Reflecta DigitDia 6000 Planung

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pixx
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Re: Reflecta DigitDia 6000 Planung

Beitrag von pixx » Sonntag 11. Februar 2018, 10:54

onurbi hat geschrieben:
Samstag 10. Februar 2018, 17:01
Jossie hat geschrieben:
Samstag 10. Februar 2018, 15:54
Schärfen wende ich nur sehr selten und sehr vorsichtig an.
Ich auch. Wo keine Information ist, kann sie nur künstlich entstehen und oft sieht es dann unnatürlich aus.
Hallo zusammen,

muss da mal eben widersprechen. Meiner Meinung nach vertragen Scans immer ein wenig Schärfung.

Beispiel: Ausschnitt aus 100 % Scan mit dem Reflecta RPS 10M mit 5000 DPI. Kodak Ektachrome 100, Objektiv Nikkor 28 mm, f2.8, gilt noch heute als scharfes Top-Weitwinkel. Die Aufnahme ist aus dem Jahr 1990.

100 % ungeschärft:
5000-DPI-100%.jpg
5000-DPI-100%.jpg (38.61 KiB) 1156 mal betrachtet
100 % leicht geschärft:
5000-DPI-100%-geschärft.jpg
5000-DPI-100%-geschärft.jpg (50.53 KiB) 1156 mal betrachtet

Beim 5000-DPI-Scan befinden wir uns eigentlich schon jenseits der Grenzen der Filmauflösung und des Auflösungsvermögens des Objektivs. Deshalb kann solch ein Scan auch auf 50 % reduziert werden. Aus 4 Pixeln wird dann eines, wir nutzen quasi ein Oversampling. Deshalb wird solch ein Scan sichtbar besser als einer, den man direkt mit 2500 DPI macht.

50 % Reduktion ungeschärft:
reduziert-auf-2500-DPI-ungeschärft.jpg
reduziert-auf-2500-DPI-ungeschärft.jpg (13.83 KiB) 1156 mal betrachtet
Im nächsten Beitrag geht's weiter, da wohl nur 3 Anhänge zulässig sind ...
Zuletzt geändert von pixx am Sonntag 11. Februar 2018, 11:22, insgesamt 6-mal geändert.
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pixx
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Re: Reflecta DigitDia 6000 Planung

Beitrag von pixx » Sonntag 11. Februar 2018, 10:57

So, dann hier noch das reduzierte Bild leicht geschärft:
reduziert-auf-2500-DPI-geschärft.jpg
reduziert-auf-2500-DPI-geschärft.jpg (16.16 KiB) 1156 mal betrachtet

Noch ein anderes Beispiel aus derselben Aufnahme. Erst 100 %, oben ungeschärft, unten geschärft:
2-5000-DPI-100%.jpg
2-5000-DPI-100%.jpg (13.54 KiB) 1156 mal betrachtet
2-5000-DPI-100%-geschärft.jpg
2-5000-DPI-100%-geschärft.jpg (17.92 KiB) 1156 mal betrachtet
Und im nächsten Beitrag die Verkleinerungen ...
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Re: Reflecta DigitDia 6000 Planung

Beitrag von pixx » Sonntag 11. Februar 2018, 10:59

Oben auf 50 % reduziert, ungeschärft. Darunter leicht geschärft.
2-reduziert-auf-2500-DPI-ungeschärft.jpg
2-reduziert-auf-2500-DPI-ungeschärft.jpg (5.84 KiB) 1156 mal betrachtet
2-reduziert-auf-2500-DPI-geschärft.jpg
2-reduziert-auf-2500-DPI-geschärft.jpg (6.67 KiB) 1156 mal betrachtet
Schärfen würde ich also am Ende der Bearbeitungskette immer.

Gruß
Michael
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Jossie
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Re: Reflecta DigitDia 6000 Planung

Beitrag von Jossie » Sonntag 11. Februar 2018, 14:52

Hallo Michael,

vielen Dank für Deine Beispiele. Letztendlich halte ich das Schärfen, wenn man es nicht übertreibt, für eine Frage des Geschmacks.

Einen Vorteil durch das Schärfen in Deinen Beispielen sehe ich nicht wirklich, weil auch das Rauschen verstärkt wird.
pixx hat geschrieben:
Sonntag 11. Februar 2018, 10:54
Beim 5000-DPI-Scan befinden wir uns eigentlich schon jenseits der Grenzen der Filmauflösung und des Auflösungsvermögens des Objektivs.
Das Datenblatt sagt etwa 50 lp/mm (in etwa das, was die Optik bringen dürfte), was 2500 dpi entspricht. Um das zu erhalten sollte man also, wie Du schreibst, mit mindestens 5000dpi scannen und dann binnen. Was der RPS10M tatsächlich an Auflösung bringt, wenn man die Abtastrate auf 5000 einstellt, kann ich nicht sagen, wahrscheinlich weniger.

Dass man durch Binning von 2x2 eine sichtbare Verbesserung erreicht, ist unbenommen. Denn das Rauschen, sofern es sich um reines statistisches Rauschen handelt, wird dadurch um einen Faktor 2 reduziert. Das ist doch ein wesentlicher Aspekt Deiner Beispiele, den ich für wichtiger halte als das Schärfen.
pixx hat geschrieben:
Sonntag 11. Februar 2018, 10:59
Schärfen würde ich also am Ende der Bearbeitungskette immer.
Ja, das ist ein wichtiger Punkt. Wenn überhaupt, so darf die Schärfung erst ganz am Ende der Bildbearbeitung erfolgen, also auch nach dem Binnen.

Ganz generell würde ich sagen, dass Schärfen nur dann angewandt werden sollte, wenn nur schwaches Rauschen (z.B. Filmkorn) vorhanden ist, und man eine Schwelle im lokalen Kontrast setzt, um Schärfen des Rauschens zu minimieren. Letztendlich wird keine neue Information erzeugt, denn es werden nur die Kanten verstärkt, worauf das Auge besonders empfindlich reagiert und das Bild als schärfer einstuft.

Beste Grüße

Hermann-Josef
Zuletzt geändert von Jossie am Montag 12. Februar 2018, 09:52, insgesamt 7-mal geändert.
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Re: Reflecta DigitDia 6000 Planung

Beitrag von onurbi » Sonntag 11. Februar 2018, 15:03

Jossie hat geschrieben:
Sonntag 11. Februar 2018, 14:52
Dass man durch Binning von 2x2 eine Verbesserung erreicht, ist unbenommen.
Ich hab mal gegoogelt, bin aber auf keine zündende Erklärung gestoßen. Was ist binning für eine Methode? Verkleinern?

Update: Hab gefunden: Pixel zusammenfassen! Man könnte auch sagen um ganze vielfache Verkleinern durch Mittelwertbildung der Pixelwerte. Das hattest Du ja angesprochen!

Gruß, Onurbi

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Re: Reflecta DigitDia 6000 Planung

Beitrag von Jossie » Sonntag 11. Februar 2018, 18:23

onurbi hat geschrieben:
Sonntag 11. Februar 2018, 15:03
ganze vielfache Verkleinern durch Mittelwertbildung
Das ist die einfache Variante. Binning ist aber auch für Bruchteile von Pixeln definiert, um z.B. bei einem Bild eine vorgegebene Pixelanzahl in jeder Achse zu erhalten. Dann muss allerdings interpoliert werden. Dazu gibt es einschlägige Verfahren (siehe z.B. Kapitel 22 bei Burger & Burge 2015).

Hermann-Josef
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Re: Reflecta DigitDia 6000 Planung

Beitrag von pixx » Montag 12. Februar 2018, 20:10

Hallo Hermann-Josef,

bin da ganz bei dir, Schärfen ist sicher Geschmackssache.

Auf jeden Fall sollte man, wenn man Archivqualität erreichen möchte, immer zunächst die maximale optische Auflösung seines Scanners nutzen und anschließend verkleinern, um auf die Wunschauflösung fürs Archivieren zu kommen.

Sehr oft liest man den falschen Tipp, dass man gleich in der Zielauflösung scannen soll, um Zeit zu sparen.

Bin mir selbst allerdings noch gar nicht sicher, ob ich nicht am Ende doch die Maximalauflösung archivieren werde ...

Gruß
Michael
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Re: Reflecta DigitDia 6000 Planung

Beitrag von Jossie » Montag 12. Februar 2018, 21:47

Guten Abend Michael,
pixx hat geschrieben:
Montag 12. Februar 2018, 20:10
ob ich nicht am Ende doch die Maximalauflösung archivieren werde
also ich archiviere zunächst die sog. "Roh"daten mit der nativen maximalen Auflösung von eingestellten 5000dpi (Speicherplatz ist doch billig geworden). Damit erzeuge ich für ausgewählte Bilder (Auswahl kann sich mit der Zeit ändern ...) die Version, die ich momentan für optimal halte, für Präsentation usw. Diese ist dann entsprechend aufbereitet und auf 2500dpi gebinnt. RT empfiehlt leichtes Nachschärfen nach dem Herunterrechnen.

Beste Grüße

Hermann-Josef
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Joe
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Re: Reflecta DigitDia 6000 Planung

Beitrag von Joe » Dienstag 13. Februar 2018, 18:23

Zu Photolemur

Das verwende ich nur selten, in erster Linie bei Bilder von der Digitalkamera. Das Programm wird in diversen Test durchweg gut bewertet, z.B. bei Heise.

Klar, das jemand der Lightroom, Photoshop usw. verwendet andere Möglichkeiten hat. Für "Faule Socken wie mich" ist damit jedoch ein Bild in Sekunden optimiert.

Das Programm hat auch nicht wie im von Jossie verlinkten Bericht erwähnt 50 Euro gekostet sondern nur 15 Euro (das ist immer wieder mal "im Angebot" Einzelplatz-Lizenz ca. 15 Euro, 5er Lizenz ca. 20 Euro).

@Onurbi

Hast Du Dich schon mit der Bildschirm-Kalibrierung beschäftigt? Hast Du einen Bildschirm der einen möglichst großen Farbraum abdeckt?

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Re: Reflecta DigitDia 6000 Planung

Beitrag von onurbi » Mittwoch 14. Februar 2018, 21:29

Joe hat geschrieben:
Dienstag 13. Februar 2018, 18:23
...ist damit jedoch ein Bild in Sekunden optimiert.
Es kommt ja auch immer darauf an, wie gut ein Bild ist und wir oft man wieder anschauen will.
Joe hat geschrieben:
Dienstag 13. Februar 2018, 18:23
Hast Du Dich schon mit der Bildschirm-Kalibrierung beschäftigt? Hast Du einen Bildschirm der einen möglichst großen Farbraum abdeckt?
Ja schon. So ein Eizo mit Spider würde mich schon reizen. Die Kalibrierung mal ausführen und den Unterschied sehen.

Für mich als Einzelnutzer ohne die Absicht dahinter, die Bilder kommerziell verkaufen zu wollen, ist mir die Investition einfach zu hoch. Ist leider auch ein wenig eine Platzfrage. Der Schrebtisch ist einfach schon recht voll :=)

Ich bin immer wieder überrascht gewesen, wie gut Ausdrucke von einem Rossmanndrucker mit dem Bildschirm meines Dell D830 überenstimmen. Möchte aber nicht ausschließen, dass es auch an meiner leichten Rot/Grün Farbschwäche liegt, dass ich vorhandene Abweichungen einfach nicht gut genug erkennen kann.

Joe
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Re: Reflecta DigitDia 6000 Planung

Beitrag von Joe » Dienstag 20. Februar 2018, 14:59

Hermann-Josef hat mir freundlicherweise seine Scans zur Verfügung gestellt. Hier als Beispiel mal das mit Photolemur "bearbeitete" Bild "SF_FN_0003_HDR_NF"

Links das Original Rechts das Ergebnis von Photolemur
Vergleich_Lemur_1_SF_FN_0003_HDR_NF.jpg
Vergleich_Lemur_1_SF_FN_0003_HDR_NF.jpg (765.28 KiB) 1058 mal betrachtet

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Re: Reflecta DigitDia 6000 Planung

Beitrag von Jossie » Dienstag 20. Februar 2018, 16:54

Hallo Joe,

das von Dir verwendete Bild ist nicht zu Ende bearbeitet. Da wurde nur in NegaFix (daher _NF) die Helligkeit angehoben, also auch keine Fehlstellen behoben. Das fertig bearbeitete Bild ist FN_0003_opt_CP_RT.jpg (ganz rechts in obigem Beitrag, unten nochmals zum direkten Vergleich). Die Überschärfung (Mähne, auch der weißen Fehlstellen) und die gesättigteren Farben sind deutlich zu sehen. Ist halt Geschmacksache. Mir gefallen Überschärfen und die grellen Farben nicht so sehr.

Hermann-Josef

Vergleich_fertig_Lemur.jpg
links: fertig bearbeitet, rechts: PhotoLemur-bearbeitet
Vergleich_fertig_Lemur.jpg (309.86 KiB) 1056 mal betrachtet
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Re: Reflecta DigitDia 6000 Planung

Beitrag von Joe » Dienstag 20. Februar 2018, 20:27

Nun, es ist halt alles Geschmackssache.

Es sollte auch nur demonstrieren, was ein "Oneklick Tool" heutzutage leisten kann. Der Aufwand ist ja quasi Null. Dafür finde ich, kann sich das Ergebnis sehen lassen.

Zum Beispiel das Gras im Vordergrund...

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