Canon Canoscan 9000 F Mark II Diascannen

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Salamander15
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Canon Canoscan 9000 F Mark II Diascannen

Beitrag von Salamander15 » Sonntag 13. September 2015, 15:54

Hallo zusammen,

ich schreibe das erste Mal hier und hoffe Ihr könnt mir helfen. Ich habe mich kürzlich für einen Scanner Canon Canoscan 9000 F Mark II entschieden, da er aufgrund meiner Recherchen in Tests und auch in diesem Forum für meine Bedürfnisse am besten geeignet scheint.

Ich möchte meine noch überschaubare Diasammlung bestmöglich einscannen.

Nachdem ich einige Dias eingescannt habe möchte ich mich jetzt mal ans Forum wenden. Ich hoffe Ihr könnt mir freundlicherweise helfen. Ich weiß nicht mehr weiter.

Ich möchte mir später die Dias vorwiegend im Fernsehbildschirm, vielleicht auch mal ein paar Papierabzüge machen lassen.

Mein System: Sony vaio Laptop, Windows 7 64 Bit, Sony HD Fernseher 46 Zoll. Der Laptop ist mit HDMI Kabel verbunden.

Der Canon Scanner hat die beiliegende Scangear Software.




Ich habe wie folgt gescannt:

Die Option großformatige Scans und 48 Bit habe ich aktiviert.


- Quick Menu, erweiterter Modus
- Farb-Positiv-Film
- 35 mm Dia
- Farbe (48 Bit zunächst kein qualitätsmäßiger Unterschied)
- 34,5 x 22,6 mm

Ausgabeeinstellungen:

- Auflösung 4800
- Ausgabeformat flexibel
- Ausgabeformat 34,5 x 22,6 mm 100 %
- Datengröße ca. 80 MB bei Tiff


Bildeinstellungen:

Bildanpassung : Foto
Scharfzeichnen: Ein
Kratzerentfernung mittel: entweder ein oder aus
Farbkorrektur: ohne
Bildglättung: ohne
Gegenlichkorrektur: ohne
Belichtungs-Farbtoneinstellungen: nichts vorgenommen

Die Schalttafel Anwenden muss ich doch wohl nur anklicken, wenn ich hier was vorgenommen habe, oder??

Höhe Qualität: Ein oder Aus habe ich einmal ein und einmal aus vorgenommen !!!!

So hier meine erste Frage:

In der Schärfe kann ich nur einen Unterschied zwischen 2400 und 4800 Auflösung feststellen, aber nicht zwischen Hohe Qualität Ein oder Aus! Beim besten Willen kein Unterschied am TV Bildschirm oder Laptop zu sehen. Auch die Dateigröße ist die gleiche.

Dies wundert mich, da ich schon mehrfach gelesen habe, dass das "Häkchen Ein" dies bei diesem Scanner für die Bildqualität entscheidend sein soll. Bei mir ist das Bild so wie es jetzt ist eher Durchschnitt. Ich habe eigentlich mehr erwartet.

Wisst Ihr was ich falsch mache, oder für was gibt es die Option Hohe Qualität ein oder aus?

2. Frage:

Wenn ich das Ausgabeformat nicht auf flexibel sondern auf 2592 x 1944 pixel und 4800 Auflösung einstelle, wird das Bild zwar rechts und links zwar stark beschnitten, aber die Qualität ist gestochen scharf!!!

Was soll das Ausgebeformat? Wie scannt Ihr eure Dias ein?

Ich würde mich sehr über eure Lösungen freuen. Vielleicht kann ich auch mal helfen.

Danke schon mal und noch einen schönen Nachmittag.

Best Grüße Uwe

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Jossie
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Re: Canon Canoscan 9000 F Mark II Diascannen

Beitrag von Jossie » Sonntag 13. September 2015, 19:28

Guten Abend Uwe,

mein Flachbettscanner ist zwar etwas älter als Deiner, aber das Prinzip sollte gleich sein.
Salamander15 hat geschrieben:In der Schärfe kann ich nur einen Unterschied zwischen 2400 und 4800 Auflösung feststellen, aber nicht zwischen Hohe Qualität Ein oder Aus!
Zwischen 2400dpi und 4800dpi gibt es einen leichten Unterschied in der Schärfe, siehe dazu viewtopic.php?f=1&t=29240.
Was der Scanner genau macht, wenn man die hohe Qualität einschaltet, ist mir nicht klar. Mit der Auflösung hat das aber nichts zu tun. Der Scan dauert bei mir etwa 3x so lange, wenn ich auf hohe Qualität schalte (50 statt 15 Sekunden bei 1200dpi), und das Bild, das vorher doch ziemlich streifig war, ist jetzt glatt:
CanoScan_hohe_Qualitaet.jpg
Links: Hohe Qualität aus, rechts ein.
CanoScan_hohe_Qualitaet.jpg (88.63 KiB) 4915 mal betrachtet
Vermutlich fährt der Schrittmotor damit präziser und/oder die CCD-Auslese wird optimiert (z.B. längere Belichtungszeit bei reduziertem "Gain"?).
Salamander15 hat geschrieben:Wenn ich das Ausgabeformat nicht auf flexibel sondern auf 2592 x 1944 Pixel und 4800 Auflösung einstelle, wird das Bild zwar rechts und links zwar stark beschnitten, aber die Qualität ist gestochen scharf!!!
Flexibel bedeutet, dass das Format dem gefundenen Scanrahmen entspricht (siehe Vorschau) und nicht einer vorgegebenen Dimension in Pixeln. Vorsicht: Wenn ich bei mir z.B. von flexibel auf 1280x1024Pixel umschalte, dann wird die Auflösung eigenmächtig von vorher 1200dpi auf 150dpi verändert! Kontrolliere also die Auflösung, die dann tatsächlich verwendet wird.

Die Farbkorrektur hat übrigens einen großen Einfluss auf die Bildqualität. Du solltest damit experimentieren. Bei einem problematischen Dia erhielt ich mit dem CanoScan und eingeschalteter Gegenlichtkorrektur bessere Ergebnisse als mit dem DD6000 (bis auf die Auflösung ;) )! Also auch hier ist experimentieren angesagt.

Da die Kalibration u.U. von der Betriebstemperatur abhängt, würde ich diese bei jedem Scan ausführen lassen.

Für das Betrachten am HD-Bildschirm solltest Du mit ~2500dpi (realer) Auflösung scannen und anschließend auf etwa 1250 dpi binnen. Das entspricht dann für ein Dia 24x36 in etwa der Pixeldimension von HD.

Die Dateigröße von 80MB bedeutet, dass Dein TIF nur 8bit/Kanal abspeichert. Wenn Du die Bilder nachträglich noch bearbeiten möchtest (z.B. in PhotoShop oder RawTherapee), dann solltest Du unbedingt in 16bit/Kanal (d.h. 48bit TIF) scannen. Ansonsten gibt es Digitalisierungseffekte (GIMP kann leider (noch) keine 48bit-Daten verarbeiten), ein Beispiel findest Du hier: http://fotovideotec.de/farbmanagement/12_farbtiefe.html.

Beste Grüße

Hermann-Josef
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Salamander15
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Re: Canon Canoscan 9000 F Mark II Diascannen

Beitrag von Salamander15 » Mittwoch 16. September 2015, 16:29

Hallo Hermann-Josef.

Danke für Deine Antwort.

Eins verstehe ich nicht.

Wie soll man beim einscannen das spätere Ausgabeformat kennen. Ich weiss doch nicht beim einscannen welches Dia ich nachher mal ausdrucken will.

Ich würde ja alles im Format 2592x1920 (anstatt flexibel) einscannen. Dies bringt wie schon gesagt eine drastische Verbesserung der Bildqualität. Leider ist die Einstellung für mich durch die starke Beschneidung unbrauchbar. ca. 1/4 des Bildes fehlt.

Wie scannst du denn ein Dia bei Ansicht auf dem TV ein. Es müßte ja bei Dir ähnlich sein. Wie gesagt Einstellung Pixelanzahl ist deutlich schärfer als Einstellung Flexibel. Zumindest bei Canon 9000 F mark II mit scangear.

Vielleicht verstehe ich ja was falsch.

Ich versuchs mal mit der Demoversion von Silverfast SE. Vielleicht wirds da besser.

Danke Uwe

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Jossie
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Re: Canon Canoscan 9000 F Mark II Diascannen

Beitrag von Jossie » Mittwoch 16. September 2015, 17:19

Hallo Uwe,

wie scannst Du denn die Dias ein? Verwendest Du den dafür vorgesehenen Diahalter (bei Dir für 4 Dias, bei mir für 12 Dias)? Damit werden, wenn man Dia als Vorlage vorwählt, die Ausschnitte der Dias doch gleich korrekt erkannt. Das Problem, das Du beschreibst, wenn ich Dich richtig verstehe, taucht damit erst gar nicht auf.

Dass es einen Unterschied in der Bildschärfe (=Auflösung) machen soll, je nachdem ob man flexibel oder vordefinierte Formate verwendet, kann ich nicht verstehen. Hier würde ich auf einen Bedienungsfehler tippen. Da allerdings ScanGear bei mir eigenmächtig beim Wechsel des Formats die Auflösung ändert, musst Du darauf achten, welche Auflösung tatsächlich verwendet wird und u.U. die Auflösung korrekt setzen. Stell doch mal eine Bildschirmkopie Deiner Einstellungen hier ein. Vielleicht kann man erkennen, an was das liegen könnte.

Ich scanne immer das volle Dia. Für Abzüge oder beim Betrachten auf dem Fernsehschirm / digitaler Bilderrahmen nehme ich dann in Kauf, dass es an der Seite einen schwarzen Balken gibt oder ich erstelle einen entsprechend passenden Ausschnitt.

Solltest Du einen Wechsel der Scansoftware in Betracht ziehen (ScanGear, SilverFast je nach Version, VueScan), dann solltest Du die jeweils zur Verfügung gestellten Funktionalitäten eingehend vergleichen, bevor Du Geld investierst.

Hermann-Josef
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Joe
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Re: Canon Canoscan 9000 F Mark II Diascannen

Beitrag von Joe » Donnerstag 17. September 2015, 21:04

Leider bin ich hier gerade "zwischen Dienstreise und Urlaub" - ich tippe auch auf einen Bedienungsfehler.

Wenn das Thema noch 10 Tage Zeit hat würde ich das dann mal "genauer analysieren".

Salamander15
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Re: Canon Canoscan 9000 F Mark II Diascannen

Beitrag von Salamander15 » Freitag 18. September 2015, 17:10

Hallo,

ich werde mal in den nächsten Tagen versuchen Bilder einzustellen. Ich muss aber erst rausfinden wie das geht. Die Diahalter habe ich benutzt. Mir ist halt auch nicht klar wieso bei mir bei gleicher Auflösung bei unterschiedlichen Ausgabeformaten unterschiedliche Schärfen erzeugt werden können.
Danke für die Hilfe schon mal.
Bis bald.

Uwe

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Re: Canon Canoscan 9000 F Mark II Diascannen

Beitrag von Salamander15 » Mittwoch 23. September 2015, 19:49

Hallo zusammen,

kann mir bitte jemand sagen wie man in diesem Programm Bilder hochlädt und einfügt, dann könnte ich mal den Vergleich darstellen.

Gescannt habe ich wie in meinem ersten Beitrag beschrieben. Alles gleich bei beiden Varianten, auch Auflösung 4800 bis auf Ausgabeformat.

Vielleicht hat Joe den gleichen Scanner und kann mal das gleiche probieren wenn er wieder zurück ist, ob er die gleichen Unterschiede wie ich feststellt.

Danke und Tschüss Uwe
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Bild test.JPG
Bild test.JPG (14.33 KiB) 4831 mal betrachtet

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Re: Canon Canoscan 9000 F Mark II Diascannen

Beitrag von Salamander15 » Mittwoch 23. September 2015, 20:01

Hallo

ich hab mal ein Bild hochgeladen zum Test. Wenn das so geht hab ichs begriffen.

Tschüss Uwe

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Re: Canon Canoscan 9000 F Mark II Diascannen

Beitrag von Salamander15 » Sonntag 27. September 2015, 16:02

Hallo zusammen,

so jetzt versuche ich mal meine Scans einzustellen. Man muss jedoch genau hinsehen, wenn man die Unterschiede auf dieser Größe der Bilddateien ansieht.

Vielleicht sehe ich das auch falsch.


Danke und Tschüss Uwe
Dateianhänge
Canon scanner 2592 px_3.PNG
Scaneinstellung mit 2592 pixeln und Qualität hoch
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Canon scanner flex_2.PNG
Scaneinstellung Qualität hoch
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Canon scanner flex_1.PNG
Scaneinstellungen flexibel
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Salamander15
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Re: Canon Canoscan 9000 F Mark II Diascannen

Beitrag von Salamander15 » Sonntag 27. September 2015, 16:25

So und jetzt die Bilder dazu,

es handelt sich um ein Bild aus Legoland. Die Schärfeunterschiede sieht man besonders an den Fenstern und den Ziegeln.

Auf einem großen Bildschirm sieht man das deutlicher. Jetzt würde mich interessieren warum die Bilder unterschiedlich sind und was ich falsch mache.

Gruß Uwe
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Lego2_4800_ 2592 px.jpg
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Lego1_4800_flexibel.jpg
Datei auflösung 4800 flexibel
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Salamander15
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Re: Canon Canoscan 9000 F Mark II Diascannen

Beitrag von Salamander15 » Sonntag 27. September 2015, 16:33

Hallo,
ich habe noch vergessen, dass bei dem ersten Bild mit Ausgabegröße Pixel, das Bild links und rechts stark beschnitten wird. Das sieht man auch auf dem Bild deutlich.

So jetzt habe ich genug genervt. Aber vielleicht bringt die Problemstellung auch anderen was.

Man merkts auf den ersten Blick gar nicht beim scannen, weil man gar nicht darauf kommt, dass das Ausgabeformat bei gleicher Auflösung Unterschiede im Bild bringt.

Schönen Sonntag noch.

Uwe

Holger88
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Re: Canon Canoscan 9000 F Mark II Diascannen

Beitrag von Holger88 » Sonntag 27. September 2015, 19:55

Ich verstehe nicht das Ausgabeformat von 2592x1944 Pixeln. Bei einem 34.6 mm Dia (ca. 1.36 Inch) wären das doch ca. 1900 dpi.
Das passt doch gar nicht zu den 4800 dpi.
Wenn man aber mal annimmt, dass mit 2400 dpi gescannt wird, dann erklärt sich auch, dass ca. 1/4 fehlt (von 2400 Pixeln werden nur ca.1900 ausgegeben). Das wären zwar nur 1/5 - aber ich denke, dass Du den Wert 1/4 nur geschätzt hast.

Holger
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Re: Canon Canoscan 9000 F Mark II Diascannen

Beitrag von Jossie » Sonntag 27. September 2015, 20:30

Hallo Uwe,

das erste, was mir auffällt, ist die Dateigröße, die einmal mit 14MB und einmal mit 81MB angegeben wird. Allerdings entspricht die kleinere Dateigröße nach Deiner Aussage dem schärferen Bild (feste Bilddimension statt flexibel)? Das ist mir zunächst unverständlich (s.u.). Die Bilder, die Du hier eingestellt hast, haben in Y fast die gleiche Pixelzahl. Falls das die Originalbilder sind, so kann der Scan mit Einstellung "flexibel" nicht mit 4800dpi gemacht worden sein (s.u.).

Ich habe eine andere ScanGear-Version als Du. Aber bei mir fällt auf, dass bei festem Ausgabeformat 2592x1944 Pixel die Dateigröße gleich bleibt, wenn ich die Auflösung von 150 auf 4800dpi ändere. Daraus schließe ich, dass es sich bei der "Auflösung" nicht um die Abtastrate handelt, sondern um die Auflösung für den Ausdruck, diese Angabe also rein formal ist. Mit der Bildqualität auf Pixelebene hat diese Angabe nichts zu tun. Offenbar passt der Scanner die tatsächliche Scan-Auflösung an das gewählte Format (in Pixeln) an. Das muss auch so sein, denn sonst wäre das Problem überbestimmt (Ausschnitt und Pixeldimensionen zusammen legen die Scanauflösung schon fest! Dies sollte auch Holgers Frage beantworten): 2600 Pixel für 35mm entspricht 1890dpi. Wenn ich dagegen flexibel und 4800dpi Auflösung wähle, dann wird die Bildgröße 6512 x 4320 Pixel, konsistent mit der deutlich höheren Abtastrate. Nur leider bringt das mein Scanner nicht und die Bilder sehen alle gleich verwaschen aus :( . Hier entsprechen die 4800dpi der tatsächlichen Abtastrate, da 35mm/25.4mm/Zoll * 4800dpi = 6614 ergibt. Warum Canon das gleiche Eingabefeld für zwei verschiedene Größen verwendet, ist mir unverständlich!

Trotz fast gleicher Pixeldimensionen in Y (X wird abgeschnitten) kommt einem das Bild mit festem Format schärfer vor. Waren wirklich bei beiden die gleichen Werkzeugeinstellungen aktiv? Leider sind nicht alle Einstellungen aus den Bildschirmkopien ersichtlich. Wie war das mit der Bildanpassung?

Hermann-Josef
Zuletzt geändert von Jossie am Dienstag 29. September 2015, 09:30, insgesamt 4-mal geändert.
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Re: Canon Canoscan 9000 F Mark II Diascannen

Beitrag von Joe » Sonntag 27. September 2015, 20:54

Mit welchem Programm betrachtest Du die Bilder und wie wurden die Ausschnitte erstellt.

Ich vermute hier das Bild mit 81 MB ist auch das tatsächlich deutlich besser. Auch wenn das kleinere hier schärfer wirkt. Tatsächlich hat es vermutlich eine viel geringere Auflösung und nur durch das Programm zum Betrachten bzw. Erstellen der Ausschnitte wirkt es schärfer.

Mach mal von beiden Fällen einen 1:1 Ausschnitt und daraus dann ein Panoramabild (z.B. mit IrfanView - das übrigens auch zum Betrachten gut geeignet ist).

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Re: Canon Canoscan 9000 F Mark II Diascannen

Beitrag von Salamander15 » Samstag 3. Oktober 2015, 18:35

Ich habe jetzt nochmal 2 Bilder eingescannt.

Die Daten sind bei 4800 auflösung:

1. Einstellung flexibel 6480x4272 Pixel = 80 MB,
2. Einstellung Ausgabeformat 2786x1837 Pixel = ca 15 MB

Das 2. Bild ist auf dem laptop und dem Fernseher schärfer als das Bild mit der höheren Auflösung (wenn man das Bild nur in der normalen Größe anschaut)

Wenn man sich aber wirklich übergroße Ausschnitte anschaut ist das 1. Bild mit der höheren Auflösung deutlich schärfer und nicht so verpixelt.

D. h. wenn ich das richtig verstehe, wenn ich mir wirklich nur am Fernseher oder Laptop das Bild ansehen will und keine übergroßen Vergrößerungen will reichen die 15 MB aus und sind sogar besser, da schärfer und der Bildschirm wahrscheinlich die riesige höhere Auflösung gar nicht darstellen und verarbeiten kann. Oder liege ich hier falsch? Also besser 80 MB oder 15 MB bei Tif einscannen wirkt sichs aber bei späterer Bearbeitung bei Photoshop aus.

Es würde mich aber doch mal brennend interessieren ob jemand im Forum auch den Scanner 9000 F Mark II hat und freundlicherweise mal ein Dia mit beiden Auflösungen und Scangear wie ich einscannt, ob das gleiche Ergebnis wie bei mir rauskommt. Da wäre mir wirklich geholfen.

Danke schonmal und schönen Feiertag noch.

Uwe

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Re: Canon Canoscan 9000 F Mark II Diascannen

Beitrag von Joe » Samstag 3. Oktober 2015, 19:13

Du solltest mit der 1. Einstellung scannen und zum Betrachten am TV/Laptop die Bilder ggf. auf die Größe die das Gerät kann (ich vermute mal 1920 x 1080) reduzieren. Das kannst Du mit IrfanView schnell im Batch machen. Zum Archivieren ist jedenfalls die 1. Einstellung die bessere. Wenn Du dann z.B. irgendwann mal einen 4K TV bekommst kannst Du die Bilder auf diese Größe reduzieren und musst nicht noch mal neu scannen.

Am Laptop sollten aber auch die Bilder mit einem geeigneten Programm gut aussehen. Einige sind da weniger gut geeignet, weil die Bilder nicht gut auf das kleinere Format skaliert werden, zum Beispiel die Windows Bild- und Faxanzeige.

Ich kann mal suchen ob ich von meinem Test mit dem Canon Mark II noch ein paar Scans habe, dann stelle ich den mal hier ein zum Vergleich.

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Re: Canon Canoscan 9000 F Mark II Diascannen

Beitrag von Jossie » Samstag 3. Oktober 2015, 19:27

Hallo Uwe,

Joe hat in so fern recht, als Du zum Archivieren die bestmögliche Auflösung verwenden solltest. Ob Du wirklich 4800dpi brauchst, hängt sowohl vom Scanner ab (siehe dazu z.B. viewtopic.php?f=1&t=29240), als auch vom verwendeten Bildmaterial. Wenn mein oben zitierter Vergleich auch für Deinen Scanner gelten sollte, dann dürfte die tatsächliche Auflösung bei etwa der Hälfte liegen. Das würde bedeuten, dass Du die Bilder 2x2 binnen kannst, ohne Auflösung zu verlieren.

Du solltest aber beachten, dass momentan Deine dem TV angepasste Auflösung formal etwa 1250dpi entspricht, dass aber ein Scan mit 2500 dpi (realer Auflösung) und dann auf 1250dpi gebinnt, ein besseres Ergebnis liefert (viewtopic.php?f=1&t=29145). Staub- und Kratzerentfernung profitieren ebenfalls von höherer Pixelzahl.

IrfanView würde ich dazu nicht verwenden, denn das kann nur 8bit-Daten verarbeiten (Du arbeitest ja mit 16bit-TIFs). Besser wäre da z.B. imagemagick (viewtopic.php?f=1&t=29161).

Hermann-Josef
Zuletzt geändert von Jossie am Sonntag 4. Oktober 2015, 10:40, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Canon Canoscan 9000 F Mark II Diascannen

Beitrag von Salamander15 » Samstag 3. Oktober 2015, 22:57

Danke für die schnellen Antworten Hermann Josef und Joe,

nochmal eine Frage: meinen die Wörter binnen, konvertieren und herunterrechnen alle das gleiche?

Kann das sein, dass mein Tiff Bild mit 80 MB beim abspeichern auf z. B. irfan view mit z.B 1920 pixeln in der Breite auf Jpeg nur noch ca 480 KB groß ist?

Ich werde meine Bilder also mit der 4800 er Auflösung scannen und Archivieren. Danach herunterrechnen. Schärfer werden Sie dadurch aber auch nicht.

Was ich halt immer noch nicht verstehe ist dass ein 15 MB Bild im TV wesentlich schärfer als ein 80 MB Bild ist (obwohl die Pixelzahl wesentlich kleiner ist). Ich habe immer gedacht, dass Bilder mit größerer Auflösung schärfer und wenn man sie verkleinert ansieht gleichscharf bleiben. Dass kleinere Dateien beim vergrößern unschärfer und verpixelt werden ist mir ja klar.

Schönen Abend noch. Vielleicht klärt sichs ja doch noch.

Gruß Uwe

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Re: Canon Canoscan 9000 F Mark II Diascannen

Beitrag von Jossie » Sonntag 4. Oktober 2015, 09:31

Guten Morgen Uwe,
Salamander15 hat geschrieben:meinen die Wörter binnen, konvertieren und herunterrechnen alle das gleiche?
Nicht ganz. Der eigentliche Fachbegriff ist "binning" (https://de.wikipedia.org/wiki/Binning), für Hardware und Software. Im strengen Sinne würde ich darunter das Zusammenfassen von ganzzahligen Pixeln verstehen, also 2x2, 3x3 .... Hardwaremäßig auf dem CCD geht nur das ganzzahlige Zusammenfassen. "Herunterrechnen" wäre dann der allgemeinere Begriff, der auch Bruchteile von Pixeln zulässt, z.B. um eine genaue Anzahl Pixel im Ergebnisbild zu erhalten. Dabei spielt dann der Algorithmus eine Rolle, wie zwischen den Bruchteilen von Pixeln interpoliert wird (linear, bi-kubisch ...), was auch die Qualität des Ergebnisses beeinflusst (s.u.). "Konvertieren" ist ganz allgemein und kann auch das Umwandeln von TIF in JPG bedeuten.
Salamander15 hat geschrieben:Kann das sein, dass mein Tiff Bild mit 80 MB beim abspeichern auf z. B. irfan view mit z.B 1920 pixeln in der Breite auf Jpeg nur noch ca 480 KB groß ist?
Ja, denn neben der reinen Reduktion der Pixeldimension und einem Faktor 2 durch Übergang von 48bit/Pixel (TIF) auf 24bit/Pixel (JPG) kommt vor allem die Kompression bei JPG ins Spiel. Wenn nun das Bild überaufgelöst ist, d.h. redundante Information in den Pixeln steckt, dann kann sehr stark komprimiert werden.
Salamander15 hat geschrieben:Ich werde meine Bilder also mit der 4800 er Auflösung scannen und Archivieren.
Musst Du nicht -- scannen ja, archivieren nein. Wie mein oben genannter Vergleich mit meinem Scanner zeigt, liefern 4800dpi in etwa 2400dpi als reale Auflösung (Im Scannertest bei ScanDig schnitt der CanoScan noch wesentlich schlechter ab als mein Exemplar). Binning 2x2 wird daher keinen Verlust an Auflösung bringen, aber Dir einen Faktor 4 an Plattenplatz ersparen. Da jeder Scanner in Bezug auf reale Auflösung ein Individuum ist, solltest Du experimentell herausfinden, was Dein Scanner tatsächlich bringt, am besten mit einem USAF1951-Target.
Salamander15 hat geschrieben:Was ich halt immer noch nicht verstehe ist dass ein 15 MB Bild im TV wesentlich schärfer als ein 80 MB Bild ist. Ich habe immer gedacht, dass Bilder mit größerer Auflösung schärfer ...
Du musst unbedingt den Vergleich in der 1:1 Darstellung auf dem Bildschirm machen (STRNG H in IrfanView, 1Bildpixel = 1 Bildschirmpixel). Ansonsten kommen die oben erwähnten Algorithmen ins Spiel, sei es in der Grafikkarte oder in Software. Dein Scan mit 4800dpi hat -- so vermute ich -- keine wirklich höhere Auflösung als der mit fester Pixelzahl (Du kannst Dir ja ausrechnen, welcher Abtastrate letzterer entspricht) sondern nur redundante Pixel. Wenn Dein Scanner z.B. die reale Auflösung hat wie meiner, dann erwarte ich zwischen Deinen Beispielbildern keinen echten Auflösungsunterschied sondern sehe nur die verschiedenen Algorithmen beim Herunterrechnen. Ein Beispiel kannst Du Dir in IrfanView erzeugen, indem Du im Batch beim Dialog "Größe ändern" die Funktion "Resample" mal ein- und mal ausschaltest und die Ergebnisse vergleichst. Um einen Unterschied zu sehen, musst Du allerdings schon drastisch verkleinern.

Hermann-Josef

PS: Wie ganz oben bereits geschrieben, handelt es sich bei den 80MByte großen Dateien mit 6480x4272 Pixeln nicht um 48bit TIFs, sondern nur um 24bit-TIFs! Wenn Du die Daten weiter bearbeiten möchtest, solltest Du mit 48bit TIFs scannen. Nach der Bearbeitung kannst Du dann in JPG speichern.
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Re: Canon Canoscan 9000 F Mark II Diascannen

Beitrag von Salamander15 » Samstag 10. Oktober 2015, 17:58

Hallo Hermann- Josef,

Danke, ich glaube das habe ich einigermaßen verstanden. Ich habe jetzt mal die Bilder mit Irfan mit der Batch Konvertierung inkl. resample mit Breite 1920 Pixel und als TIF gespeichert Dateigröße ist ca. 7 MB statt 80 MB. Mit der Schärfeeinstellung zwischen 10 und 50 % kriege ich auch schöne Bilder mir Irfan. Oder hat die Schärfeeinstellung wieder andere negative Einflüsse?

Habe ich jetzt eigentlich mit 2x2 gebinnt? Wie geht denn 3x3? Sind dann 9 pixel zu einem Superpixel zusammengefasst und das Bild wird schärfer oder nur die Datei kleiner?

Ich möchte auch mal als JPEG speichern wie du mir gesagt hast.

Insgesamt ist die Scanmaterie für einen Anfänger ziemlich schwierig da viele Spezialbegriffe enthalten sind die ich mir neu sind, macht aber Spaß nachzulesen was die Begriffe eigentlich heißen.

Noch eine letzte Frage. Ist dieses Binnen mit Irfan o. ä. eigentlich gegenüber der Methode in photoshop die Datei in JPEG umzuwandeln die wesentlich sichtbar bessere, oder warum wird das binnen gemacht?


In Zukunft werde ich wie du mir geraten hast in 48Bit scannen.

Danke auch an Joe
Uwe

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