soll, kann ich nicht verstehen. Brauchst Du vielleicht einen neuen Monitor? ;)
Joe hat geschrieben:Aktuellere Test mit Vuescan haben auch keine überragenden Verbesserungen gebracht.
Vielleicht, weil VueScan kein wirkliches Farbmanagement kann?
Mick hat geschrieben:Ja, um so besser, wenn keine manuelle/gesonderte Farbkorrektur vorzunehmen ist.
Leider ein Irrtum! s.o.

Hermann-Josef
DigitDia6000 (CyberView, SilverFast Archive Suite 8) / CanoScan9950F (ScanGear, VueScan Pro), Eizo CS240, Spider4Elite unter Win10 (64bit), i7 (3.5GHz), Speicher 24GB

Mick
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Re: Software für KB-Dia und -Filmstreifen-Scanner 5000

Beitrag von Mick » Sonntag 13. März 2016, 22:23

nein, kein MF... siehe Titel... :mrgreen:
Aber ich hatte außer diesem Modell keines gefunden, das auch Filmstreifen verarbeiten kann.
Ich hatte halt noch nie einen solchen Scanner und bin halt über Jahre auf die Nikon-Geräte geleitet worden. Jetzt gerade habe ich mich entschieden und prompt kommt das... :mrgreen:

Also nochmal, wieder ganz klar formuliert:
Solche Geräte für aktuell fabrikneu um die 2000 Euro können dem (ehemals) viel teureren 5000 von Nikon das Wasser reichen, sowohl bei gerahmten Dias und bei Filmstreifen und -schnipseln, als auch Kratzern und Farbstich?

Joe
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Re: Software für KB-Dia und -Filmstreifen-Scanner 5000

Beitrag von Joe » Montag 14. März 2016, 08:59

Für die Nikon Geräte wurden am Ende Mondpreise verlangt. Die waren ja ursprünglich mal deutlich günstiger. Aber auch damals schon mit die teuersten Geräte. Ob das gerechtfertigt war/ist bleibt dahin gestellt. Sicher sind das gute Geräte und wenn es die jetzt noch neu, zu einem vernünftigen Preis, geben würde wären die nach wie vor sicher eine Alternative. Eine dem heutigen Stand entsprechende technische Weiterentwicklung würde ich dabei mal unterstellen.

Ich hatte früher einen Reflecta ProScan 4000 (den gibt es auch schon seit Jahren nicht mehr) und stand vor der Entscheidung einen Nikon 5000 zu kaufen. Zwei Dinge haben das vereitelt:

1. wurden die Geräte nicht mehr produziert und die Preise stiegen ins astronomische
2. waren die Scans nicht sichtbar besser als mit dem Reflecta (das kann natürlich auch daran gelegen haben das ich zum einen wenig Negative habe, zum anderen die überwiegend mit KB-Kameras geschossen wurden und daher vielleicht nicht die überragende Qualität haben um das "letzte aus einem Nikon" herauszuholen).

Nicht nur Geräte um 2000 Euro können dem Nikon das Wasser reichen. Der RPS 10M für um die 600 - 700 Euro sollte da ausreichen. Zumal die Reflecta Geräte ja deutlich weiter entwickelt wurden, z.B. LED-Beleuchtung, 10.000 dpi etc. (10.000 dpi - klar, die hohen dpi Werte sind mehr eine plakative Werbeaussage, aber bei 5.000 dpi sieht man bei sehr gutem Ausgangsmaterial Unterschiede zu 3.600 oder 4.000 dpi).

Wenn Du den Nikon aber sehr günstig bekommen kannst (also deutlich unter dem Neupreis eines RPS 10M) spricht ja nichts dagegen mit dem mal zu beginnen.

Die Probleme bezüglich Software bei einem alten Geräte wie dem Nikon kennst Du ja schon.

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