Was ist besser für die Weiterbearbeitung

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filechecker
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Was ist besser für die Weiterbearbeitung

Beitrag von filechecker » Montag 13. Mai 2019, 08:30

Hallo!
Ich bin neu hier und habe mal eine Frage: Was ist eigentlich besser für die Weiterbearbeitung der digitalisierten, analogen Bilder: JPG oder TIFF?
Sehr oft wird hierzu von Labors die Meinung vertreten, man solle bei der analogen Fotografie, bzw. bei der Bildbearbeitung, damit aufhören, digital zu denken; will heißen, dass ein JPG für die Weiterbearbeitung vollkommen ausreichend ist. Wie haltet ihr das damit, lasst ihr euch TIFFs oder JPG ausgeben?

pixx
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Re: Was ist besser für die Weiterbearbeitung

Beitrag von pixx » Montag 13. Mai 2019, 11:01

Auf jeden Fall Tiff (oder ein anderes verlustfreies Format) und in 16 Bit, wenn noch bearbeitet werden soll.

JPG kann nur 8 Bit, das gibt unschöne Tonwertabrisse bei umfangreicheren Bearbeitungen.

Zudem sind JPGs komprimiert, dabei gehen Details verloren.

Ganz am Ende für die Ausgabe im Labor ist ein JPG ok. Dann wird das aber nicht mehr bearbeitet.

Gruß
Michael
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Jossie
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Re: Was ist besser für die Weiterbearbeitung

Beitrag von Jossie » Montag 13. Mai 2019, 12:05

Hallo,

stimme Michael voll und ganz zu. Hier noch ein paar Ergänzungen.
filechecker hat geschrieben:
Montag 13. Mai 2019, 08:30
Meinung vertreten, man solle bei der analogen Fotografie, bzw. bei der Bildbearbeitung, damit aufhören, digital zu denken
Das halte ich für komplett falsch! Nur wenn man in Pixeln denkt, versteht man nach meiner Einschätzung die Funktionsweise der Bildbearbeitungswerkzeuge.

Schau mal hier, was passieren kann, wenn man mit 8Bit/Kanal zu viel Bildbearbeitung macht.

Ich würde zunächst immer in 16Bit/Kanal TIF abspeichern (und ggf. archivieren) und nicht in DNG. Letzteres wird oft nicht unterstützt bzw. kann bei der Weiterverarbeitung Probleme bereiten.

Generell ist bei der Bearbeitung auch auf die Reihenfolge der Anwendung der Werkzeuge zu achten. Staub- und Kratzerentfernung sollte vor dem Binnen, Schärfen erst nach dem Binnen erfolgen.

Es empfiehlt sich, immer mit der nominellen Auflösung des Scanners zu scannen und erst später auf die Pixelzahl zu binnen, die der geplanten Verwendung der Bilder angepasst ist. Danach kann optional geschärft werden und ganz zum Schluss, wie Michael schrieb, sollte dann der Übergang zu JPG erfolgen.

Hermann-Josef
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filechecker
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Re: Was ist besser für die Weiterbearbeitung

Beitrag von filechecker » Mittwoch 15. Mai 2019, 09:05

Herzlichen Dank, euch! Ich selbst hielt ja die Aussage des Labors schon für falsch. Und das alleine schon deswegen, weil ein JPG ein standardisiertes Format ist und ein TIF wesentlich mehr Informationen enthält, das sieht man ja alleine schon an der Größe einer TIF-Datei. Bei einem TIFF von einem 6x6-Bild komme ich auf eine Größe (bei einem Scan mit 4000 dpi) von ca. 250 - 300 MB. Bei einem JPG sind das gerade mal 35 - 40 MB.

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Jossie
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Re: Was ist besser für die Weiterbearbeitung

Beitrag von Jossie » Mittwoch 15. Mai 2019, 09:17

Wenn Dein Scan eines 6x6-Bildes als TIF nur 250 MByte hat, dann hast Du es mit 8Bit/Kanal abgespeichert. Für weitere Bildverarbeitung solltest Du aber, wie Michael oben schrieb, mit 16Bit/Kanal abspeichern. Dann werden die Bilder 510 MByte groß sein!

Hermann-Josef
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