Silverfast HDR 8.8 iSRD in der Stapelverarbeitung?

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mafredos
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Silverfast HDR 8.8 iSRD in der Stapelverarbeitung?

Beitrag von mafredos » Samstag 20. Februar 2016, 17:10

Hallo zusammen,

ich beschäftige mich gerade mit der iSRD Staubentfernung in Silverfast HDR. Die automatische Staubentfernung scheint mir immer des Guten zuviel zu machen. Meist ist ein Wert am rechten Ende bei ca. 19 eingestellt. Wenn ich manuell korrigiere reichen mir oft Werte um 10, vielleicht sogar noch darunter. Äußerst dumm ist, dass man nicht gleich die manuelle Korrektur mit 10 von vornherein einstellen kann. iSRD startet immer mit der automatischen Korrektur. Oder sehe ich das falsch? Habe ich eine Einstellung übersehen?
Bringt es etwas, wenn ich im Jobmanager erst einmal iSRD manuell mit 10 auf alle anderen Bilder kopiere?

Mit besten Grüßen
Manfred

LSI_Ketelhohn
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Re: Silverfast HDR 8.8 iSRD in der Stapelverarbeitung?

Beitrag von LSI_Ketelhohn » Freitag 1. April 2016, 17:23

Sehr geehrter Manfred,

ja, es ist möglich diese Werte über den JobManager kopieren.

Sie können aber auch in SilverFast über das Rahmen Menü Einstellungen speichern und als Standardwerte für alle geladenen Bilder verwenden.
Stellen Sie hierzu einfach alle Werte so ein, wie Sie diese am häufigsten verwenden.
Hier können Sie auch einen Korrekturwert für iSRD einstellen.
Dann öffnen Sie das Rahmen Menü -> Einstellungen -> Einstellungen speichern.
Solche gespeicherten Werte können Sie dann, in den Einstellungen unter Allgemein, als Standard-Einstellung auswählen.
Alle Bilder die Sie laden erhalten dann diese Einstellungen.

Mit freundlichen Grüssen,
Arne Ketelhohn.

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Jossie
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Re: Silverfast HDR 8.8 iSRD in der Stapelverarbeitung?

Beitrag von Jossie » Freitag 1. April 2016, 18:45

Hallo Manfred,

sehr erfreulich, dass sich hier LSI mal wieder zu Wort meldet!

Hinweis: Über die Rahmeneinstellungen bekommen alle Deine Bilder den gleichen Namen, nämlich den, der in den Rahmeneinstellungen abgespeichert ist! Diesen Punkt bringe ich seit Jahren immer wieder bei LSI vor, dass der Bildnamen nicht zu den Rahmeneinstellungen gehört. Diese sollten nur Einstellungen enthalten, die für ALLE Bilder gelten. Aber LSI hält an diesem Konzept fest. Dies gilt übrigens nicht nur für iSRD sondern auch z.B. für die Histogramm-Einstellungen und ähnliches, die dann alle vom Standardbild auf die Zielbilder übertragen werden -- etwas, was ich nun nicht wirklich möchte. Über das Chaos, das mit der Rahmensuche im Jobmanager angerichtet werden kann, hatte ich schon berichtet, und das hat sich bislang nicht geändert.

Der Weg über die Rahmeneinstellungen hat noch einen weiteren, sehr subtilen Nachteil: Die Bildautomatiken verändern sowohl die Histogramm- als auch die Gradationseinstellungen. Wurde aber die Gradationskurve manuell verändert (z.B. um die dunklen Partien im Bild etwas aufzuhellen), so wird bei erneutem Auslösen einer Bildautomatik in diesem Bild die Gradationskurve nicht mehr verändert sondern bleibt bei der manuellen Einstellung. Die Bildautomatik erzeugt also nicht immer das gleiche Ergebnis. Das mag Absicht sein. Aber wenn man ein solches Bild als Standard bei der Rahmeneinstellung verwendet, so wird auch diese Gradationskurve für die anderen Bilder mit übernommen und durch die Bildautomatik in allen Bildern, auf die ein Rahmenkommando angewandt wird, nicht mehr verändert. Man muss also genau darauf achten, dass zumindest Histogramm und Gradation beim Musterbild zurückgesetzt sind.

Um nur die iSRD-Einstellungen zu übertragen ist die vorgeschlagene Vorgehensweise über den Jobmanager daher besser geeignet. Willst Du hierbei aber noch andere Einstellungen übertragen, so wäre zu beachten, dass beim Übertragen des Positiv- oder Kodachrome-Modus das eingestellte ICC-Profil nicht mit übertragen wird (wohl aber bei NegaFix das NegaFix-Profil). Auch das Dateiformat und die Bittiefe wird nicht auf das Bild übertragen, das momentan im Vorschaufenster aktiviert ist.

Dass im Automatikmodus für iSRD die Erkennung viel, viel zu empfindlich eingestellt sind, hat mir schon vor Jahren ein LSI-Mitarbeiter bestätigt. Aber geändert wurde das bisher nicht! Wichtig ist in diesem Zusammenhang, dass der Modus "Positiv" oder "Kodachrome" korrekt eingestellt ist, denn iSRD im Kodachromemodus arbeitet anders als im Positiv-Modus.

Ebenfalls wichtig ist, dass der manuelle Offset bestimmt und für Scanner, die den IR-Scan bei der gleichen Schrittmotorposition durchführen wie den RGB-Scan, konstant gehalten wird. Auch dieser Offset wird beim Jobmanager mit übertragen. Lässt man SF die Ablage selbst bestimmen, dann kommt es immer wieder zu grob falschen Offsets (zumindest in der Vorschau).

Ich reduziere auch die Defektgröße deutlich unter die Standardeinstellung. Hier würde ich dann gerne die Einstellung "Ausdehnung" anpassen, aber leider funktioniert die nicht so, wie sie sollte. Gedacht ist eigentlich folgendes: Man reduziert Erkennung und Defektgröße so weit, dass nur noch tatsächliche Fehlstellen gefunden werden. Dadurch kann es passieren, dass die Ränder der Fehlstellen nicht mehr perfekt korrigiert werden. Wenn man dann alle so gefunden Fehlstellen in ihrer Ausdehnung etwas vergrößern würde, dann würden auch die Ränder perfekt korrigiert. So ist es gedacht. Aber leider wird das Ergebnis beim Anheben der Ausdehnung schlechter. Auch die Kontexthilfe sagt hier etwas völlig Falsches: Es würde die Markierung der Fehlstellen vergrößert, um diese besser zu erkennen. Das wird zwar de facto auch gemacht, ist aber nicht das, worauf es wirklich ankommt.

Beste Grüße

Hermann-Josef
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mafredos
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Re: Silverfast HDR 8.8 iSRD in der Stapelverarbeitung?

Beitrag von mafredos » Sonntag 3. April 2016, 23:17

LSI_Ketelhohn hat geschrieben: ja, es ist möglich diese Werte über den JobManager kopieren.
Sie können aber auch in SilverFast über das Rahmen Menü Einstellungen speichern und als Standardwerte für alle geladenen Bilder verwenden.
Hallo Herr Ketelhohn,
auch von mir ein herzliches Dankeschön, dass Sie sich hier im Forum zu Wort melden! Man vermisst Sie hier richtig!
Ich habe mitterweile gecheckt, das ich die iSRD-Werte im JobManager kopieren kann und mache das auch mittlerweile so. Standardwerte in den Rahmeneinstellungen abzuspeichern halte ich, wie auch Hermann-Josef oben beschreibt, für keine gute Idee. Man muss höllisch aufpassen, was man da abspeichert! iSRD-Werte kann man in den Rahmeneinstellungen nicht für sich allein abspeichern. Da wird dann immer gleich alles andere, was man nicht will und braucht mit gespeichert.

Herzliche Grüße
Manfred

PS: Da wir Sie schon einmal hier haben: Die Neutral-Pipette von SF ist wirklich genial! Die Werte einer gesetzten Neutral-Pipette würde ich sehr gerne im Job-Manager für weitere Bilder abspeichern. Aber wie gesagt, nur die Werte! Nicht die Koordinaten des gesetzten Punktes! Besteht Hoffnung??

mafredos
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Re: Silverfast HDR 8.8 iSRD in der Stapelverarbeitung?

Beitrag von mafredos » Sonntag 3. April 2016, 23:45

Jossie hat geschrieben:
Willst Du hierbei aber noch andere Einstellungen übertragen, so wäre zu beachten, dass beim Übertragen des Positiv- oder Kodachrome-Modus das eingestellte ICC-Profil nicht mit übertragen wird (wohl aber bei NegaFix das NegaFix-Profil)
Hallo Hermann-Josef

das vermisse ich wie gesagt auch schmerzlich! NegaFix?? Das bezieht sich nur auf Negative, oder?? Hast Du schon mal Kodak Safety Dias eingescannt?? Und mit welchem Profil? Ich hatte jetzt eine Serie und das Ergebnis sieht schrecklich aus! Schon die Dias von 1985 sind fast farblos.
Jossie hat geschrieben: Dass im Automatikmodus für iSRD die Erkennung viel, viel zu empfindlich eingestellt sind ...
Stimmt!
Jossie hat geschrieben: Ebenfalls wichtig ist, dass der manuelle Offset bestimmt und für Scanner, die den IR-Scan bei der gleichen Schrittmotorposition durchführen wie den RGB-Scan, konstant gehalten wird. Auch dieser Offset wird beim Jobmanager mit übertragen. Lässt man SF die Ablage selbst bestimmen, dann kommt es immer wieder zu grob falschen Offsets (zumindest in der Vorschau).

Pardon my ignorance, könntest Du das noch einmal bitte zum Mitschreiben im Klartext wiederholen? Mein Braun Multimag 6000 macht den IR-Scan gleich mit. Ich stelle iSRD auf ca. 10 statt 19 und kopiere den Wert über den Jobmanager in die Bilder. Mit Offset habe ich mich noch nicht beschäftigt.
Jossie hat geschrieben: Ich reduziere auch die Defektgröße deutlich unter die Standardeinstellung. Hier würde ich dann gerne die Einstellung "Ausdehnung" anpassen, aber leider funktioniert die nicht so, wie sie sollte. Gedacht ist eigentlich folgendes: Man reduziert Erkennung und Defektgröße so weit, dass nur noch tatsächliche Fehlstellen gefunden werden. Dadurch kann es passieren, dass die Ränder der Fehlstellen nicht mehr perfekt korrigiert werden.
Ich habe da auch schon herumgestellt, aber wie du sagst, es wurde nicht besser dadurch.

Liebe Grüße
Manfred

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Jossie
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Re: Silverfast HDR 8.8 iSRD in der Stapelverarbeitung?

Beitrag von Jossie » Dienstag 5. April 2016, 09:59

Guten Morgen Manfred,
mafredos hat geschrieben:Die Werte einer gesetzten Neutral-Pipette würde ich sehr gerne im Job-Manager für weitere Bilder abspeichern.
Dieses Anliegen hatte ich schon seit langem bei LSI vorgetragen, bislang ohne Erfolg. Die Positionen nutzen einem im Normalfall herzlich wenig. Angeblich ist dies für Fotografen gedacht, die von einer Szene x Aufnahmen mit gleicher Einstellung machen. Aber für den Hobby-Fotografen, bei dem sich das Motiv von Bild zu Bild ändert, ergibt das nur Unsinn.
mafredos hat geschrieben:das vermisse ich wie gesagt auch schmerzlich!
Schau mal hier, wie man die ICC-Profile in den Bildern ersetzen kann.
mafredos hat geschrieben:NegaFix?? Das bezieht sich nur auf Negative, oder??
Ja, aber was für die Positive das ICC-Profil ist bei Negativen entsprechend das NegaFix-Profil (hier gibt es keine IT8-Kalibration). Hier ist SF inkonsistent. Dass die ICC-Profile nicht kopiert werden, wurde schon vor langer, langer Zeit angemahnt -- ohne Erfolg.
mafredos hat geschrieben:Hast Du schon mal Kodak Safety Dias eingescannt??
Nein, damit hab ich keine Erfahrung.
mafredos hat geschrieben:Schon die Dias von 1985 sind fast farblos.
Schon die Originale oder nur die Scans?
mafredos hat geschrieben:Pardon my ignorance, könntest Du das noch einmal bitte zum Mitschreiben im Klartext wiederholen?
Ein größerer Versatz zwischen RGB- und IR-Bild kann dadurch zu Stande kommen, dass der Schrittmotor den Scankopf beim IR-Scan nicht exakt an die gleiche Stelle positioniert wie beim RGB-Scan. Wenn allerdings Dein Scanner den IR-Scan an der gleichen Schrittmotorstellung macht wie den RGB-Scan (d.h. es gibt nur einen Scandurchgang), dann kann es keinen Versatz zwischen den beiden Bildern durch die Mechanik geben. Lediglich durch die Wellenlängenabhängigkeit der Optikeigenschaften (Abbildungsmaßstab...) sowie den etwas anderen Lichtweg des IR-Lichts (andere LED!) kann es zu einem kleinen Versatz kommen. Dieser muss aber für einen gegebenen Scanner konstant sein (im Gegensatz zum mechanischen Versatz). Bei meinem Scanner ist das (0,1). SF, wenn man es machen lässt, findet meist das Gleiche, aber manchmal auch etwas ganz anderes wie (5,-9)! Unverständlicherweise kann es beim Korrekturergebnis einen Unterschied zwischen Vorschau und bearbeitetem Bild geben. Der genannte große Versatz wurde z.B. bei der Vorschau gemeldet. Im bearbeiteten Bild war dann alles in Ordnung. Aber ich hatte auch den umgekehrten Fall: Vorschau in Ordnung, Korrektur im Bild total versetzt. Auch diesen Punkt, dass die iSRD-Vorschau nicht verlässlich ist, hatte ich schon vor Jahren bei LSI angemahnt, ebenfalls ohne Erfolg.

Hier noch ein Beispiel für den Unterschied Offset (0,0) und (0,1) zur Veranschaulichung:
Einfluss_Offset_00_01.jpg
Kodachrome, Erkennung = 6, Defektgröße = 3. Links manueller Offset in iSRD (0,0), rechts (0,1)
Einfluss_Offset_00_01.jpg (69.22 KiB) 1163 mal betrachtet
Da schon der Offset von 1 einen deutlichen Unterschied macht, ist es wichtig, in HDR zunächst iSRD bei der vollen Auflösung durchzuführen und erst danach zu binnen. Binnt man gleich im ersten Schritt, so wird zuerst gebinnt und auch der manuelle Offset in den gebinnten Einheiten vorgenommen. Dadurch wird die Korrektur deutlich schlechter. Das sieht man aber nur, wenn man die Erkennung deutlich gegenüber der Automatikeinstellung reduziert. Aber damit sind wir wieder beim Ausgangspunkt: Die Automatieinstellung ist viel zu empfindlich und erzeugt dadurch oft Artefakte im korrigierten Bild. Daher muss, so wie Du schreibst, die Erkennung deutlich reduziert werden -- sprich, den Automatikmodus von iSRD sollte man nicht verwenden!

Um Deine Ausgangsfrage zu veranschaulichen hier ein Vergleich mit einem Kodachrome-Dia iSRD-korrigiert mit der Automatikeinstellung (oben) und dann mit der Einstellung minimale Erkennung und minimale Defektgröße (unten, links Defekte markiert, rechts korrigiertes Bild):
Beispiel_auto_mark_korr.JPG
Beispiel_auto_mark_korr.JPG (129.74 KiB) 1163 mal betrachtet
Beispiel_min_mark_korr.JPG
Beispiel_min_mark_korr.JPG (95.09 KiB) 1163 mal betrachtet
Man beachte z.B. die Doppelkontour entlang der Dachrinne und den grauen Fleck in den Ziegeln im Automatikmodus. Auch in den Tannen wurde dabei ordentlich herumgefuhrwerkt. Offenbar hat die Automatik auch die Ablage zwischen RGB- und IR-Scan nicht korrekt bestimmt, denn einige Staubkörner zeigen nach der Korrektur hell-dunkle Ränder. Die Korrektur bei minimaler Einstellung (siehe Flecken im Himmel) ist immer noch gut. Für nicht-Kodachrome-Material ist der Unterschied nicht so gravierend, aber immer noch deutlich. Auch hier wird im Automatikmodus viel zu viel unnötig korrigiert.

Beste Grüße

Hermann-Josef
Zuletzt geändert von Jossie am Sonntag 17. April 2016, 15:36, insgesamt 1-mal geändert.
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mafredos
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Re: Silverfast HDR 8.8 iSRD in der Stapelverarbeitung?

Beitrag von mafredos » Sonntag 10. April 2016, 19:13

Hallo Hermann-Jpsef,

endlich komme ich dazu, mich für Deine Erläuterungen zu bedanken. Deine Beispiele sind sehr augenfällig!
Neutral-Pipette:
Jossie hat geschrieben: Dieses Anliegen hatte ich schon seit langem bei LSI vorgetragen, bislang ohne Erfolg. Die Positionen nutzen einem im Normalfall herzlich wenig. Angeblich ist dies für Fotografen gedacht, die von einer Szene x Aufnahmen mit gleicher Einstellung machen. Aber für den Hobby-Fotografen, bei dem sich das Motiv von Bild zu Bild ändert, ergibt das nur Unsinn.
Auch wenn das so wäre, könnte man wohl doch hier eine Auswahl-Option programmieren:
A: Kopiere die Position der Neutral-Pipette
B: Kopiere die Belichtungswerte der Neutral-Pipette

Kodak Safety Dias
Die Scans sind fast besser wie Originale und mit etwas Herumprobieren kommt dabei sogar etwas heraus!
Hier habe ich aber tatsächlich alle Wald- und Wiesenbilder weggeworfen.
Jossie hat geschrieben: Ein größerer Versatz zwischen RGB- und IR-Bild kann dadurch zu Stande kommen, dass der Schrittmotor den Scankopf beim IR-Scan nicht exakt an die gleiche Stelle positioniert wie beim RGB-Scan. Wenn allerdings Dein Scanner den IR-Scan an der gleichen Schrittmotorstellung macht wie den RGB-Scan (d.h. es gibt nur einen Scandurchgang), dann kann es keinen Versatz zwischen den beiden Bildern durch die Mechanik geben. Lediglich durch die Wellenlängenabhängigkeit der Optikeigenschaften (Abbildungsmaßstab...) sowie den etwas anderen Lichtweg des IR-Lichts (andere LED!) kann es zu einem kleinen Versatz kommen. Dieser muss aber für einen gegebenen Scanner konstant sein (im Gegensatz zum mechanischen Versatz). Bei meinem Scanner ist das (0,1). SF, wenn man es machen lässt, findet meist das Gleiche, aber manchmal auch etwas ganz anderes wie (5,-9)! Unverständlicherweise kann es beim Korrekturergebnis einen Unterschied zwischen Vorschau und bearbeitetem Bild geben.
Mein Braun MultiMag 6000 ist ja mit deinem Reflecta baugleich. Beide scannen, wenn ich das richtig verstehe, RGB und IR in einem Durchgang sprich bei gleicher Schrittmotorstellung?! Muss man irgendeinen Offset-Wert schon beim Scannen einstellen?
Oder beziehen sich deine Ausführungen auf das spätere iSRD-Bearbeiten mit HDR. Automatisches iSRD mach ich gar nicht mehr. Beim manuellen Korrektur-Modus stelle ich bisher nur die "Erkennung" ein. Standardmäßig auf ca. 9-12.
Im Experten-Modus steht Defekt-Größe auf 5, Ausdehnung auf 1 und "Manuellen Offset verwenden" habe ich nicht angehakt! Muss ich auch da etwas einstellen?
Manchmal ergeben sich bei mir bei der manuellen Korrektur bei größeren Störungen auch genau diese Flecken, wie man es sehr schön bei deinem Dach-Bild sieht.
Dabei sehen die Flecken in der Vorschau ganz unterschiedlich aus: grünblau, wenn ich zu wenig korrigiere; braun wie bei dir, wenn ich zuviel korrigieren. Ganz wegzaubern lässt sich ein größere Fleck mit SF wohl auch nicht?!

Herzliche Grüße
Manfred

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Re: Silverfast HDR 8.8 iSRD in der Stapelverarbeitung?

Beitrag von Jossie » Sonntag 10. April 2016, 20:22

Guten Abend Manfred,
mafredos hat geschrieben:könnte man wohl doch hier eine Auswahl-Option programmieren
Auf diese Idee scheint man in Kiel noch nicht gekommen zu sein :o .
mafredos hat geschrieben:Muss man irgendeinen Offset-Wert schon beim Scannen einstellen?
Nein, denn wenn Du ins HDRi-Format scannst, wird die Ausrichtung der beiden Bilder erst in HDR vorgenommen.
mafredos hat geschrieben:"Erkennung" ein. Standardmäßig auf ca. 9-12.
Ich gehe normalerweise noch weiter herunter, manchmal bis 1.
mafredos hat geschrieben:Ausdehnung auf 1 und "Manuellen Offset verwenden" habe ich nicht angehakt! Muss ich auch da etwas einstellen?
Ausdehnung kannst Du vergessen, da die leider immer noch nicht funktioniert. Den Offset solltest Du zunächst an einem Beispielscan bestimmen und dann immer so einstellen.
mafredos hat geschrieben:Dabei sehen die Flecken in der Vorschau ganz unterschiedlich aus
Da musst Du schauen, ob dann das Ergebnis auch so aussieht, denn die Vorschau ist leider leider unzuverlässig.
mafredos hat geschrieben:Ganz wegzaubern lässt sich ein größere Fleck mit SF wohl auch nicht?!
Ich denke schon, wenn man die richtige Kombination aus Erkennung und Defektgröße hat (siehe Beispiel oben). Dafür gibt es auch die Masken und Ebenen (Letztere neuerdings wohl nicht mehr??). Der dreieckige Fleck auf dem Dach oben war übrigens gar kein Staub. Dort ist nur das Bild dunkel und bei Kodachrome ist das halt schon ein Problem.

Dies ist ein ziemlich leidiges Thema, denn diese Unzulänglichkeiten sind seit Jahren bekannt und werden nicht abgestellt.

Noch einen schönen Abend wünscht

Hermann-Josef
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