Brauchbare Schnellvorschau s/w Negativfilme

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domo1234
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Brauchbare Schnellvorschau s/w Negativfilme

Beitrag von domo1234 » Sonntag 6. November 2016, 19:30

Hallo,
ich habe von meinem Vater noch 4 Umzugskisten mit Kleinbildnegativen (Filmtaschen) und will in den Wintermonaten mal (wieder) ernsthaft anfangen zu Scannen.
Habe mir diese Woche einen 10M RPS für Windows 10 zugelegt, da mein Proscan 4000 unter W10/64 nicht läuft, zum Scannen mit dem 4000 W7 booten ist auf Dauer nervig . Scannersoftware - da muss ich mich noch entscheiden ob Ai8 oder Vuescan, Ai8 auf dem 4000 finde ich derzeit noch einen Tick besser als Vuescan mit 10M. Kann aber an den Einstellungen liegen.

Nun das Problem: Schnellstvorschau der Negative um zwischen Tonne/Archiv zu entscheiden

frühere Ansätze:
- Proscan 4000 - viel zu langsam
- Canon 8800f - besser- dauert aber auch lange
derzeit probiert:
-jumbl 22M - Schnellvorschau ok, leider war das Teil sofort defekt und musste es zurückschicken, Nachteil: Man braucht einen Fernseher für, der Monitor ist an der falschen Stelle angebracht um ihn vernünftig nutzen zu können

Habt ihr hier Erfahrungen oder Vorschläge ?
Grüße
Uwe

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Jossie
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Re: Brauchbare Schnellvorschau s/w Negativfilme

Beitrag von Jossie » Sonntag 6. November 2016, 20:55

Wie wär es mit einer Digitalkamera und entsprechendem Vorsatz? Qualität spielt ja bei der Vorschau keine Rolle. Ist halt nicht automatisch.

Hermann-Josef
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Joe
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Re: Brauchbare Schnellvorschau s/w Negativfilme

Beitrag von Joe » Sonntag 6. November 2016, 21:21

Der Jumbl ist ja im Prinzip nix anderes als eine Digitalkamera-Technik in einem Mini-Gehäuse. Ich halte von solchen Geräte nicht viel.

Zudem muss man hier, wie auch beim Kameravorsatz, den Film ja manuell transportieren. Was mir bei der genannten Menge nicht praktikabel scheint.

Bleibt auch noch die Frage was nun "eine schnelle brauchbare Vorschau bei SW Negativen" ist. Mit CyberView sollte da ja schon eine schnelle Vorschau möglich sein. Ob die brauchbar ist hängt vom Material ab - und da ist nach meinen Erfahrungen SW eine Wissenschaft für sich. (ich hoffe es nervt keinen, dass ich das immer wieder schreibe).

Eine Alternative wäre eventuell noch ein Canon 8xxx oder 9xxx gebraucht, da könnte man sich ja immerhin bis max. 12 Negativen einen Überblick verschaffen.

@domo1234 - vielleicht führst Du mal aus was Du unter schnell und brauchbar verstehst

domo1234
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Re: Brauchbare Schnellvorschau s/w Negativfilme

Beitrag von domo1234 » Sonntag 6. November 2016, 22:34

Mit dem Canoscan 8800F habe ich voriges Jahr angefangen - ist halt überschaubar schnell, wesentlich schneller allerdings als mit dem Reflecta, links habe ich mit dem Canon ausgemüllt und rechts mit dem Reflecta gescannt/archiviert

Ich möchte in kürzester Zeit erkennen können was auf dem Negativ zu sehen ist, schön muss es nicht wirklich sein. Sinnvollerweise muss es invertiert sein, ansonsten bleibt es Ratestunde, ein wenig vergrößert ist auch nicht verkehrt
Mit einem Vorsatz kann man invertieren ?

Joe
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Re: Brauchbare Schnellvorschau s/w Negativfilme

Beitrag von Joe » Sonntag 6. November 2016, 22:42

Der Vorsatz kann nicht invertieren. Das ist ein schlichter Adapter der vor das Objektiv kommt und den Filmstreifen hält. Invertieren muss dann die Software am PC.

Zudem liefert das ganze nur brauchbare Ergebnisse wenn Du eine DSLR und ein entsprechendes Objektiv hast.

Schneller als mit dem Canon wird es m.E. in brauchbarer Qualität nicht gehen. Die Vorschau für 12 Negative sollte da doch in zwei Minuten fertig sein. Wenn das noch zu langsam ist gibt es m.E. keine schnellere Lösung die zudem die Ergebnisse wie von Dir gewünscht liefert.

domo1234
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Re: Brauchbare Schnellvorschau s/w Negativfilme

Beitrag von domo1234 » Sonntag 6. November 2016, 22:51

Nagut, dann macht ein Vorsatz keinen Sinn.
Bleibt es also beim Canon bzw. einem 2. Jumblversuch.

Generell sind unsere alten Orwo Filme gut scanbar, Probleme bereitet halt das Silber.
http://www.schuetzenverein-langenweddin ... age002.jpg

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Jossie
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Re: Brauchbare Schnellvorschau s/w Negativfilme

Beitrag von Jossie » Montag 7. November 2016, 08:58

Guten Morgen Uwe,
Joe hat geschrieben:Der Vorsatz kann nicht invertieren.
Der Vorsatz natürlich nicht, das ist nur eine Linse. Aber z.B. kann ich bei meiner Kamera (übrigens keine DSLR) das Format auf Negativ stellen und dann ist das Bild sofort in der Kamera invertiert und das Negativ wäre auf dem LCD-Display als Positiv sichtbar.
Joe hat geschrieben:Schneller als mit dem Canon wird es m.E. in brauchbarer Qualität nicht gehen.
Qualität spielt doch für die Entscheidung Müll / Archiv keine entscheidende Rolle! Wenn man, wie beschrieben, eh daneben sitzt, dann wird es mit Kamera / Vorsatz sicher schneller gehen als mit dem Canon. Mit etwas Übung hat man den Film schnell weitergeschoben und wenn man dann noch einen Fernauslöser hat (kostet auch nur ein paar Euro) dann geht es fast im Sekundentakt: Klick, weiter, klick weiter... Und bei einer großen Speicherkarte (man braucht ja auch nicht die höchste Auflösung) kann das alles später offline ausgelesen und am PC beurteilt werden. Die Ergebnisse lassen sicher die Müll- / Archiv-Entscheidung zu. Aber wenn es ganz schnell gehen soll, dann muss eigentlich nicht mal abgespeichert werden! Wenn die Größe des LCD-Displays nicht reicht, baut man noch eine Lupe mit z.B. 2-Facher Vergrößerung davor. Dann zieht man den Filmstreifen einfach durch ohne zu belichten und entscheidet anhand des LCD-Displays der Kamera, wie mit dem Film verfahren werden soll bzw. notiert sich die Bildnummern, die archiviert werden sollen.
Joe hat geschrieben:und da ist nach meinen Erfahrungen SW eine Wissenschaft für sich
Ich kann Deine wiederholte, nicht weiter spezifizierte Aussage nicht nachvollziehen. Ich hatte verschiedenstes SW-Filmmaterial und bislang keine Probleme. Klar, Staubentfernung geht nicht, aber sonst -- keine nennenswerten Probleme, außer Fokuslage vielleicht, wenn der Film noch gekrümmt war. Aber um diese Frage geht es hier bei der möglichst effizienten Vorschau ja sowieso nicht.

Hermann-Josef
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Re: Brauchbare Schnellvorschau s/w Negativfilme

Beitrag von Joe » Montag 7. November 2016, 13:10

Hast Du denn schon mal mit einem entsprechenden Vorsatz an der Kamera gearbeitet?

Ich schon - und das war einfach unbrauchbar, selbst zum beurteilen der Qualität (dazu noch mal wenn man die beurteilen will, muss die Vorschau schon recht gut sein).

Meine Ausrüstung dazu im übrigen: Sony DSLR mit Marko-Objektiv. Der Streifen muss von Bild zu Bild weitergeschoben, fixiert werden etc. = in der Zeit habe ich mit einem Canon viel schneller eine, zudem noch brauchbare, Vorschau erstellt.

Ich wüsste auch nicht das es so Vorsätze für Kompaktkameras gibt - aber da muss ich nicht auf dem aktuellen Stand sein ;)

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Jossie
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Re: Brauchbare Schnellvorschau s/w Negativfilme

Beitrag von Jossie » Montag 7. November 2016, 13:31

Joe hat geschrieben:Hast Du denn schon mal mit einem entsprechenden Vorsatz an der Kamera gearbeitet?
Ja, allerdings nicht serienmäßig, mit meiner Sony F828. Hauptprobleme meines (billigen) Soligor-Vorsatzes sind die zum Rande auftretende Unschärfe, starke Verzeichnung und Vignettierung. Aber zum Beurteilen, ob das Motiv archivierungswürdig ist, reicht das allemal.
Hier ein Beispiel:
DSC_6409_k.jpg
Aufgenommen mit Sony F828 und einer Soligor-Vorsatzlinse.
DSC_6409_k.jpg (113.76 KiB) 950 mal betrachtet
Zum Vergleich schaue man sich die Mit dem DD6000 gemachten Scans an.
Joe hat geschrieben:Der Streifen muss von Bild zu Bild weitergeschoben, fixiert werden etc.
Kamera und Vorsatz müssen natürlich entsprechend stabil montiert sein. Der Filmstreifenhalter fasst Streifen für 6 Bilder und ist relativ stabil.
Joe hat geschrieben:Ich wüsste auch nicht das es so Vorsätze für Kompaktkameras gibt
Kann ich mir auch nicht vorstellen, denn dort kann so ein Vorsatz nicht montiert werden. Kommt darauf an, welche Kamera Uwe hat.

Hermann-Josef
Zuletzt geändert von Jossie am Montag 7. November 2016, 15:59, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Brauchbare Schnellvorschau s/w Negativfilme

Beitrag von domo1234 » Montag 7. November 2016, 14:00

ich habe eine 5DMK2 sowie eine S100, muss mich heute Abend mal mit der Vorsatzproblematik beschäftigen

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Re: Brauchbare Schnellvorschau s/w Negativfilme

Beitrag von Jossie » Montag 7. November 2016, 19:05

Joe hat geschrieben: selbst zum beurteilen der Qualität muss die Vorschau schon recht gut sein
Nur nochmals zur Klarstellung:
domo1234 hat geschrieben:Ich möchte in kürzester Zeit erkennen können was auf dem Negativ zu sehen ist, schön muss es nicht wirklich sein.
Es geht doch Uwe offensichtlich nicht darum, die Qualität (Schärfe usw.) des Negatives zu beurteilen, sondern darum, ob das abgelichtete Motiv es wert ist, archiviert zu werden. Das sind zwei Paar Stiefel!

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Re: Brauchbare Schnellvorschau s/w Negativfilme

Beitrag von domo1234 » Mittwoch 9. November 2016, 17:46

Mit dem Kameravorsatz habe ich mich intensiv befasst und das Ganze verworfen. Entspricht im Handling dem Vorgehen mit meinem Canon.

Der 2. Anlauf mit einem nun funktionierenden Jumbl bringt das was ich brauche - eine invertierte Echtzeit Anzeige. Jumbl, S-Video zu VGA Converter- Computerbildschirm.
Fernseher ohne Converter geht natürlich auch, Computernähe habe ich bevorzugt.

Qualität ist brauchbar, ich habe meine Schwester auf dem s/w erkannt ... Auf den Links das Ganze mit Beispielen provisorisch zusammengestöpselt im Werkzeugkeller.
Beim Scanner bin ich noch am Üben die gleiche Qualität auf dem 10M hinzukriegen wie auf dem 4000.

http://www.schuetzenverein-langenweddin ... ale/sw.jpg
http://www.schuetzenverein-langenweddin ... le/rgb.jpg
http://www.schuetzenverein-langenweddin ... canner.jpg

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Re: Brauchbare Schnellvorschau s/w Negativfilme

Beitrag von Jossie » Mittwoch 9. November 2016, 18:52

Guten Abend Uwe,

dann ist ja alles in Butter!
domo1234 hat geschrieben:Beim Scanner bin ich noch am Üben die gleiche Qualität auf dem 10M hinzukriegen wie auf dem 4000.
Nach dem Testbericht sollte die Auflösung des 10M etwas besser sein als die des 4000. Aber ich kann hier immer nur warnen, denn die Auflösung ist vor allem auch eine Eigenschaft des individuellen Gerätes und nicht nur des Modells. Denn die Justierung spielt eine wesentliche Rolle. Dies wird in den Testberichten bei ScanDig leider ignoriert. Auch die Aussage, dass die Auflösung eines Modells mit SilverFast besser sei als mit der mitgelieferten Software, kann nur als Gerücht bezeichnet werden.

Weiter viel Erfolg wünscht

Hermann-Josef
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