Silverfast 8: vereinzelt Geisterbilder im HDRi-Stapelscan

Themen rund um verschiedene Scan-Programme wie SilverFast, NikonScan, CyberView etc.
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Jossie
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Re: Silverfast 8: vereinzelt Geisterbilder im HDRi-Stapelsca

Beitrag von Jossie » Samstag 15. April 2017, 19:17

Guten Abend,
ebbi97a hat geschrieben:jetzt ist es Querformat
Da bin ich aber beruhigt! :D
Joe hat geschrieben:sollte der Versatz, wenn es das ME Problem ist, nicht auch das ganze Bild betreffen?
Ja schon, aber da ME nur in dunklen Bereichen zum Zuge kommt, sieht man es wohl nicht überall.

Weil es mich interessiert, hab ich heute Nachmittag mal ins Lehrbuch über Bildverarbeitung geschaut und mich kundig gemacht, wie man zwei Bilder aufeinander ausrichtet. Da Rotation hier nicht angesagt ist, nahm ich das einfachere Beispiel der Translation. Mit zwei simulierten ME-Bildern (eines mit AV=150 und eines mit AV=300) habe ich mal auf die Schnelle nachvollzogen, wie ich den Versatz berechnen würde (zum Glück gab es Musterprogramme, so dass ich nichts programmieren musste). Der Versatz zwischen den beiden Bildern ließ sich auf Bruchteile eines Pixels festlegen (wie ich das von der Astronomie her kenne)! Bei Bildern, die weder Kontrast noch Kanten zeigen, versagt natürlich alles. Aber solche Bilder wird man ja wohl kaum scannen und archivieren wollen. Das Bild mit den Masten und das Flugzeugbild jedenfalls sind jenseits von Gut und Böse, was ein Verständnis anbelangt, warum die Ausrichtung nicht funktionieren sollte. Bei dem von mir angewandten Verfahren kann -- soweit ich es verstehe -- die Mathematik nicht versagen. Was LSI macht, weiß ich natürlich nicht.
ebbi97a hat geschrieben:Über den angewandten Algorithmus wird sich LSI wohl kaum auslassen
Ja, da ist man sehr eigen. Auf meinen Einwand hin, dass das, was im Histogramm als Logarithmus bezeichnet wird, kein Logarithmus sein kann, bekam ich zur Antwort "Sie haben sicherlich Verständnis dafür, dass ich Ihnen keine Information zu den von uns verwendeten Algorithmen geben kann." :o
ebbi97a hat geschrieben:verwende ich einen quadratischen Scanrahmen
Das geht aber doch mächtig in die Scanzeit und den Speicherplatz! Außerdem solltest Du die Dias vor dem Scannen reinigen. Dabei kannst Du sie doch auch so in das Magazin zurücklegen, dass sie alle mit der langen Seite parallel zum CCD orientiert sind. Das spart nochmals gewaltig Scanzeit. Dazu noch zwei Hinweise: Seit der letzten Version funktioniert nun auch die Rahmensuche in HDR sehr gut. Das würde Dir sicher zu Gute kommen -- wenn Du nicht auf 32bit-Architektur festgelegt wärst. Allerdings wird dabei immer noch der Name des Eingabebildes überschrieben. Aber das soll sich laut LSI in einer der nächsten Version ändern. Mal sehen ... Drehen würde ich die Bilder übrigens nicht in HDR, denn dort ist offenbar das Drehen sehr ungeschickt programmiert. Es dauert etwa 10x länger als in imageJ. Da ich die Bilder sowieso noch mit NIK-collection (Wavelets) oder RawTherapee (Dynamikkompression, ausrichten, binnen, schärfen) bearbeite, drehe ich die Bilder dort.

Frohe Ostern wünscht

Hermann-Josef
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Re: Silverfast 8: vereinzelt Geisterbilder im HDRi-Stapelsca

Beitrag von Joe » Samstag 15. April 2017, 19:51

@Jossie: war es nicht so das man eventuell falsche Farben erhält, wenn man zu viel des Rahmens mit scannt? Oder verwechsle ich da jetzt was?

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Re: Silverfast 8: vereinzelt Geisterbilder im HDRi-Stapelsca

Beitrag von Jossie » Samstag 15. April 2017, 21:17

Hallo Josef,

bei Negativen muss der Rahmen das Bild korrekt umschließen. Sonst läuft die Entfernung der Orangemaske Amok. Hast Du das vielleicht in Erinnerung? Aber auch bei Diapositiven würde ich den Rahmen korrekt setzen, bevor ich z.B. eine Bildautomatik anwende. Sonst läuft da auch was schief beim Setzen des Schattenpunktes. Aber beim Scan ins Rohformat ist der Farbaspekt erst mal egal.

Hermann-Josef
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Re: Silverfast 8: vereinzelt Geisterbilder im HDRi-Stapelsca

Beitrag von ebbi97a » Sonntag 16. April 2017, 05:47

ebbi97a » [url=http://www.filmscanner.biz/Forum/viewtopic.php?f=6&p=36519#p36506]Freitag 14. April 2017, 09:49[/url] hat geschrieben:Bevor ich hier Mitglied wurde, hast du mir im LSI-Forum (per interner Post) u.a. 2 Verweise zu diesem Thema zukommen lassen, die ich aufmerksam gelesen und daraus geschlossen habe, daß ich es hätte anders machen sollen. Weil sich in den Magazinen allerlei von Agfachrome über Perutz Chrome, Ektachrome, Fuji Velvia , 3M-640T und was weiß ich was alles befindet, paßt eigentlich gar nichts. Ich lasse mich jetzt nicht weiter aus, sondern liefere die Einzelheiten im neuen Thema. … … Eigentlich hätte ich nur eine Helligkeits-Kalibrierung gebraucht (Luminanz/Dichte).
Dieses neue Thema habe ich gerade eröffnet.
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Re: Silverfast 8: vereinzelt Geisterbilder im HDRi-Stapelsca

Beitrag von ebbi97a » Sonntag 16. April 2017, 06:01

Jossie hat geschrieben:Das geht aber doch mächtig in die Scanzeit und den Speicherplatz! Außerdem solltest Du die Dias vor dem Scannen reinigen. Dabei kannst Du sie doch auch so in das Magazin zurücklegen, dass sie alle mit der langen Seite parallel zum CCD orientiert sind. Das spart nochmals gewaltig Scanzeit. Dazu noch zwei Hinweise: Seit der letzten Version funktioniert nun auch die Rahmensuche in HDR sehr gut. Das würde Dir sicher zu Gute kommen -- wenn Du nicht auf 32bit-Architektur festgelegt wärst. Allerdings wird dabei immer noch der Name des Eingabebildes überschrieben. Aber das soll sich laut LSI in einer der nächsten Version ändern. Mal sehen ... Drehen würde ich die Bilder übrigens nicht in HDR, denn dort ist offenbar das Drehen sehr ungeschickt programmiert. Es dauert etwa 10x länger als in imageJ. Da ich die Bilder sowieso noch mit NIK-collection (Wavelets) oder RawTherapee (Dynamikkompression, ausrichten, binnen, schärfen) bearbeite, drehe ich die Bilder dort.
Das mit der Zeit und dem Speicherplatz ist mir egal (gewesen). Ein CS-100 Durchlauf mit ME=2 dauert 9 Stunden; ist also Zeit genug für eine Tag- und eine Nachtschicht; alles andere von den 24 Stunden steht für Rüstzeiten. Umspeichern, Umbenennen usw. zur Verfügung. Die 9 Stunden des Scannens will ich meine Ruhe haben und in den Zeiten dazwischen möglichst wenig Zusatzarbeit, weswegen die Einzelbilder überhaupt nicht angefaßt und schon gar nicht aus dem Archiv genommen werden. Anfangs hatte ich riesengroße Schwierigkeiten mit dem Transportsystem; viele Rähmchen blieben hängen, vor allem bei den CS-Magazinen. Komischerweise hat sich das von selbst gegeben ― ein nützlicher, aber viel zu seltener Effekt, den ich als Automagie bezeichne.

Die Rohbilder im Archiv sollen dauerhaft unverändert erhalten bleiben. Vor dem endgültigen Speichern werden Sie allerdings noch mit ein paar IPCT-Metadaten versehen (hoffentlich toleriert das die Silverfast-Nachbearbeitung :roll: ) und bekommen als Namen die eindeutige Nummer, unter der ich sie in meiner (nur Text enthaltenden) Bilderdatenbank registriert habe. Das mit dem Drehen hatte ich mir auch schon überlegt: Weil es sich einfacher arbeitet, wenn man den Kopf nicht schräg halten muß, wollte ich ursprünglich frühzeitig drehen, erkannte dann aber, daß frühzeitige Änderungen in einem proprietären Verarbeitungssystem zwangsläufig riskant sind. Das Drehen werde ich also auf das Ende verschieben, wenn die Reduktion auf 24 Bit stattfindet oder auch in einem anderen passenden Zwischenschritt mit welchem Programm auch immer ― jedenfalls nicht im Rohdatenarchiv.

Damit dieses Konzept dauerhaft trägt braucht es natürlich fehlerfreie Rohbilder; die Geister(bilder) müssen also unbedingt verscheucht werden.
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Re: Silverfast 8: vereinzelt Geisterbilder im HDRi-Stapelsca

Beitrag von Jossie » Sonntag 16. April 2017, 10:16

Frohe Ostern!
ebbi97a hat geschrieben:Vor dem endgültigen Speichern werden Sie allerdings noch mit ein paar IPCT-Metadaten versehen
Im SF-Forum wird immer wieder davor gewarnt, die Rohdaten zu verändern. Aber wenn sich alle an den Standard halten, dann sollte nichts passieren. Ich verwende EXIFtool-GUI und geosetter (der intern ebenfalls EXIFtool verwendet), um die IPTC-Daten zu schrieben. Dies ist übrigens der aufwändigste Teil der ganzen Scannerei! Bislang hat es mit der Weiterbearbeitung der Rohdaten keine Probleme gegeben.
ebbi97a hat geschrieben:bekommen als Namen die eindeutige Nummer, unter der ich sie in meiner (nur Text enthaltenden) Bilderdatenbank registriert habe.
Vorsicht mit HDR! Dort wird, wenn man die Rahmensuche verwendet, der Eingabename gnadenlos mit dem Standardnamen überschrieben. Ich rede seit Jahren auf LSI ein, dass das Unsinn ist, aber erst kürzlich schrieb Herr Ketelhohn, dass das im nächsten Update geändert werden soll -- wie auch immer, für Dich uninteressant. Zudem funktioniert in Deiner Version die Rahmensuche in HDR praktisch nicht ...

Ich habe übrigens ein EXCEL-Makro geschrieben, was die IPTC-Daten liest und in eine EXCEL-Tabelle füttert. Dort kann man bequem suchen und filtern, sich diese Bilder anzeigen lassen, oder die ausgefilterten Bilder irgendwo hin kopieren, um sie z.B. an jemanden weiterzugeben.

Hermann-Josef
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Re: Silverfast 8: vereinzelt Geisterbilder im HDRi-Stapelsca

Beitrag von ebbi97a » Montag 17. April 2017, 06:53

Jossie hat geschrieben:Im SF-Forum wird immer wieder davor gewarnt, die Rohdaten zu verändern. Aber wenn sich alle an den Standard halten, dann sollte nichts passieren. Ich verwende EXIFtool-GUI und geosetter (der intern ebenfalls EXIFtool verwendet), um die IPTC-Daten zu schrieben. Dies ist übrigens der aufwändigste Teil der ganzen Scannerei! Bislang hat es mit der Weiterbearbeitung der Rohdaten keine Probleme gegeben.
Die besagten Einträge habe ich mit XnViewMP vorgenommen, welches ich nicht nur auf dem Erfassungssystem mit Windows 7 verwende, sondern auch auf meinem Hauptarbeitsplatz mit Vierkern core-i5 und 16 GB RAM, worauf Xubuntu 16.04 installiert ist. Obwohl die graphische Oberfläche auf Gnome 3 basiert, habe ich dort das ausgezeichnet Bildverwaltungsprogramm digikam eingerichtet, welches eben einen ganzen Rattenschwanz von KDE-Abhängigkeiten nachgezogen hat.

geosetter verwende ich übrigens auch, und zwar zur Feinverortung von Bildern einschließlich Blickrichtung; es ist das einzige Programm welches kenne, welches sich hierfür effizient eignet. Zur Grobverortung verwende ich GpsPrune (und http://gis-lab.info/docs/osgeo/en/quick ... start.html ), welches die Bilder aus den Digitalkameras erstmal anhand der Standortloggerdaten (GPS und ГЛОНАСС) von der Strecke anhand der Kamerauhrzeiten durch Interpolation zwischen 2 Meßpunkten halbautomatisch verortet.
Jossie hat geschrieben:Zudem funktioniert in Deiner Version die Rahmensuche in HDR praktisch nicht ...
Den Programmteil HDR lasse ich auf einem 64-bittigem Zweikernprozessor mit MaxOS-X laufen, wo ich die neueste Version von Silverfast 8 haben kann. Habe damit allerdings noch keine Praxiserfahrung. Der Rechner ist leider nur ein Laptop und damit nicht sonderlich robust.

Gestern abend gingen noch etwa 3 Stunden mit dem Importieren eines Satzes von willkürlich ausgewählten 200 Bildern in digikam, um sie ohne Risiko untersuchen und kommentieren und markieren zu können. Dabei fiel mir auf, daß erstaunlicherweise gerade Bilder mit deutlichen Kanten oft vom Bildversatzfehler betroffen sind und Geister zeigen. Die hänge ich hier nicht an ― will das Forum nicht mit Bilderschrott zuschütten. Dabei habe ich auch Kandidaten ausgewählt, mit denen man gut untersuchen kann, ob Mehrfachbelichtung (ME) Vorteile bringt oder nicht. Sobald ich Ergebnisse habe werde ich berichten.

Dabei ist mir eine Frage zu SF-HDR eingefallen:
Um nicht jedes einzelne Bild zeitaufwendig von Hand zu laden und anzuschauen ― der Fehler ist nämlich nur in 1:1-Auflösung sicher zu erkennen ― würde ich mir eine Funktion wünschen, mit welcher unbeaufsichtigt (notfalls Tag & Nacht im Hintergrund) aus jedem Rohbild ein relativ kleiner und sinnvoll komprimierter Ausschnitt gezogen und abgespeichert werden kann. Diese Ausschnitte würde ich dann am schnellen Arbeitsrechner untersuchen und die betroffenen Rohbilder passend markieren, um später gezielte Reparaturmaßnahmen (was wohl nur eine Neuabtastung sein kann) ergreifen zu können.
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Re: Silverfast 8: vereinzelt Geisterbilder im HDRi-Stapelsca

Beitrag von Jossie » Montag 17. April 2017, 11:10

Guten Morgen,
ebbi97a hat geschrieben:Bildverwaltungsprogramm digikam eingerichtet
um solch kommerzielle Bildverwaltungsprogramme mache ich einen großen Bogen. Wer garantiert Dir, dass das Programm in x Jahren noch unterstützt wird? Und dann ist die ganze Arbeit beim Teufel. Daher ziehe ich mich auf das zurück, was in alle Ewigkeiten lesbar sein sollte: ASCII-Dateien. Auch meine EXCEL-Datenbank kann ich notfalls als solche exportieren.
ebbi97a hat geschrieben:eine Funktion wünschen, mit welcher unbeaufsichtigt aus jedem Rohbild ein relativ kleiner und sinnvoll komprimierter Ausschnitt gezogen und abgespeichert werden kann
Das kann der Jobmanager von HDR oder auch RawTherapee. Auch PSE kann das. Allerdings kannst Du den Ausschnitt nur in RawTherapee vorgeben, bei den anderen wird das ganze Bild verarbeitet. Wenn Du es ganz elaboriert haben möchtest, dann verwende imageJ und suche erst die Stelle mit dem größten Gradienten im Bild und wähle darum herum den Ausschnitt. Dann bist Du sicher, die Problemstelle erfasst zu haben.

Hermann-Josef
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Re: Silverfast 8: vereinzelt Geisterbilder im HDRi-Stapelsca

Beitrag von ebbi97a » Montag 17. April 2017, 12:17

Jossie hat geschrieben:um solch kommerzielle Bildverwaltungsprogramme mache ich einen großen Bogen. Wer garantiert Dir, dass das Programm in x Jahren noch unterstützt wird? Und dann ist die ganze Arbeit beim Teufel.
Bei digiKam handelt es sich um ein quelloffenes Programm (OpenSource); allerdings kann es auch da vorkommen, daß kein Entwickler mehr daran Interesse hat. Ist aber nicht so wahrscheinlich wie bei kommerziellen Programmen, wo eine Herstellerfirma alles diktieren kann. Im Fall des Falles stagniert die Entwicklung, es kann aber nicht zurückgezogen werden (sofern es unter einer vernünftigen Lizenz wie GPLv2 oder GPLv3 steht).

Dieses Bildverwaltungsprogramm enthält nur Bilder, welche in Bearbeitung sind, was leider bei manchen Blöcken Jahre dauern. Die Bilderdatenbank mit den Informationen für die Ewigkeit (= bis zum Ende meines Lebens 8-) ) habe ich selbst entwickelt. Das Datenmodell ist schon seit über 20 Jahren stabil und erhielt nur geringfügige Erweiterungen; ein ernsthafter Entwurfsfehler hat sich bis heute nicht gefunden. Implementiert ist sie mit dem quelloffenen Datenbanksystem postgreSQL.
Jossie hat geschrieben:Das kann der Jobmanager von HDR oder auch RawTherapee. Auch PSE kann das. Allerdings kannst Du den Ausschnitt nur in RawTherapee vorgeben, bei den anderen wird das ganze Bild verarbeitet. Wenn Du es ganz elaboriert haben möchtest, dann verwende imageJ und suche erst die Stelle mit dem größten Gradienten im Bild und wähle darum herum den Ausschnitt. Dann bist Du sicher, die Problemstelle erfasst zu haben.
RawTherapee habe ich auf meinem Arbeitsrechner installiert, es überfordert mich allerdings noch. Das ImageJ werde ich mir mal anschauen; als Javaprogramm kann man das auf allen Rechnern laufen lassen.

Danke für die Hinweise!
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Re: Silverfast 8: vereinzelt Geisterbilder im HDRi-Stapelsca

Beitrag von Jossie » Montag 17. April 2017, 13:46

ebbi97a hat geschrieben:Im Fall des Falles stagniert die Entwicklung
Aber es könnte z.B. passieren, dass es unter einer neuen Version des jeweiligen Betriebssystems nicht mehr läuft, wie einige meiner älteren Programme unter Windows10.

Hermann-JOsef
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Re: Silverfast 8: vereinzelt Geisterbilder im HDRi-Stapelsca

Beitrag von ebbi97a » Montag 17. April 2017, 21:34

Es ging ein bischen weiter:
ebbi97a » [url=http://www.filmscanner.biz/Forum/viewtopic.php?f=1&t=29666&p=36541#p36541]Montag 17. April 2017, 21:20[/url] hat geschrieben:Um mit dem Geisterbilder-Problem im dortigen Thema weiterzukommen habe ich 7 Dias noch einmal gescannt und dabei ME abgeschaltet, aber sonst gleiche Einstellungen verwendet, also insbesondere noch nicht mit der analogen Verstärkung experimentiert.

Dabei ist nach erster Durchsicht und Vergleich der Ergebnisse herausgekommen, daß die Zeichnung in den Tiefen ― wie von anderen bereits vermutet ― nicht viel gewinnt bzw. verliert. Was sich ohne ME aber drastisch erhöht hat war das Grundrauschen, was bei Schwarzbildern natürlich besonders auffällt.
Vorläufig stelle ich noch keine Bilder davon hier rein, weil ich besonders aussagekräftige auswählen möchte. Wenn es nur um die Detailzeichnung in den Tiefen ginge, könnte ich tatsächlich auf ME verzichten. Was mich sehr stört sind aber die flauen Bilder mit dem Grauschleier durch erhöhtes Rauschen. Jetzt wird es unumgänglich bei LSI nachzufragen, ob die neue ME-Methode mit nur 1 Durchgang für mich in Frage kommt.
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Re: Silverfast 8: vereinzelt Geisterbilder im HDRi-Stapelsca

Beitrag von Jossie » Montag 17. April 2017, 21:40

Guten Abend,

Du schreibst, dass Du das erhöhte Rauschen ohne ME im Histogramm siehst. Ich habe soeben mal ein Histogramm mit/ohne ME verglichen und kann keinen Unterschied sehen. Was meinst Du genau?

Hermann-Josef
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Re: Silverfast 8: vereinzelt Geisterbilder im HDRi-Stapelsca

Beitrag von ebbi97a » Montag 17. April 2017, 22:03

Im Anhang findest du das verkleinerte Ergebnisbild mit 24 Bit; es ist sehr sehr dunkel und ich habe es aus dem ME=2 Bild gewonnen. Die beiden anderen Bilder sind die beiden Histogramme in logarithmischer Darstellung.
Dateianhänge
Bildschirmfoto_2017-04-17_21-44-05.png
Histogramm für das Bild ohne ME.
Im Schwarzen ist nur noch 1 Höcker, aber breiter und weicher als oben; die Grenze zwischen Rähmchen und Emulsion ist nicht mehr klar erkennbar, alles verschwimmt.
Bildschirmfoto_2017-04-17_21-44-05.png (26.94 KiB) 684 mal betrachtet
Bildschirmfoto_2017-04-17_21-51-38.png
Histogramm für das Bild mit ME=2.
An den 2 Höckern im fast Schwarzen sieht man, daß das Schwarz vom Rähmchen und das von der Emulsion noch klar unterschieden werden kann.
Bildschirmfoto_2017-04-17_21-51-38.png (26.75 KiB) 684 mal betrachtet
38225.jpg
Ergebnisbild mit ME=2; in JPEG konvertiert und auf 50% skaliert.
38225.jpg (257.9 KiB) 684 mal betrachtet
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Re: Silverfast 8: vereinzelt Geisterbilder im HDRi-Stapelsca

Beitrag von Jossie » Dienstag 18. April 2017, 09:21

Guten Morgen,

habe mir die Histogramme nochmals angeschaut und zwar nur im dunklen Bereich. Mit ME ist das Histogramm deutlich schmaler, d.h. die Werte werden doch besser differenziert. Mehr Details sieht man trotzdem nicht.

Hermann-Josef
Zuletzt geändert von Jossie am Dienstag 18. April 2017, 19:19, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Silverfast 8: vereinzelt Geisterbilder im HDRi-Stapelsca

Beitrag von ebbi97a » Dienstag 18. April 2017, 09:28

Wie schaffst du es denn überhaupt, so ein Differenzbild zu erzeugen. Die zu vergleichenden Vorlagen wurden doch immer mit unterschiedlichen Scannervorlagen erzeugt und die lassen sich nie pixelgenau übereinanderlegen, um punktweise Unterschiede zu erkennen. Bei meinen gestrigen Versuchen hatte ich sogar eine leichte Verdrehung beim nochmaligen Laden von bis zu einem Winkelgrad.

Ich gehe bald außer Haus und werde mal einen Teil der Original-TIFFs von Silverfast auf einen Cloudspeicher laden. Wenn es dann unbedingt sein muß, kann jeder spontan sich die passenden Muster laden und mit ihm vertrauten Mitteln analysieren. Es könnte ja sein, daß ich durch meine hier im Forum angehängten Wandlungen (48 → 24 Bit und Skalierung und JPEG) zuviel Information verfälscht oder verloren habe. Das wird sicher mehrere Stunden dauern.

Nachtrag:
Kopieren läuft; 3,1 GB; geschätzt mehr als 4 Stunden.

2. Nachtrag:
jetzt werden schon 13 Stunden geschätzt. Bin gespannt was er sagt, wenn ich wieder heim komme.
Zuletzt geändert von ebbi97a am Dienstag 18. April 2017, 10:05, insgesamt 2-mal geändert.
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Re: Silverfast 8: vereinzelt Geisterbilder im HDRi-Stapelsca

Beitrag von Jossie » Dienstag 18. April 2017, 09:52

Dir Scans wurden hintereinander gemacht, ohne das Dia im Scanner zu bewegen. Es gibt natürlich den bei ME diskutierten Versatz, aber in imageJ kann man die Bilder pixelweise gegeneinander verschieben. Ist aber nicht wirklich nötig, wenn der Versatz nur wenige Pixel beträgt und man an der großräumigeren Struktur interessiert ist. Inzwischen habe ich gelernt, dass das Quotientenbild aussagekräftiger ist als das Differenzenbild. Hier das Quotientenbild (ohneME/mitME) meines Testdias "Canale Grande" (Ausschnitt, Farbskala geht von 0 bis 2.5):
ratio_no_div_with_ME.jpg
Quotient aus Rohbild ohne ME dividiert durch Rohbild mit ME. Die Farbskala geht von 0 bis 2.5.
ratio_no_div_with_ME.jpg (243.63 KiB) 663 mal betrachtet
In hellen Stellen ist der Quotient 1 (grün), in dunklen variiert er bis zu über 2 (lila)! Das heißt, dass sich die Helligkeitsverhältnisse im Bild durch ME offenbar deutlich ändern, was nicht sein darf.

Hermann-Josef
Zuletzt geändert von Jossie am Mittwoch 3. Mai 2017, 19:15, insgesamt 5-mal geändert.
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Re: Silverfast 8: vereinzelt Geisterbilder im HDRi-Stapelsca

Beitrag von ebbi97a » Dienstag 18. April 2017, 10:03

Jossie hat geschrieben:Dir Scans wurden hintereinander gemacht, ohne das Dia im Scanner zu bewegen. Es gibt natürlich den bei ME diskutierten Versatz, aber in imageJ kann man die Bilder pixelweise gegeneinander verschieben.
Die Unterschiede beim Rauschen kann man damit vermutlich nicht erkennen, denn hierzu müßten Millionen von Pixeln genau aufeinander liegen. Per Sichtkontolle in beiden Kopien (hochaufgelöste Originaldateien) sind sie mir aber sofort als massiver Grauschleier aufgefallen. Und zu deinen Entdunstungsbeispielen werde ich dir später auch noch ein kleingerechnetes Beispiel schicken, allerdings nicht aus dem Scanner, sondern von Digitalkameras.
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Re: Silverfast 8: vereinzelt Geisterbilder im HDRi-Stapelsca

Beitrag von Jossie » Dienstag 18. April 2017, 10:29

ebbi97a hat geschrieben:Die Unterschiede beim Rauschen kann man damit vermutlich nicht erkennen, denn hierzu müßten Millionen von Pixeln genau aufeinander liegen.
Ich wollte auch zunächst nicht das unterschiedliche Rauschverhalten sehen sondern den Effekt, den ME bringt. Und dazu muss keine 1:1 Übereinstimmung der Pixel vorliegen.

Rauschen analysiert man am Besten mit dem Histogramm eines möglichst ebenen Bildausschnittes (aber auch im Histogramm des ganzen Bildes zeigen die einzelnen Maxima den Effekt deutlich). Bei erhöhtem Rauschen wird das Histogramm breiter. Genau das sehe ich beim detaillierten Vergleich der Scans mit/ohne ME im dunklen Bereich:
Vergleich_Histogramme.jpg
links ohne ME, rechts mit ME
Vergleich_Histogramme.jpg (41.7 KiB) 676 mal betrachtet
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Re: Silverfast 8: vereinzelt Geisterbilder im HDRi-Stapelsca

Beitrag von ebbi97a » Dienstag 18. April 2017, 16:19

ebbi97a hat geschrieben:Ich gehe bald außer Haus und werde mal einen Teil der Original-TIFFs von Silverfast auf einen Cloudspeicher laden. Wenn es dann unbedingt sein muß, kann jeder spontan sich die passenden Muster laden und mit ihm vertrauten Mitteln analysieren. Es könnte ja sein, daß ich durch meine hier im Forum angehängten Wandlungen (48 → 24 Bit und Skalierung und JPEG) zuviel Information verfälscht oder verloren habe. Das wird sicher mehrere Stunden dauern.
Das Hochladen wird kurz vor Mitternacht fertig sein, die Freigabe existiert aber schon: GMX-Cloud. Dort gibt es einen Unterordner namens ME-Vergleich, wo die fraglichen Bilder drin sind.

Das weiter oben bereits gezeigte Beispielbild hat die Nummer 38225 und die entsprechenden Dateinamen. Die Bilder mit den kurzen Dateinamen sind die mit doppelter Belichtung, die mit den langen Dateinamen wurden ganz ohne ME erzeugt.
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Re: Silverfast 8: vereinzelt Geisterbilder im HDRi-Stapelsca

Beitrag von Jossie » Dienstag 18. April 2017, 16:44

Habe mir mal das erste Bild angesehen.

Da gibt es ja merkwürdige Artefakte bei ME! Nicht nur die Doppelkontouren sondern auch Tropfenbildung entlang z.B. des hellen Baumstammes.

Ich habe mit beiden Bildern mal in imageJ die Bildautomatik angewandt, die die Tonwertspreizung macht. Ich kann absolut keinen Gewinn bei ME sehen, auch nicht den Grauschleier. Letzterer ist natürlich sichtbar, bevor ich die Histogrammgrenzen anpasse.

Und was das Rauschen anbelangt: Die Histogramme im B-Kanal im blauen Himmel sind mit Sigma = 1044 und Sigma = 1094 gleich breit und liegen auch bei gleicher Helligkeit (35294 bzw. 35201).

Was mich aber sehr irritiert ist, dass in einem dunklen Bereich sich die Mittelwerte stark unterscheiden: 5800 zu 7700! Das bedeutet, dass durch ME die Helligkeitsverhältnisse im Bild geändert werden. Das sollte doch eigentlich nicht sein!

Hermann-Josef

PS:
ebbi97a hat geschrieben:Die Bilder mit den kurzen Dateinamen sind die mit doppelter Belichtung, die mit den langen Dateinamen wurden ganz ohne ME erzeugt.
Das verwirrt mich, denn Bild 38061 hat Doppelkontouren (sprich also ME), Bild 38061_115a024 nicht.
Zuletzt geändert von Jossie am Dienstag 18. April 2017, 17:01, insgesamt 2-mal geändert.
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